Kategorie:Bundesverwaltung

Der Bundesrat will eine transparente Finanzkontrolle

Weniger schwarz und geringere Gebühren: EFK-Direktor Kurt Grüter verspricht Transparenz (Foto:Keystone)

Von Martin Stoll. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) wird vom Bundesrat zur Transparenz verpflichtet. Diese will jetzt «weniger einschwärzen, wirklich nur, was zwingend notwendig ist.»

2011 hatte die EFK verlangt, vom Öffentlichkeitsgesetz ausgenommen zu werden, nachdem sie Medienschaffenden Berichte zugänglich machen musste, die teils gravierende Missstände in der Verwaltung dokumentierten. Es ging um Reporte über das Chaos bei der Immobilienbewirtschaftung der Armee oder zur irregulären Beschaffungspraxis der Generalsekretariate.

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Der Nachrichtendienst möchte die Schotten dicht machen

Von Martin Stoll. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) verlangt mehr Ermittlungskompetenzen für weniger Transparenz: Er möchte sich weitgehend vom Öffentlichkeitsgesetz dispensieren lassen. 

«Zum Teil beträchtlicher Aufwand»: Der Nachrichtendienst behandelte in drei Jahren fünf Gesuche - und lehnte alle ab. (Foto: Keystone)

Das neue Nachrichtendienstgesetz, das der Bundesrat vor Wochenfrist in die Vernehmlassung gab, sieht einen deutlichen Ausbau der Überwachungskompetenzen vor. Der Schweizer Geheimdienst soll in Zukunft in Computer eindringen, Telefone im Inland überwachen und bei Cyber-Attacken aktiv zurückschlagen können. Von der Öffentlichkeit bislang unbemerkt blieb: Der Dienst will nicht nur mehr Kompetenzen, sondern auch deutlich weniger Transparenz.

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Käse vom Amt

Käseproduktion: Warum soll geheim bleiben, wer dafür Subventionen kassiert? (Foto: Keystone)

Von Otto Hostettler, Beobachter. Das Bundesamt für Landwirtschaft will eine Liste von Subventionsempfängern nur herausgeben, wenn der Beobachter 275’000 Franken zahlt.

Niemand soll wissen, welche Milchverarbeiter und Käsereien wie viel aus dem 300-Millionen-Topf der sogenannten Verkäsungszulage erhalten. Seit über einem Jahr verweigert das Bundesamt für Landwirtschaft dem Beobachter diese Auskunft. Es handle sich um «geschützte Personendaten», die zudem nicht von öffentlichem Interesse seien. Eigenartig, denn die Verkäsungszulage ist ein zentrales Instrument der neuen Milchmarktordnung. Bis heute ist unklar, ob die Zulage tatsächlich den Bauern einen besseren Milchpreis garantiert oder ob vor allem die grossen Milchverarbeiter profitieren.

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Keine Lust auf lästige Regeln

Sofortmassnahmen angeordnet:  Armasuisse-Chef Ulrich Appenzeller mit Bundesrat Ueli Maurer. (Foto: Keystone)

Von Martin Stoll. Armasuisse boykottierte wiederholt das Öffentlichkeitsgesetz. Jetzt wurden die Rüstungsbeschaffer des Bundes gerüffelt.

Seit sechseinhalb Jahren ist die Bundesverwaltung gesetzlich zur Transparenz verpflichtet. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in denen sich Verwaltungsstellen in krasser Weise um die Transparenzregeln foutieren. Der neuste Fall kommt von Armasuisse, der Rüstungsstelle des Bundes. Diese verwaltet im Auftrag der Öffentlichkeit für Milliarden Immobilien und kauft jedes Jahr für viel Steuergeld Rüstungsgüter ein. Die Umsetzung des Öffentlichkeitsgesetzes (BGÖ) scheint das Amt wenig zu interessieren.

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Migrationsamt beschönigt Situation in Ungarn

Empfangsstelle des Bundesamts für Migration in Chiasso (key). Empfangsstelle des Bundesamts für Migration in Chiasso (Foto: Keystone).

Von Marcel Hänggi, Öffentlichkeitsgesetz.ch. Das BFM beschönigt in einem internen Bericht die Menschenrechtslage in Ungarn, berichtet die Zentralschweiz am Sonntag.

Stellt jemand in der Schweiz einen Asylantrag, der das auch schon in einem anderen Saat getan hat, der Mitglied des Dublin-Vertragswerks ist, so darf die Schweiz diese Person in diesen anderen Staat abschieben. Vorausgesetzt, die Person kann in diesem Staat eine menschenwürdige und rechtstaatliche Behandlung erwarten. 

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