Kategorie: Aus den Kantonen

Universität St. Gallen wird auf den Boden zurückgeholt

Richter sehen kaum Wettbewerbsnachteile bei Transparenz: Vorlesung an der Universität St. Gallen. (Foto: Keystone/Christian Beutler)

Von Christian Gutknecht.Das Verwaltungsgericht St. Gallen weist die Universität St. Gallen in die Schranken. Sie muss ihre Ausgaben an wissenschaftliche Verlage vollständig offenlegen.

Als ich im Juni 2014 meine erste Anfrage zu den Ausgaben an die grösseren Wissenschaftsverlage an die Universität St. Gallen stellte, war das St. Galler Öffentlichkeitsgesetz (ÖffG) noch nicht in Kraft. Seit 2003 existierte «nur» Art. 60 in der Kantonsverfassung.

Mehr…


Das sind die Nominierten für den Prix Transparence 2018

Sie entlarven Missstände, bringen Licht in weggesperrte Dossiers. Medienschaffende realisierten im letzten Jahr mithilfe der Öffentlichkeitsgesetze zahlreiche relevante Beiträge. Eine Auswahl davon ist für den Prix Transparence 2018 von Öffentlichkeitsgesetz.ch nominiert. 

 

 

Urs P. Gasche

Infosperber,
9. Januar 2018

Mit Anwälten hatte sich Swissmedic dagegen gewehrt, Firmenexperten zu nennen, die das umstrittene Krebsmedikament Folotyn des Herstellers Mundipharma begutachtet hatten. Nach einem vierjährigen Rechtsstreit musste die Pharmaaufsicht einlenken. «Infospreber» konnte mit den Dokumenten belegen, dass die Gutachter nicht unbefangen waren. Zwei Sachverständige sind Vizepräsidenten und der dritte ist Senior Director von Allos Therapeutics, einer Firma, welche die Rechte am Krebsmedikament in den USA und Kanada besitzt. 

Mehr…


Das Geld des Investors, die Bergbahnen und die Medien

Alles in Ordnung? Investor Vitek erklärt sich am 6. Dezember an einer Informationsversammlung über die Zukunft der Bergbahnen in Crans-Montana. (Foto: Keystone/Maxime Schmid)

Von Julia Rippstein. Um Licht in Finanzflüsse des tschechischen Milliardärs Radovan Vitek zu bringen, verlangten Westschweizer Medien Zugang zu Geschäftsberichten der Bergbahnen Crans-Montana. Nach heftigem Widerstand lenken die betroffenen Walliser Gemeinden jetzt ein. 

Zugangsgesuche hatten Journalisten von Canal9 und Le Nouvelliste bei den Walliser Gemeinden Crans-Montana, Lens und Icogne eingereicht. Die Berichte – so ihre Vermutung – enthielten Hinweise auf mögliche Straftaten, zu denen es bei der Reapitalisierung der Bergbahnen durch den Investor gekommen sein könnte.

Mehr…


Nyon muss Fragen zur Einbürgerung veröffentlichen

Büffeln für den Schweizerpass: Ausländer bereiten sich in einem Staatskundekurs auf den Einbürgerungstest vor. (Foto: Keystone/Gaetan Bally)

Von Julia Rippstein. Nyon muss die Fragen veröffentlichen, welche sie Einbürgerungskandidaten stellt. Das Waadtländer Kantonsgericht hat die Beschwerde eines Bürgers zugelassen.

 

Am Anfang stand die Weigerung des Gemeinderates, einer Portugiesin das Schweizer Bürgerrecht zu gewähren. Auch deren Ehemann, ein italienischer Secondo, musste den Einbürgerungstest zweimal ablegen. Der Fall der gut integrierten Familie sorgte 2017 für öffentliche Diskussionen. 

Mehr…


«Die Behörden daran erinnern, dass es ein Gesetz gibt»

Will als «Watchdog» Originaltext sehen: Lokaljournalist Chillier. (Foto: zVg)

MAKING-OF Guillaume Chillier, Journalist bei La Liberté, kämpft im Lokalen für mehr Transparenz. Mit Verlautbarungen gibt er sich nicht zufrieden, sondern verlangt die Originaldokumente. Aus Prinzip.

Die Medienkonferenz fand im Juli 2017 statt. Präsentiert wurde das Ergebnis einer externen Prüfung. Thema waren die Seilbahnen von Charmey (FR). Die Verantwortlichen fassten die Befunde vor den versammelten Medienleuten zusammen: Nachholbedarf bei der Governance, beim Finanzmanagement und bei der operativen Strategie.

Mehr…