Kategorie: Aus den Kantonen

Wie transparent wird der Kanton Glarus sein?

Die Glarner Landsgemeinde sagte im Mai Ja zu mehr Transparenz. Jetzt kommt Widerstand aus den Gemeinden. (Foto: Keystone/Gian-Ehrenzeller)

Von Marcel Hänggi. Es werden immer weniger: Kantone, in denen das Geheimhaltungsprinzip gilt, in denen also die Verwaltung selbst entscheidet, welche Dokumente sie der Öffentlichkeit gnädigst zugänglich machen will.

Zuletzt hat im April die Innerrhoder Landsgemeinde ein Informationsgesetz gutgeheissen, welches das Öffentlichkeitsprinzip verankert, als nächster Kanton folgt Glarus. Es verbleiben dann noch Thurgau, Ob- und Nidwalden und Luzern.

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Immer öfter entdecken Medien Problemzonen von Behörden

40 Reaktionen haben in den letzten Jahren mit Öffentlichkeitsgesetzen gearbeitet.

Von Martin Stoll. Schweizer Medienschaffende realisieren mit den Öffentlichkeitsgesetzen von Bund und Kantonen zunehmend relevante Beiträge. Zwischen 2015 und 2018 hat sich die Zahl verdreifacht.

Billigmieten für Prominente, Poker um Medikamentenpreise, getarnte Sonderflüge für abgewiesene Asylbewerber: Medienschaffende brachten in den letzten Jahren zahlreiche Affären, Zwischenfälle und Peinlichkeiten in Schweizer Amtsstuben ans Licht.

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«Mit unserem Kampf haben wir deutliche Zeichen gesetzt»

Wehrte sich gegen die Geheimhaltung einer Untersuchung: Die Journalistin Camille Krafft.

MAKING-OF In einem Neuenburger Asylzentrum kam es zu gravierenden Zwischenfällen. Die Journalistin Camille Krafft ging bis vor Bundesgericht, um Einblick in einen Untersuchungsbericht zu bekommen.

Schlägereien, Beziehungen zwischen Bewohnern und Mitarbeitenden, ungenügende sanitäre Bedingungen. Nachdem unhaltbare Zustände im Asylzentrum von Perreux ruchbar geworden waren, eröffneten die Neuenburger Behörden Untersuchungen. Den Bericht dazu sollte die Öffentlichkeit nicht zu Gesicht bekommen.

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«Kein Publikationsbedürfnis»: Polizei schubladisiert Studien

Opfer zur Arbeit der Polizei befragt: Nach einer Gewalttat in Dübendorf trägt eine Polizistin eine konfiszierte Schusswaffe weg. (Foto: Keystone/Siggi Bucher)

Von Christof Schneider. Die Universität Zürich führt im Auftrag der Kantonspolizei Zürich jährlich eine Opferbefragung durch. Kostenpunkt: 117 000 Franken. Bis heute wurden die Berichte jedoch nicht publiziert.

Seit 2012 befragt das Kriminologische Institut der Universität Zürich Opfer von Verkehrsunfällen, Einbruchdiebstählen und Gewaltdelikten. Auftraggeber ist die Kantonspolizei Zürich. 

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«Obwalden ist auch ein demokratischer Staat»

Wahlen im Parlament in Sarnen (OW): Bald entscheiden die Politiker über die Einführung des Öffentlichkeitsprinzips. (Foto: Keystone/Urs Flueeler)

Von Julia Rippstein. Das Öffentlichkeitsprinzip könnte bald auch in Obwalden eingeführt werden. Der CVP-Kantonsrat Mike Bacher hat eine entsprechende Motion eingereicht. Er ist optimistisch.

Obwalden ist einer der letzten Kantone, dessen Verwaltung nach dem Geheimhaltungsprinzip funktioniert. Das könnte sich ändern: Zwanzig Kantonsräte unterstützen eine Motion zur Einführung des Öffentlichkeitsprinzips. Unterschrieben haben nahezu die gesamte CVP-Fraktion, aber auch Parlamentarier von SP und SVP. 

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