Mittwoch, 4. November 2026 |
16:30 Uhr

Rechtsverfahren für den Informationszugang seien zumutbar: Jürg Wichtermann vom Verband Bernischer Gemeinden. (Foto: Adrian Reusser/Keystone)
Von Eva Hirschi. Spam-Ordner, Teilzeitpensen, hoher Aufwand: Jürg Wichtermann nennt mehrere mögliche Gründe, warum zwei Drittel der Berner Gemeinden auf ein Zugangsgesuch nicht reagiert haben. Ein Problem sieht der Geschäftsführer des Verbands Bernischer Gemeinden trotzdem nicht.
Bern führte 1995 als erster Kanton – 11 Jahre vor dem Bund – das Öffentlichkeitsprinzip ein. Dennoch schneiden Berner Gemeinden in der Transparenz-Studie schlecht ab. Jürg Wichtermann, Geschäftsführer des Verbands Bernischer Gemeinden, war von 2008 bis 2021 Stadtschreiber von Bern und zuvor beim Amt für Gemeinden und Raumordnung tätig. Im Interview ordnet er die Ergebnisse aus Gemeindesicht ein.
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Dienstag, 29. September 2026 |
11:30 Uhr

Auch in der Schweiz ein Phänomen und für Behörden eine Herausforderung: Staatsverweigerer bei einem «Reichsbürger»-Treffen in Darmstadt. (Foto: Boris Roessler/Keystone)
Von Michelle Isler. Die Thurgauer Verwaltung lehnte den Zugang zum Leitfaden «Umgang mit Staatsverweigerern» zunächst ab. Dank eines Schlichtungsverfahrens konnte die «Thurgauer Zeitung» das Dokument einsehen und darüber berichten – unter Auflagen.
Für andere Kantone ist ein Leitfaden im Internet aufzufinden. Die Thurgauer Behörden argumentierten, eine Herausgabe gefährde die Sicherheit von öffentlichen Organen. Im Gespräch einigten sich Zeitung und Verwaltung auf die Herausgabe von zwei Versionen: ungeschwärzt für das Hintergrundwissen, geschwärzt für den Medienbericht.
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Montag, 21. September 2026 |
13:09 Uhr
«Das ist maximal ungeschickt»: Öffentlichkeitsbeauftragter Lobsiger im Gespräch im Café Transparence.
Von Céline Graf. Im Café Transparence zog der Öffentlichkeitsbeauftragte des Bundes, Adrian Lobsiger, Bilanz über 20 Jahre Öffentlichkeitsgesetz. Kritik übte er an Blockadetaktiken der Bundesverwaltung und am Bundesrat.
«Man ist immer für das Öffentlichkeitsgesetz, ausser man ist dummerweise gerade im Zentrum eines Skandals.» EDÖB Adrian Lobsiger gab im Café Transparence Einblick in den Umgang der Bundesverwaltung mit dem Gesetz.
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Mittwoch, 16. September 2026 |
06:15 Uhr

Schweizer Unterstützung für klimaschädliche Stromproduktion: Gaskraftwerk in Polen.
Die Exportrisikoversicherung SERV verweigert klimarelevante Projektinformationen mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse. Peter Bosshard kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass damit eher politische Peinlichkeiten vermieden und die Rechenschaftspflicht umgangen werden sollen.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) «unterstützt den Aufbau von transparenten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rechenschaftspflichtigen Institutionen in seinen Partnerländern», hält es zum Thema der wirtschaftlichen Gouvernanz fest. Selbst geriet es wegen seines Umgangs mit dem Öffentlichkeitsprinzip wiederholt in die Kritik.
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Mittwoch, 9. September 2026 |
13:48 Uhr

Lückenhafter Aktenpfad: F-35A-Modell bei einem Medienanlass der Schweizer Luftwaffe 2022 in Emmen. (Foto: Urs Flüeler/Keystone)
Von Martin Stoll. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates rügt erhebliche Mängel bei der Aktenführung zur F-35-Beschaffung. Sie erschweren Untersuchungen und den Vollzug des Öffentlichkeitsgesetzes.
Die GPK-N hält in ihrem Bericht zum F-35A fest, dass entgegen den geltenden Vorschriften nicht alle geschäftsrelevanten Dokumente abgelegt wurden. Die fehlende Dokumentation habe ihre Untersuchung «erheblich» erschwert.
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