Appenzell Innerrhoden
Appenzell Innerrhoden

Die Innerrhoder Landsgemeinde hat im April 2019 das neue Datenschutz-, Informations- und Archivgesetz (DIAG) verabschiedet. Damit führt auch Appenzell Innerrhoden das Öffentlichkeitsprinzip ein. Das Gesetz ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten.

Datenschutz-, Informations- und Archivgesetz (DIAG) des Kantons Appenzell Innerrhoden vom 28. April 2019

Verfassungsrang?Nein
Gesetz in Kraft seit1. Januar 2020
LinksGesetz.
Eine Verordnung zum DIAG ist nicht vorgesehen.
Kantonale Datenschutzbeauftragte/rStefan Gerschwiler
Datenschutzbeauftragter
Telefon: +41 71 228 29 30
E-Mail
Website Gesetzestext

Antrag im Kanton Appenzell Innerrhoden stellen


Transparenz-Geschichten aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden

Manuel Fässler, Appenzeller Zeitung, 23.01.2026

Alte Fälle stapeln sich

Gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip konnte die Appenzeller Zeitung den Tätigkeitsbericht der Innerrhoder Staatsanwaltschaft, der von der Fachkommission Strafverfolgung erstellt wurde, einsehen. Im vergangenen September kommunizierte die Regierung, dass die Staatsanwaltschaft ihre Aufgaben sorgfältig wahrnehme. Der Bericht zeigt, dass nicht alles so positiv ist, wie es die Mitteilung verlauten lässt. Die Fachkommission deckt im Bericht mehrere Mängel auf. Der erste bezieht sich auf die Anzahl erledigter Verfahren im Jahr 2024. Der Stapel an offenen Verfahren wurde höher, obwohl weniger neue Fälle bei der Staatsanwaltschaft landeten. Unter den 190 pendenten Verfahren per Ende 2024 befinden sich 25 Fälle, die älter als zwei Jahre sind. Ende 2023 waren es nur zehn solcher Verfahren. Das erwecke «eine gewisse Besorgnis», hält die Fachkommission im Bericht fest.

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Samuel Ryter, Appenzeller Zeitung, 17.09.2025

Wenn die Wanderidylle zum Albtraum wird

In den vergangenen Jahren verloren mehrere Menschen ihr Leben auf dem Weg zwischen Aescher und Seealpsee. Die Redaktion von CH Media forderte gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip die Untersuchungsberichte zu den Unfällen heraus. Es zeigt sich ein gewisses Muster bei den Unfällen. Die Leute unterschätzen die Bergwege und überschätzen die eigene körperliche Verfassung. So war bei mehreren der tödlichen Unfälle am Aescherweg die Fitness der betroffenen Person zumindest Thema in den Berichten. Die fatalen Unfälle am Aescherweg haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: Die Verunglückten hatten dieselben Wanderpläne. Sie fuhren mit der Ebenalpbahn in die Höhe, wollten von dort am Gasthaus Aescher vorbei und zum Seealpsee absteigen. Dann kam der Ausrutscher, der Fehltritt, der Stolperer.

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Sandro Büchler, St. Galler Tagblatt, 19.09.2022

Samthandschuhe gegen Umweltsünder

Wer der Natur schadet, hat meist wenig zu befürchten. Losgeeiste Dokumente zeigen, wie in der Ostschweiz Umweltgesetze missachtet werden. Und welche milden Bestrafungen bei Gesetzesübertretungen verhängt wurden. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz konnte «CH Media» eine Sammlung der Umweltdelikte, welche die Kantone dem Bund gemeldet haben, einsehen und auswerten. Dass Umweltsünder vielfach mit Samthandschuhen angefasst werden, veranschaulicht ein Fall aus Arnegg: Wegen unvorsichtigen Umgangs mit Heizöl flossen hunderte Liter in einen Bach. Der verantwortliche Mann, ein Wiederholungstäter, wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von gerade einmal 7000 Franken verurteilt.

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23. Februar 2018Das «Haus der Kantone» denkt über mehr Transparenz nach
02. Juni 2015Kommunen, Kirchen, Ämter: Akteneinsicht in den Kantonen