Montag, 2. November 2026 |
06:00 Uhr

Gemeinden hätten untereinander vereinbart, das Zugangsgesuch nicht zu beantworten: IDHEAP-Professor Martial Pasquier.
Von Eva Hirschi. Wie schlecht Schweizer Gemeinden das Öffentlichkeitsprinzip umsetzen, hat Professor Martial Pasquier überrascht. Seine Studie mit Forschenden der Universitäten Lausanne, Brüssel und Neapel zeigt: Die Geheimhaltungskultur bleibt stark – selbst bei einfachen Dokumenten.
Zwischen den kantonalen Öffentlichkeitsgesetzen und ihrer Umsetzung in den Gemeinden klafft eine grosse Lücke. Für Martial Pasquier, Professor am Institut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne und Leiter der Studie, ist dieser Befund alarmierend.
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Freitag, 30. Oktober 2026 |
06:00 Uhr

Ein Blick in die Akten ist bei Schweizer Gemeinden keine Selbstverständlichkeit: Trotz gesetzlichem Anspruch bleibt der Zugang oft verwehrt. (Foto: Gaetan Bally/Keystone)
Von Martin Stoll. Eine Studie der Universität Lausanne und zweier weiterer europäischer Universitäten zeigt deutliche Defizite: Nur 10 % der Schweizer Gemeinden mit geltendem Öffentlichkeitsgesetz legten ein verlangtes Dokument vollständig offen. 67 % antworteten innerhalb von 60 Tagen nicht.
Wie gut setzen Gemeinden das Öffentlichkeitsprinzip um? Forschende des Instituts für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne sowie der Universitäten Brüssel (Université libre) und Neapel (L’Orientale) gingen dieser Frage mit einem Transparenztest nach. Öffentlichkeitsgesetz.ch half bei der Konzeption der Studie mit.
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Dienstag, 29. September 2026 |
11:30 Uhr

Auch in der Schweiz ein Phänomen und für Behörden eine Herausforderung: Staatsverweigerer bei einem «Reichsbürger»-Treffen in Darmstadt. (Foto: Boris Roessler/Keystone)
Von Michelle Isler. Die Thurgauer Verwaltung lehnte den Zugang zum Leitfaden «Umgang mit Staatsverweigerern» zunächst ab. Dank eines Schlichtungsverfahrens konnte die «Thurgauer Zeitung» das Dokument einsehen und darüber berichten – unter Auflagen.
Für andere Kantone ist ein Leitfaden im Internet aufzufinden. Die Thurgauer Behörden argumentierten, eine Herausgabe gefährde die Sicherheit von öffentlichen Organen. Im Gespräch einigten sich Zeitung und Verwaltung auf die Herausgabe von zwei Versionen: ungeschwärzt für das Hintergrundwissen, geschwärzt für den Medienbericht.
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Sonntag, 13. September 2026 |
07:21 Uhr

Die Öffentlichkeit entscheidet mit: Gemeindeversammlung in Steckborn 2024 zu Migrationsfragen. (Foto: Gian Ehrenzeller/Keystone)
KOMMENTAR Aktuelle Beispiele aus Frauenfeld und Uster zeigen, was geschieht, wenn Behörden zu wenig informieren oder Mitsprache erschweren: Der Druck von Medien, Politik und Bevölkerung wächst.
Wo sich Behörden abschotten, entsteht Druck. Nicht nur von Journalistinnen und Journalisten. Auch Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was Sache ist. Sie wollen nachvollziehen können, auf welcher Grundlage Entscheide gefällt werden. Und sie wollen mitreden können. So, wie es unsere Demokratie vorsieht.
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Montag, 17. August 2026 |
18:02 Uhr

Öffentlichkeitsnaher Umgang mit amtlichen Dokumenten: Eine Mitarbeiterin des Steueramts Uster/ZH bei der Arbeit. (Foto: Christian Beutler/Keystone)
Von Martin Stoll. Der Kanton Zürich konkretisiert sein revidiertes Informations- und Datenschutzgesetz. Öffentlichkeitsgesetz.ch fordert Nachbesserungen: Der Zugang zu amtlichen Dokumenten muss einfacher und dienstleistungsorientierter werden.
Nachdem der Kanton Zürich das Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) revidiert hat, folgt nun die dazugehörige Verordnung (IDV). Die neuen Regeln sollen Mitte nächsten Jahres in Kraft treten. Öffentlichkeitsgesetz.ch hat sich an der Vernehmlassung beteiligt und mehrere konkrete Änderungen vorgeschlagen.
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