Kategorie:Bundesverwaltung

Medienorganisationen wehren sich gegen Wegsperrklausel

Informationen zur Sicherheit des öffentlichen Verkehrs sollen künftig Eingeweihten vorenthalten bleiben: Tramunfall in Zürich-Höngg. (Foto: Keystone/Michele Limina)

Von Martin Stoll. SRG, Schweizer Medien (VSM), impressum, Syndicom und Öffentlichkeitsgesetz.ch fordern den Ständerat auf, einen drohenden Transparenzabbau bei der ÖV-Aufsicht zu verhindern.

Erfolglos hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) vor Bundesgericht versucht, Informationen über Zwischenfälle im Bahn-, Tram- und Busverkehr geheim zu halten. Mit einer Wegsperrklausel im Eisenbahngesetz will das Amt jetzt doch noch ans Ziel kommen.

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Nationalratskommission will nicht geheim einkaufen lassen

Dienstleistungen für den Bund: Auch künftig soll Transparenz möglich sein. (Foto: Keystone)

Von Martin Stoll. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK) stellt sich gegen den Bundesrat und will Unterlagen zu Beschaffungen des Bundes weiterhin dem Öffentlichkeitsprinzip unterstellen.

Knapp, mit nur 12 zu 9 und mit 13 zu 8 Stimmen, lehnte die Parlamentskommission die Einführung von Wegsperrklauseln im neuen  Beschaffungsgesetz (BöB) ab. Laut Radio DRS votierten vor allem Parlamentarier der SVP gegen Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen. 

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Beschaffungen dürfen nicht zur Geheimsache werden

Weil sie Zugang zu Beschaffungsdokumenten hatten, konnten Medienschaffende in der Vergangenheit gravierende Beschaffungspannen des Bundes aufdecken. (Foto: (Keystone/Monika Flueckiger)

Von Martin Stoll. In einem gemeinsamen Brief fordern der Verband Schweizer Medien, impressum und Öffentlichkeitsgesetz.ch Parlamentarier auf, dafür zu sorgen, dass das Beschaffungswesen nicht zu einer Dunkelkammer wird.

Am Montag beschäftigt sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats mit der Totalrevision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB). Die Gesetzesvorlage sieht vor, den Zugang zu Dokumenten des Beschaffungsverfahrens empfindlich einzuschränken.

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Die Revisionsaufsicht ist eine undurchschaubare Blackbox

Bei Affären und Skandalen bleibt er wortkarg: RAB-Chef Frank Schneider (links) mit dem damaligen Justizminister Christoph Blocher. (Foto: Keystone/Peter Schneider)

Von Dominik Balmer. Die Sonntagszeitung gelangt mit einer Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht – das Ziel: Die Revisionsaufsichtsbehörde RAB muss endlich transparent werden.

Der Postauto-Skandal um die Erschleichung von Bundessubventionen führte bald zur Frage: Hätte nicht die KPMG, die Revisionsgesellschaft der Post, die systematischen Betrügereien in der Buchhaltung erkennen müssen?

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Achtung: Intransparenz-Grippe grassiert in der Verwaltung

«Grosszügige Anwendung der Ausnahmebestimmung»: Die Spitze der Bundeskanzlei mit Bundeskanzler Walter Thurnherr (Mitte) bei einer Medienkonferenz zu E-Voting im April 2017. (Foto: Keystone)

Von Florian Imbach. Im Umgang mit Journalisten haben Angestellte der Verwaltung eine robuste Abwehrhaltung entwickelt. Sie setzen auf eine breite Palette an Gründen, weshalb genau dieses oder jenes Dokument nicht öffentlich sein soll. Ein Erfahrungsbericht. 

Die Gründe, mit denen der Zugang zu Dokumenten abgewehrt wird, nenne ich Intransparenta. Sie sind leider so erfolgreich wie Grippeviren in einem Altersheim. Wer das Öffentlichkeitsgesetz nicht gut kennt, lässt sich durch die erste Welle niederstrecken. Und wer das Gesetz kennt, weiss, wie lange ein Intransparenta-Ausbruch dauern kann, selbst wenn man mit dem Einsichtsgesuch ein wirkungsvolles Anti-Intransparentum einsetzt.

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