Generalsekretariat EDA (GS-EDA)
Reynald Vauthier
Freiburgstrasse 1303003 Bern
Tel. 058 464 30 57
E-Mail: reynald.vauthier@eda.admin.ch
Daniel Ladanie-Kämpfer
Freiburgstrasse 1303003 Bern
Tel. 058 460 59 71
E-Mail: daniel.ladanie-kaempfer@eda.admin.ch
Web
http://www.eda.admin.ch/eda/de/home.html
Von 2007 bis 2024 wurden bei der Verwaltungseinheit
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Gegen einen Zugangsentscheid des Amtes wehrten sich
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Laut EDÖB und Gerichten hat das Amt das
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| Datum | Thema | Gesuchsteller | Ergebnis |
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| 11.11.2025 |
Empfehlung EDA: Zugänglich gemachte Dokumente
Zugänglich gemachte Dokumente sind öffentlich
Empfehlung des Eidg. Öf… Mehr… Zugänglich gemachte Dokumente sind öffentlich Empfehlung des Eidg. Öffentlichkeitsbeauftragten vom 11. November 2025 Wer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was: Ein Journalist (Zugangsgesuchsteller) stellte beim EDA am 24. April 2025 gestützt auf das BGÖ ein Gesuch um Zugang zu einer Übersicht über sämtliche BGÖ-Gesuche, die von zwei Personen (Antragssteller) seit dem 7. Oktober 2023 gestellt wurden. Gefordert wurde eine Übersicht, aus der hervorgeht, wann das jeweilige Gesuch gestellt wurde, was der Inhalt des Gesuchs war, ob Einsicht gewährt wurde und ob ein Schlichtungsverfahren verlangt bzw. durchgeführt wurde. Das EDA gewährte am darauffolgenden Tag Einsicht in die entsprechende Übersicht. Fünf Tage später, am 30. April 2025, verlangte der Journalist um Zugang zu sämtlichen Dokumenten, in welchen den beiden Antragsstellern Einsicht gewährt wurde. Das EDA informierte die betroffenen Drittpersonen (Antragssteller) über das Zugangsgesuch und wies sie darauf hin, dass das Prinzip access to one, access to all gelte. Es machte den Vorschlag, dass die Antragssteller dem Journalist alle Dokumente und auch die Korrespondenz zwischen ihnen und dem EDA übermittelt. Die beiden Personen waren damit nicht einverstanden. Das EDA wollte deshalb auf die Zustellung der Korrespondenz verzichten, rückte jedoch nicht vom Standpunkt ab, dass auch der Zugangsgesuchsteller Anspruch auf den Zugang zu den amtlichen Dokumenten hat. Die beiden Personen reichten daraufhin einen Schlichtungsantrag beim EDÖB ein. BGÖ-Artikel: Rechtsmissbrauch (Art. 1; Art. 6 Abs. 1 BGÖ) – Sachlicher Geltungsbereich (Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 5 BGÖ) – Grundsatz des gleichen Zugangs für jede Person (Art. 6 Abs. 1 BGÖ i.V.m. Art. 2 VBGÖ) – Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ) – Schutz der Privatsphäre Dritter (Art. 7 Abs. 2 BGÖ) – Bekanntgabe von Personendaten (Art. 9 Abs. 1 und 2 BGÖ i.V.m. Art. 36 Abs. 3 DSG) – Legitimation Schlichtungsantrag (Art. 13 BGÖ) Entscheid: Der EDÖB empfiehlt dem EDA, den Zugang zu den verlangten Dokumenten zu gewähren. Begründung: Legitimation Schlichtungsantrag (Art. 13 BGÖ): Das EDA stellt in Frage, ob die Antragsteller überhaupt zur Stellung eines Schlichtungsantrags legitimiert sind. Gegenstand des Verfahrens seien bereits herausgegebene Dokumente, die keiner Person zugeordnet werden können. Nach Ansicht des EDA besteht deshalb kein direkter Personenbezug. Der EDÖB erwähnt, dass es das EDA selbst war, das die Antragsteller nach der erfolgten Anhörung darauf aufmerksam machte, einen Schlichtungsantrag zu stellen. Es seien keine Gründe ersichtlich, weshalb von der ursprünglichen Einschätzung des EDA abzuweichen ist. Auch waren die zugänglich gemachten Dokumente Gegenstand von verschiedenen Medienberichten, weshalb auch Rückschlüsse auf die Person denkbar sind. Der EDÖB bejaht deshalb die Legitimation. Sachlicher Geltungsbereich (Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 5 BGÖ): Antragsteller B macht geltend, dass der sachliche Anwendungsbereich des BGÖ nicht greife, da es sich bei den ihnen gewährten Dokumenten um ein nicht streitiges Verwaltungsverfahren handle. Das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten sei ein Verfahren der Verwaltungsrechtspflege, weshalb das BGÖ in einem solchen Verfahren nicht gelte. Der EDÖB widerspricht dieser Auffassung. Er erwähnt, dass die Ausnahme vom sachlichen Geltungsbereich für nicht streitige Verwaltungsverfahren der Kollision mit spezialgesetzlichen Akteneinsichtsrechten der Staats- und Verwaltungsrechtspflege diene. Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 5 BGÖ beziehe sich auf streitige verwaltungsrechtliche Verfahren, in deren Verlauf erstinstanzliche Verfügungen angefochten werden. Auf nicht streitige Verwaltungsverfahren finde das BGÖ Anwendung (Art. 3 Abs. 1 Bst. b BGÖ e contrario). Vorbehalten seien dabei nur die Einsichtsrechte nach Art. 26 f. VwVG, die vorliegend jedoch nicht greifen. Der EDÖB ist deshalb der Ansicht, dass das BGÖ Anwendung findet. Rechtsmissbrauch (Art. 1; Art. 6 Abs. 1 BGÖ): Antragsteller B macht weiter geltend, dass das Zugangsgesuch dazu diene, die Recherchetätigkeit einer Privatperson auszuspionieren. Antragsteller A ist der Auffassung, dass die Recherchetätigkeit von Medienschaffenden ausspioniert werde. Beides würde dem Zweck des BGÖ zuwiderlaufen und sei deshalb rechtsmissbräuchlich. Der EDÖB erwähnt, dass das BGÖ keine Vorgabe zum Zweck eines Zugangsgesuch mache. Dies komme auch darin zum Ausdruck, dass ein Zugangsgesuch nicht zu begründen sei. Rechtsmissbrauch sei deshalb nur sehr selten anzunehmen, bspw. dann, wenn Zugangsgesuche das Funktionieren der Verwaltung zu stören beabsichtigen. Vorliegend sei das Zugangsgesuch klar eingegrenzt und der Zweck, weshalb der Zugangsgesuchsteller die Dokumente haben will, unbeachtlich. Der EDÖB erkennt deshalb kein rechtsmissbräuchliches verhalten. Grundsatz des gleichen Zugangs für jede Person (Art. 6 Abs. 1 BGÖ i.V.m. Art. 2 VBGÖ): Das EDA ist der Auffassung, dass aus Art. 2 VBGÖ ein Anspruch auf Zugang zu den Dokumenten besteht. Antragsteller A ist der Ansicht, dass daraus nicht folge, dass das EDA dem Zugangsgesuchsteller mitteilen darf, welche Dokumente zugänglich gemacht wurden. Auch Antragsteller B macht geltend, dass es ein Unterschied sei, weil die Dokumente in Bezug auf ihre Personen herausgefordert werden. Der EDÖB erwähnt, dass Art. 2 VBGÖ die vorliegende Konstellation nicht voll erfasst. Der Gesuchsteller verlangt sämtliche Dokumente, die bestimmten Personen gewährt wurden. Es bestehe deshalb ein bestimmter Personenbezug. Nach der Ansicht des Beauftragten ist das Zugangsgesuch deshalb nach Art. 7 – 9 BGÖ zu beurteilen. Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ): Antragsteller A ist der Auffassung, dass die erstrittenen Gesuche Gegenstand jahrelanger Bemühungen und Streitigkeiten mit dem EDA seien. Die Recherchetätigkeit, die dem Berufs- und Geschäftsgeheimnis unterliege, würde durch die Gewährung des Zugangs ausspioniert. Zudem sei das Redaktionsgeheimnis auch nach Art. 17 Abs. 3 BV geschützt. Der EDÖB widerspricht auf ganzer Linie: Medienschaffende fallen nicht unter die geschützten Berufsgruppen nach Art. 321 Abs. 1 StGB bei denen ein Berufsgeheimnis besteht. Das Berufsgeheimnis sei deshalb nicht einschlägig. Auch ein Geschäftsgeheimnis sei nicht zu erkennen, da die Dokumente bereits zugänglich gemacht wurden und die darin enthaltenen Informationen als öffentlich gelten. Zudem sei nicht dargetan, wie die Offenlegung der Korrespondenz zwischen A bzw. B und dem EDA Marktverzerrungen begründen könnten (objektives Geheimhaltungsinteresse). In Bezug auf das Redaktionsgeheimnis aus Art. 17 Abs. 3 BV macht der EDÖB geltend, dass das Verfahren nicht zum Gegenstand hat, dass ein Medienschaffender Quellen seiner Informationen preisgeben muss. Schutz der Privatsphäre Dritter (Art. 7 Abs. 2 BGÖ) – Bekanntgabe von Personendaten (Art. 9 Abs. 1 und 2 BGÖ i.V.m. Art. 36 Abs. 3 DSG): Antragsteller A macht geltend, seine Personendaten müssten geheim bleiben, da kein überwiegendes öffentliches Interesse an deren Offenlegung bestehe und er keine Person des öffentlichen Lebens sei. Konkrete Gründe, weshalb seine Privatsphäre durch die Offenlegung beeinträchtigt würde, legt er jedoch nicht dar. Antragsteller B behauptet, die Einsichtsgewährung würde seine Recherchetätigkeit sowie weltanschauliche und politische Überzeugungen offenbaren, liefert dafür aber keine Belege und benennt auch keine spezifischen datenschutzrechtlichen Normen, die verletzt würden. Beide Antragsteller zeigen somit keine konkreten privaten Schutzinteressen auf, die eine Zugangsbeschränkung rechtfertigen könnten. Das EDA führt gleichzeitig aus, die fraglichen Dokumente enthielten keine relevanten Personendaten und selbst ein möglicher Personenbezug würde keine wesentliche Beeinträchtigung der Privatsphäre bewirken, zumal die Antragsteller die erhaltenen Informationen regelmässig selbst öffentlich machten. Der EDÖB kommt daher nach einer Interessenabwägung zum Schluss, dass keine plausible oder nachgewiesene Gefährdung der Privatsphäre von A oder B besteht und das öffentliche Interesse an Transparenz und der Kontrolle des Verwaltungshandelns überwiegt. Entsprechend empfiehlt der EDÖB, den Zugang zu den verlangten Dokumenten zu gewähren. |
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| 07.06.2024 |
Empfehlung EDA: Strassenverkehrswiderhandlungen durch Diplomat:innen
Strassenverkehrswiderhandlungen durch Diplomat:innen
Empfehlung des… Mehr… Strassenverkehrswiderhandlungen durch Diplomat:innen Empfehlung des Eidg. Öffentlichkeitsbeauftragten vom 7. Juni 2024 Wer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was: Ein Journalist beantragte am 3. Januar 2024 beim EDA gestützt auf das BGÖ um Zugang zu den Länderstatistiken über Strassenverkehrswiderhandlungen von ausländischen Diplomaten für die Jahre 2022 und 2023. Das EDA teilte mit, dass für 2023 noch keine entsprechende Liste vorliegt. Für 2022 gewährte es teilweise Zugang, schwärzte jedoch fünf Spalten vollständig: Spalte B («Land»), Spalte E («Anzahl der Mitarbeiter laut CD/CC-Liste»), Spalte F («Bussgeld pro Mitarbeiter laut CD/CC-Liste»), Spalte J («Meistgenanntes Kennzeichen») und Spalte L («Kennzeicheninhaber»). Das EDA begründete die Schwärzungen mit aussenpolitischen Interessen, da ungeschwärzte Daten Rückschlüsse auf einzelne Botschaften ermöglichen könnten, was diese verärgern könnte. Zudem seien die Schwärzungen aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen notwendig, da es sich um besonders schützenswerte Personendaten handelt. Weiterhin wies das EDA darauf hin, dass die Liste unvollständig sei, wodurch die Gefahr bestehe, ein falsches Bild zu vermitteln. Der Antragsteller hielt die Schwärzungen für inakzeptabel und argumentierte, dass andere Staaten ähnliche Angaben veröffentlichen, weshalb die aussenpolitischen Interessen nicht wirklich gefährdet seien. BGÖ-Artikel: Beeinträchtigung der aussenpolitischen Interessen oder der internationalen Beziehungen der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) Entscheid: Das EDA kann an der teilweisen Schwärzung festhalten, hat jedoch, in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips, die Spalte F ganz und die Spalte L – unter Abdeckung der Personendaten – offenzulegen. Begründung: Die Ausnahmebestimmung aus Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ greift, wenn durch den Zugang zu amtlichen Dokumenten die aussenpolitischen Interessen oder die internationalen Beziehungen der Schweiz beeinträchtigt werden können. Grundsätzlich können alle Bereiche der internationalen Beziehungen betroffen sein, in denen der Bund kein Interesse an der Veröffentlichung amtlicher Informationen hat. Dies kann rechtliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle, soziale oder militärische (u.a.) Beziehungen umfassen. Die Beeinträchtigung kann unmittelbar durch die Enthüllung der Informationen oder mittelbar durch die Verärgerung eines Staates aufgrund der Veröffentlichung von Informationen entstehen, die ihn oder seine Staatsangehörigen betreffen. Die potenzielle Schädigung durch die Offenlegung der Daten muss jedoch bedeutend sein und es muss eine ernsthafte Gefahr bestehen, dass sie eintritt. Aufgrund der politischen Natur dieses Bereichs ist die gerichtliche Überprüfung beschränkt, und den Behörden steht ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dennoch müssen das Handeln der Behörde und die Gründe für ihre Entscheidungen nachvollziehbar und sachlich sein. Der Beauftragte anerkennt diesen Spielraum der Behörde und hält die Erklärungen des EDA für nachvollziehbar. Daher erkennt er das Vorliegen einer Ausnahme gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ an und hält die Schwärzungen grundsätzlich für gerechtfertigt. Dennoch empfiehlt der Beauftragte, die Offenlegung der Spalte F zu gestatten, da er kein Schadenspotenzial sieht, da dadurch die Zuordnung zu einer spezifischen Vertretung immer noch nicht möglich ist. Ferner empfiehlt der Beauftragte auch bei der Spalte L lediglich die Schwärzung von personenbezogenen Daten und nicht die gesamte Spalte. |
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| 23.01.2023 |
Empfehlung EDA: Steuerstreit und mobile Kommunikation
Steuerstreit dauert an- Korrespondenzen bleiben solange geheim Mehr… Steuerstreit dauert an- Korrespondenzen bleiben solange geheim Wer: Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten Was: Ein Journalist hatte vor einigen Jahren um Zugang zu Dokumenten ersucht, die in Zusammenhang mit dem Steuerstreit mit den USA stehen. Konkret ging es dabei um Korrespondenzen von und mit dem (Vize-)Direktor des BJ. Das Bundesverwaltungsgericht hat im 2015 geurteilt, die Dokumente dürften erst zugänglich gemacht werden, wenn der Steuerstreit abgeschlossen sei (vgl. unten). Nun gelangt der Journalist in der Sache an das EDA (sowie an das BJ und an das SIF, siehe gleichentags ergangene Empfehlungen), und beantragt den Zugang zu den damals verlangten Korrespondenzen. Zusätzlich zu den damals verlangten Korrespondenzen per Mail verlangte er neu auch die Korrespondenzen per SMS, Whatsapp oder anderen Messengerdiensten, sowie eine Liste der in die Sache involvierten Behördenmitglieder. Das EDA verweigerte den Zugang: Einerseits sei der Steuerstreit nicht abgeschlossen, andererseits existierten weder amtliche Dokumente mit den Messenger-Korrespondenzen noch eine Liste der Behördenmitgliedern. BGÖ-Artikel: Sachlicher Geltungsbereich (Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 3 BGÖ) – Amtliches Dokument (Art. 5 BGÖ) – Einfacher elektronischer Vorgang (Art. 5 Abs. 2 BGÖ) – Zum persönlichen Gebrauch bestimmtes Dokument (Art. 5 Abs. 3 Bst. c BGÖ i.V.m. Art. 1 Abs. 3 VBGÖ) – Beeinträchtigung der aussenpolitischen Interessen oder der internationalen Beziehungen der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) – Wirtschafts-, geld- und währungspolitische Interessen der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ) Entscheid: Der Journalist erhält teilweise recht. Begründung: Liste mit involvierten Behördenmitgliedern Das BGÖ verpflichtet nicht zur Erstellung von noch nicht existierenden Dokumenten. Wenn jedoch Informationen bereits vorhanden sind und diese mittels einfachem elektronischen Vorgang in einem Dokument dargestellt werden können, liegt ein "virtuelles Dokument" vor. Das EDA hat während des Schlichtungsverfahrens wiederholt und für den EDÖB glaubhaft dargelegt, dass keine Liste mit den in die Korrespondenzen involvierten Behördenmitgliedern existieren. Der EDÖB hat keine gegenteiligten Hinweise gefunden, und auch keine, wonach die Liste mittels einfachem Vorgang erstellt werden könnte. Dass das EDA eine solche Liste allenfalls aus den diversen Korrespondenzen erstellen könnte, vermag kein "virtuelles Dokument" darzustellen, da dafür mehrere manuelle Arbeitsschritte erforderlich wären. Korrespondenz per Messengerdienste Das EDA gibt weiter an, über keine Dokumente betreffend mobile Korrespondenz (Korresondenz per Messengerdiensten) zu verfügen. In einem vom Journalisten eingereichten Dokumentarfilm wird aber explizit von mobiler Kommunikation berichtet- so wird etwa eine SMS zitiert, welche die damalige EDA-Vorsteherin dem damaligen Staatssekretär für internationale Finanzfragen geschickt habe. So kann der EDÖB zumindest nicht ausschliessen, dass beim EDA solche Korrespondenz vorhanden waren. Diesfalls wäre das EDA gemäss dem BGÖ verpflichtet, die Dokumente wieder zu beschaffen und im Rahmen der Vorgaben des BGÖ zugänglich zu machen. Allenfalls solle sich das EDA auch dazu äussern, ob und inwiefern es verpflichtet sei, über solche mobile Korrespondenz Nachweis zu führen (entsprechend den Vorgaben des Art. 22 RVOV). Weitere Dokumente zum Steuerstreit Das EDA beruft sich auf zwei Ausnahmen des Öffentlichkeitsprinzips, der Gefahr der Beeinträchtigung der aussenpolitischen Interessen oder der internationalen Beziehungen der Schweiz sowie der Gefährdung von wirtschafts-, geld- und währungspolitische Interessen der Schweiz. Nach Ansicht des EDÖB hat das EDA zwar nicht hinreichend begründet, welche Dokumente welche konkrete Gefährdung auslösen würde. Jedoch verweist er auf das Urteil von 2015: Die konkrete Beurteilung kann solange offenbleiben, als der Steuerstreit mit den USA andauere. Hier habe das EDA überzeugend erklärt, wieso dieser noch nicht als abgeschlossen gelten könne. Insbesondere verweist es dabei auf eine Stellungnahme des SIF, welche sachlich für die Verhandlungen zuständig ist: Gemäss SIF seien nicht alle Verfahren abgeschlossen, es würden noch Bewährungsfristen laufen, in jüngerer Zeit seien weitere Zusatzvereinbarungen abgeschlossen worden und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Vereinbarungen hinzukommen. Insgesamt kann somit der Zugang zu den Dokumenten weiterhin aufgeschoben werden. |
Medienschaffender | |
| 10.08.2022 |
Empfehlung EDA : informations relatives à un courrier
Le DFAE prouve sa bonne foi : Des documents qui n’existent pas ne peuv… Mehr… Le DFAE prouve sa bonne foi : Des documents qui n’existent pas ne peuvent être transmis. Recommandation du proposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) du 10 août 2022 Qui : Département fédéral des affaires étrangères DFAE Quoi : Le 29 février 2012, un citoyen s’était adressé par courriel à Monsieur le Conseiller fédéral Didier Burkhalter pour lui faire part de problématiques d’ordre privé en lien avec la propriété d’un terrain situé à l’étranger. Par courrier du 4 avril 2012, M. le Conseiller fédéral Didier Burkhalter a répondu au citoyen. Conformément à la LTrans, le citoyen a déposé, le 9 mars 2022, une demande d’accès adressée au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) concernant « toute l’information annexe relative à la lettre ci-jointe du 4.4.2012 du CF Didier Burkhalter ». Le 8 avril 2022, le DFAE a informé le demandeur qu’il ne pouvait pas donner suite à sa demande car les « recherches [entreprises par le DFAE] ont démontré qu’il n’existe plus de documents officiels au sens de la LTrans auxquels l’accès pourrait être accordé en relation avec la réponse […] du chef de Département de l’époque, Monsieur Didier Burkhalter». Articles de la LTrans : Documents officiels (art. 5 LTrans) Décision : Le Département fédéral des affaires étrangères maintient sa position, à savoir qu’il n’existe pas de documents officiels en relation avec la demande d’accès. Justification : le Préposé a entrepris des clarifications complémentaires tant auprès du citoyen que de l’autorité. Dans le cadre de ces dernières, le DFAE a répété qu’il ne disposait pas de documents en lien direct avec la demande d’accès. Il a également précisé que les anciennes demandes d’accès entretenaient pour la plupart un lien avec un litige purement privé dans lequel le DFAE n’était matériellement pas impliqué et qu’il ne disposait plus d’autres documents que ceux déjà transmis au cours des années précédentes. Le citoyen a fait part de ces doutes quant à l’inexistence de documentation mais n’a pas fourni au Préposé d’éléments pertinents ou d’indications permettant de mettre en doute la vraisemblance de la position ou la bonne foi du DFAE. Suite aux clarifications complémentaires, le Préposé n’a pas découvert d’informations qui remettraient en cause la position du DFAE. Il constate, vu les renseignements complémentaires remis par le DFAE, que ce dernier a, au fil des années et jusqu’à présent, tenté de répondre au mieux aux multiples demandes d’accès du citoyen en lui remettant de nombreux documents officiels. Un traitement différent dans le cas présent semble peu probable. En considération des demandes d’accès nombreuses et parfois très similaires déposées, le Préposé souhaite attirer l’attention sur l’importance du principe de bonne foi, Du point de vue du Préposé, le DFAE a démontré de manière vraisemblable ne pas être en possession des documents souhaités. Le citoyen n’a pas d'éléments permettant de mettre en doute la position de l’autorité. Il convient par conséquent de partir du principe que, pour les motifs évoqués, le DFAE ne possède pas la documentation souhaitée et qu’il ne peut par conséquent pas y accorder l’accès. |
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| 09.08.2022 |
Empfehlung EDA : Autorisation extraordinaire
Un employé retraité décoré par le Mexique n’est plus fonctionnaire et… Mehr… Un employé retraité décoré par le Mexique n’est plus fonctionnaire et donc pas de LTrans . Recommandation du proposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) du 9 août 2022 Qui : Département fédéral des affaires étrangères DFAE Quoi : Un citoyen a déposé, le 30 mars 2022, une demande d’accès adressée au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) dans laquelle il demandait que lui soit fournies « toute la documentation annexe relative et l’Autorisation Extraordinaire donnée à l’Ambassadeur Y. pour recevoir la plus haute décoration octroyée par le Mexique le 3 avril 2012 DOF – Diario Official de la Federación». Le 31 mars 2022, le DFAE a répondu au demandeur qu’il ne disposait pas de documentation à ce sujet étant donné que M. Y. n’était plus un employé du DFAE au moment où la distinction est intervenue. Par courriel du 3 avril 2022, le citoyen a déposé une demande en médiation auprès du Préposé. Il a joint à sa demande en médiation des informations complémentaires en relation avec le cas et toute une liste de liens vers des sites web. Articles de la LTrans : Documents officiels (art. 5 LTrans) Décision : Le Département fédéral des affaires étrangères maintient sa position de ne pas pouvoir accorder l’accès, la documentation demandée n’existant pas. Justification : Le DFAE, en s’appuyant sur la loi sur le personnel, a su justifier de manière vraisemblable le fait que M. Y. n’avait pas reçu la décoration durant ses fonctions auprès du DFAE mais, suite à son départ à la retraite. De ce fait, le DFAE a pu clarifier les raisons pour lesquelles il n’était pas en possession d’une documentation en lien avec la remise de cette décoration. Les explications fournies par le DFAE sont par ailleurs corroborées par l’article daté du 8 février 2019 remis par le citoyen. Ce dernier n’a pas fourni suffisamment d’éléments pertinents permettant de remettre en cause les déclarations de l’autorité. De l’avis du Préposé, l’explication fournie par le DFAE est donc vraisemblable et peut être suivie. En tenant compte des éléments amenés par l’autorité et par le citoyen, le Préposé doit partir du principe que, pour les motifs évoqués, le DFAE ne possède pas la documentation souhaitée par le demandeur et qu’il ne peut par conséquent pas y accorder l’accès |
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| 07.04.2022 |
Empfehlung EDA : verbatim d’une discussion téléphonique du Président de la Confédération
Agir comme président de la Confédération n’est pas soumis à la LTrans.… Mehr… Agir comme président de la Confédération n’est pas soumis à la LTrans. Recommandation du proposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) du 7 avril 2022 Qui : Département fédéral des affaires étrangères DFAE Quoi : Une journaliste a déposé, le 10 mars 2022, une demande d’accès adressée au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) concernant le «verbatim de la discussion téléphonique du 26 février 2022 entre M. Ignazio Cassis et son homologue ukrainien, M. Volodymir Zelensky». Par courriel du 11 mars 2022, le DFAE a informé le demandeur que «le Conseiller fédéral lgnazio Cassis a mené cet entretien en sa qualité de Président de la Confédération et donc de membre et de Président du gouvernement du pays et que, par conséquent, tous les documents y afférents doivent être qualifiés de documents relevant de la sphère du Conseil fédéral. La LTrans, avec son champ d'application personnel limité, ne couvre que les documents officiels de l’administration fédérale. Les documents du gouvernement sont en revanche exclus du droit d'accès». Articles de la LTrans : Champ d’application personnel (art. 2 al. 1 let. a LTrans) Décision : Le Département fédéral des affaires étrangères maintient son refus d’accorder l’accès au document demandé en application de l’art. 2 al. 1 let. a LTrans a contrario. Justification : Pour savoir si la loi sur la transparence s’applique à un conseiller fédéral, il faut déterminer si le conseiller fédéral agit en sa qualité de chef de Département – et donc en tant que chef d’une unité administrative – ou en tant que membre du gouvernement. S’il agit en sa qualité de chef de Département, il est soumis à la loi sur la transparence. Par contre, s’il agit en tant que membre du Conseil fédéral in corpore, il n’est pas soumis à la loi sur la transparence. Tel est le cas lorsqu’il soumet, par exemple, une proposition au Conseil fédéral. De même que le DFAE, le Préposé est également de l’avis que M. Cassis a mené l’entretien téléphonique concerné en sa qualité de Président de la Confédération et non comme Chef du Département fédéral des affaires étrangères. Un document hypothétique y relatif, rédigé suite à cet entretien, serait exclu du champ d’application personnel de la loi sur la transparence, en tant qu’émanant du collège gouvernemental (art. 2 al. 1 let. a LTrans a contrario). Seuls les actes des conseillers fédéraux agissant dans leur fonction de chef de Département sont soumis à la loi sur la transparence. Par conséquent, le Préposé arrive à la conclusion que même si le verbatim requis existait, la loi sur la transparence ne serait pas applicable, raison pour laquelle aucun accès ne peut être accordé. |
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| 19.01.2022 |
Empfehlung EDA: Passagierlisten
Es ist zwar keine Liste vorhanden, aber die Passagierdaten schon Mehr… Es ist zwar keine Liste vorhanden, aber die Passagierdaten schon Wer: Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was: Ein Journalist ersuchte bei der Bundeskanzlei um Zugang zu den Passagierlisten des Bundesratsflugzeugs seit 1. Januar 2017. Die Bundeskanzlei leitete das Gesuch, soweit diese zuständig ist, ans EDA weiter. Das EDA stellte zwar Fluglisten für die Jahre 2017-2021 zu, jedoch nicht die Namen der Passagiere. Diese würden sie separat nachrecherchieren und die Listen manuell ergänzen müssen, was nicht mittels einfachem elektronischen Vorgangs möglich sei. Es liege deshalb kein amtliches Dokument im Sinne des BGÖ vor. BGÖ-Artikel: Einfacher elektronischer Vorgang (Art. 5 Abs. 2 BGÖ) Entscheid: Journalist kann Einzeldaten verlangen. Begründung: Der Journalist argumentierte, dass abgesehen vom EDA alle übrigen Departemente die Listen zur Verfügung gestellt hätten, selbst wenn dies mit einem Mehraufwand verbunden gewesen sei. Er sehe deshalb nicht ein, wieso dies für das EDA nicht auch möglich sei. Das EDA entgegnete, dass es keine systematischen Passagierlisten führe. "Wer wann zu welchem Zweck als Passagier in einem der Bundesratsjets geflogen ist, muss durch Konsultation der politischen Agenda des Departementschefs für jeden Flug einzeln recherchiert und zusammengetragen werden." Für jede der insgesamt 230 Flugbewegungen wäre deshalb mindestens ein separater manueller Arbeitsschritt erforderlich. Für den EDÖB ist diese Erklärung des EDA glaubhaft. Daraus, dass die anderen Departemente entsprechende Listen übermittelt hätten, liesse sich kein Anspruch auf dieselbe Liste des EDA ableiten. Allerdings verweist der EDÖB zum einen darauf, dass aus den Ausführungen klar hervorgeht, dass die fraglichen Daten (Passagierangaben) durchaus bestehen, wenn auch nicht in Form einer Liste. Der Journalist könne deshalb- allenfalls gegen Gebühr - Zugang zu den vorhandenen Einzeldaten verlangen. Diese sind aufgezeichnet auf einem Informationsträger und deshalb vom BGÖ erfasst (Art. 5 Abs. 1 lit. a BGÖ). Zum anderen habe bereits im Jahr 2018 eine Person Zugang zu Passagierlisten erfragt. Das EDA sei gleich vorgegangen (Zustellung Liste mit Flugbewegungen), der Antragssteller habe aber dann später anhand dieser Liste zu einzelnen konkreten Flügen die Passagiernamen verlangt. Diese Informationen seien daher beim EDA schon in Form eines bestehenden Dokuments vorhanden. Gemäss dem Prinzip "access to one, access to all" solle das EDA diese Unterlagen dem Journalisten zugänglich machen. Obwohl das EDA also keine solche Liste herausgeben muss, erkannt der EDÖB, dass die Daten grundsätzlich vorhanden sind und deshalb auch gemäss dem Öffentlichkeitsprinzip zugänglich gemacht werden müssen. |
Medienschaffender | |
| 17.02.2021 |
Empfehlung EDA: Verhaftung iranischen Staatsbürgers
Intransparenz im Namen der Diplomatie Mehr… Intransparenz im Namen der Diplomatie Wer: Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was: Am 21. August 2018 wurde in Bern ein iranischer Staatsbürger verhaftet. Eine Journalistin verlangt nun die Emailkorrespondenz und Datei-Anhänge des EDA, die mit dieser Verhaftung im Zusammenhang stehen. Das EDA verweigert den Zugang vor allem mit dem Schutz der Privatsphäre des verhafteten Mannes. Die Journalistin ist jedoch einverstanden, dass das EDA den Namen des Betroffenen schwärzt. Die Öffentlichkeit habe jedoch ein Interesse daran, zu erfahren, wie die Schweizer Diplomatie funktioniere. Es sei Aufgabe der Medien, dies an einem konkreten Beispiel zu erklären. BGÖ-Artikel: Beeinträchtigung der aussenpolitischen Interessen oder der internationalen Beziehungen (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) – Schutz der Privatsphäre Dritter (Art. 7 Abs. 2 BGÖ) – Schutz von Personendaten (Art. 9 BGÖ) – Bekanntgabe von Personendaten (Art. 19 DSG) Entscheid: Das EDA darf den Zugang verwehren. Begründung: Die Emails und Anhänge stehen im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der Verhaftung des iranischen Staatsbürgers und weisen somit allesamt einen Bezug zu einer konkreten Person auf. Da es um deren strafrechtliche Verfolgung geht, sind diese als besonders schützenswerte Personendaten (Art. 3 Bst. c Ziff. 4 DSG) zu qualifizieren. Da die Daten im Zusammenhang mit einer öffentlichen Aufgabe stehen, prüft der EDÖB, ob an deren Bekanntgabe ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht. Allgemein weist der EDÖB darauf hin, dass «der Geheimhaltung besonders schützenswerten Personendaten erhebliches Gewicht beikommt und eine Bekanntgabe kaum je in Betracht kommen dürfte». Darüber hinaus gibt das EDA zu bedenken, dass «nicht ausgeschlossen werden [kann], dass [der verhaftete iranische Staatsbürger] auch im Iran strafrechtlich belangt werden könnte». Auf der anderen Seite erkennt werde dass EDA noch der EDÖB genügend schwerwiegende öffentliche Interessen: Medienschaffende würden immer ein gewisses öffentliches Interesse vertreten. Jedoch sei es nicht so, dass die Journalistin die Funktionsweise der Schweizer Diplomatie nur an einem konkreten Beispiel erklären könne. Die Journalistin hat weiter nicht dargelegt, dass spezifische öffentliche Interessen (etwa der Schutz der öffentlichen Gesundheit, Ordnung oder Sicherheit) betroffen wären, oder die Daten im Zusammenhang mit wichtigen Vorkommnissen stehen, oder dass die betroffene Person Vorteile aus einer rechtlichen oder faktischen Beziehung zu einer Behörde zieht. Diese Gründe könnten im Ausnahmefall das Geheimhaltungsinteresse der Personendaten aufwiegen, sind aber hier auch gemäss EDÖB nicht vorhanden. Die übrigen in den Emails und Anhängen enthaltenen Informationen, die keine Personendaten darstellen, will das EDA mit Hinweis auf den Schutz aussenpolitischer Interessen oder internationaler Beziehungen: Gemäss EDA müsse damit gerechnet werden, «dass Drittstaaten möglicherweise wenig Verständnis dafür zeigen könnten, dass die Schweiz ein Dossier über die Verhaftung eines ihrer Staatsangehörigen an eine Journalistin herausgibt». Eine Herausgabe könnte auf diplomatischer Ebene als unfreundlicher Akt verstanden werden und damit «Verspannungen auslösen». Der EDÖB erachtet die Argumentation des EDA als nachvollziehbar. Nebst den Beziehungen zum Iran könnten auch jene zur USA beeinträchtigt werden, da die Schweiz seit 1980 die US-Interessensvertretung im Iran wahrnimmt. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung lässt den Behörden zudem ein besonderes Ermessen bei solchen aussenpolitischen und diplomatischen Entscheiden, da solche nur bedingt juristisch kontrollierbar seien. |
Medienschaffender | |
| 12.03.2020 |
Empfehlung EDA: E-Mail-Verkehr EDA-DEZA
EDA hat BGÖ-Vorgaben und Rechtsprechung ungenügend beachtet Mehr… EDA hat BGÖ-Vorgaben und Rechtsprechung ungenügend beachtet Wer: Eidgenössisches Amt für auswärtige Angelegenheiten EDA Was: Ein Journalist fordert den Zugang zum Mailverkehr zwischen EDA-Generalsekretär Markus Seiler und DEZA-Direktor Manuel Sager vom 1. Dezember 2017 bis 31. Oktober 2019 zum Thema internationale Zusammenarbeit (IZA) 2021 – 2024. Das EDA stellt dem Journalisten die E-Mails unter Anonymisierung einiger Personendaten sowie Passagen privaten Inhalts zu. BGÖ-Artikel: Amtliches Dokument (Art. 5 BGÖ) – Schutz der Privatsphäre Dritter (Art. 7 Abs. 2 BGÖ) – Schutz von Personendaten (Art. 9 BGÖ) – Bekanntgabe von Personendaten (Art. 19 DSG) Entscheid: Das EDA muss erneut beurteilen und dabei Vorgaben sowie Rechtsprechung zum BGÖ beachten. Begründung: |
Medienschaffender | |
| 10.04.2018 |
Empfehlung EDA: Dokumente betreffend Bankgeschäfte der Credit Suisse in Mosambik
Dokumente zu Treffen mit EDA über Kreditvergaben in Mosambik werden öf… Mehr… Dokumente zu Treffen mit EDA über Kreditvergaben in Mosambik werden öffentlich Wer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was: Im Herbst- Winter 2017 waren Kreditvergaben der Credit Suisse in Mosambik ein Thema in Politik und Medien. Eine Privatperson verlangte daraufhin Dokumente betreffend die Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation eines vom EDA initiierten Treffens zu diesem Thema. Gegen die beabsichtigte Zugangsgewährung wehren sich verschiedene private Drittparteien. BGÖ-Artikel: Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ) – Zusicherung Vertraulichkeit durch Behörde (Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ) – Schutz der Privatsphäre Dritter (Art. 7 Abs. 2 BGÖ) – Schutz von Personendaten (Art. 9 BGÖ) – Bekanntgabe von Personendaten (Art. 19 DSG) Entscheid: Das EDA soll an ihrem Entscheid, die Dokumente (unter Schwärzung der Namen von Mitarbeitern der Drittpersonen) zugänglich zu machen, festhalten. Begründung: Die beim Treffen anwesenden Drittparteien stützen sich darauf, die fraglichen Informationen freiwillig und unter Zusicherung der Vertraulichkeit abgegeben zu haben, weshalb der Zugang verweigert werden muss. Das EDA widerspricht, und auch der EDÖB verneint; aus den Gesprächsnotizen geht nicht hervor, dass das EDA ausdrücklich die Vertraulichkeit ausdrücklich zugesichert habe. Dies könne ohnehin nur in begründeten Einzelfällen geschehen. Da die fraglichen Personendaten bereits durch die Berichterstattung bekannt sind, ist gemäss EDÖB nicht zu erwarten, dass eine Zugangsgewährung zusätzliche negative Konsequenzen für die Drittparteien hätte, jedenfalls nicht solche, welche über ein zulässiges Mass hinausgeht. Das BVGer hat jüngst bestätigt, dass "kurzfristig unangenehme Folgen, wie eine vorübergehend höhere Medienpräsenz, verbunden mit kritischen Fragen und Kommentaren" für sich alleine nicht ausreichen, um den Zugang zu verweigern. Auf der anderen Seite erkennt der EDÖB ein erhebliches öffentliches Interesse am Thema, welches sich in ausführlicher Medienberichterstattung und verschiedenen parlamentarischen Vorstössen manifestiere. Schliesslich stellen inhaltliche Fehler, Unvollständigkeiten, oder subjektive Ausführungen des Autors in einem Dokument keinen Ausnahmegrund nach Öffentlichkeitsgesetz dar. Der EDÖB verweist in diesem Zusammenhang auf die öffentliche Debatte, in welcher sich auch die Zugangsgegner einbringen können. |
Privatperson | |
| 09.11.2017 |
Empfehlung EDA: Finanzielle Unterstützung für israelische NGOs
Geheime Unterstützung von NGOs zur Friedensförderung
Empfehlung des E… Mehr… Geheime Unterstützung von NGOs zur Friedensförderung Empfehlung des Eidg. Öffentlichkeitsbeauftragten vom 9. November 2017 Wer: Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was: Das EDA unterstützt verschiedene Nichtregierungsorganisationen mit Tätigkeit in Israel. Ein Journalist verlangt und erhält eine Liste, darauf sind die Namen sowie der geleistete Geldbetrag ersichtlich. Das EDA hat drei NGOs von der Liste gestrichen, weil die Bekanntgabe die aussenpolitischen Interessen der Schweiz gefährden könnte. BGÖ-Artikel: Aussenpolitische Interessen oder internationale Beziehungen der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) Entscheid: Das EDA bekommt recht, hält an Zugangsverweigerung fest. Begründung: Die drei NGOs arbeiten im Bereich Friedensförderung, die Vertraulichkeit sei notwendig und entscheidend. Gemäss EDA seien in der Vergangenheit Projekte unter anderem gescheitert, weil vertrauliche Informationen ev. zu früh an die Öffentlichkeit gelangten. |
Medienschaffender | |
| 07.04.2017 |
Empfehlung EDA: Ne pas heurter des sensibilités étrangères.
Documents concernant l’Organisation internationale de Protection civil… Mehr… Documents concernant l’Organisation internationale de Protection civile Recommandation du Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : Un journaliste a déposé, par courriels du 3, 4 et 8 décembre 2015, des demandes d’accès adressées au DFAE concernant des documents en relation avec l’Organisation Internationale de Protection Civile (OIPC). Répondant à l’invitation qui lui a été faite par le DFAE, le demandeur s’est rendu le 5 janvier 2016 dans leurs locaux pour pouvoir y délimiter l’objet de sa requête. Par courriel du 8 janvier 2016, le DFAE a envoyé au demandeur une liste des 16 documents qui ont été requis lors de la rencontre et lui a indiqué qu’il allait évaluer dans quelle mesure l’accès à ces derniers peut être accordé. Par courriel du 12 avril 2016, le DFAE a indiqué au demandeur que l’accès aux documents requis était refusé du fait que cela risquerait de compromettre les intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans). Articles de la LTrans : Dispositions spéciales réservées (art. 4 LTrans) - Intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans) Décision : Le Préposé recommande au DFAE d’accorder un accès partiel aux documents en caviardant, en respect du principe de la proportionnalité, les passages présentant un risque pour les intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales. Le DFAE anonymise également les données personnelles contenues dans les documents conformément aux dispositions de la loi sur la transparence (art. 7 al. 2 et 9 LTrans) et à la jurisprudence y relative. Justification : De l’avis du DFAE, la loi sur la transparence ne s’applique pas dans ce cas en raison de l’art. 30 LEH, en se basant sur la recommandation du Préposé du 16 mars 2017 dans laquelle ce dernier a reconnu en l’art. 30 LEH une disposition spéciale dérogeant à la loi sur la transparence au sens de son art. 4 let. a. Or le Préposé considère que l’art. 30 LEH n’est pas applicable dans le cas d’espèce et, par conséquent, que la procédure d’accès est régie par la loi sur la transparence. Dans un arrêt récent, en se référant à une jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral, le Tribunal administratif fédéral a réexaminé avec une certaine retenue la décision de refus d’accès à des documents en vertu de l’art. 7 al. 1 let. d LTrans. Cette réserve ne porte d’ailleurs que sur l’opportunité politique de la décision et non pas sur l’appréciation juridique du litige. La décision de l’autorité doit être compréhensible, objective et conforme au droit. Le TAF a reconnu que l’autorité, en raison de ses connaissances nécessaires à l’exercice de son activité dans le domaine de la diplomatie et des relations internationales, disposait d’une certaine marge d’appréciation pour déterminer quelles informations seraient en mesure de compromettre les intérêts de la Suisse si elles étaient rendues publiques. Après un examen sommaire des documents concernés et en tenant compte de la prise de position du DFAE, le Préposé constate que les documents contiennent des informations qui sont de nature à engendrer les conséquences décrites par le DFAE. |
Medienschaffender | |
| 16.03.2017 |
Empfehlung EDA : privilèges, immunités et facilités accordés par la Suisse en tant qu’Etat hôte
Documents relatifs à l’acquisition d’une parcelle à des fins officiell… Mehr… Documents relatifs à l’acquisition d’une parcelle à des fins officielles par un pays tiers Recommandation du Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : Une personne privée a déposé, le 29 juin 2016, une demande d’accès adressée au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) concernant : - « La requête d’acquisition à des fins officielles de la parcelle […] du [pays tiers] ; - le préavis du Canton [de Genève] ; - les autorisations de construire cantonales ; - les autorisations requises en matière de sécurité ; - tout autre document en rapport avec les conditions exigées pour une acquisition à des fins officielles conformément à l’art. 16 de la loi fédérale du 22 juin 2007 sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu’Etat hôte (Loi sur l’Etat hôte, LEH, RS 192.12). » Par courriel du 15 juillet 2016, le DFAE a indiqué qu’il n’était pas tenu de par la loi de donner suite à cette requête, pour les raisons suivantes : L’art. 6 LTrans accorde le droit à toute personne de consulter des documents officiels et d’obtenir des renseignements sur leur contenu de la part des autorités. Cependant, ce droit n’est pas absolu et est soumis à certaines limitations. Le DFAE a indiqué être néanmoins disposé, dans le cas d’espèce, à fournir l’accès aux documents car il peut, en tout temps et à bien plaire, aller au-delà de ses obligations légales. Cependant, avant de de donner suite à la requête, il a estimé devoir consulter le canton de Genève. Suite à la consultation du Canton, le DFAE informe « que des éléments se sont fait jour susceptibles, en cas de transmission des documents, de porter atteinte aux intérêts de la Suisse en matière de politique internationale notamment dans le domaine des relations bilatérales entre la Suisse et le [pays tiers], éléments et position que le DFAE ne peut que soutenir ». Articles de la LTrans : Dispositions spéciales réservées (art. 4 LTrans) Décision : Le Préposé estime que par une interprétation de l’art. 30 LEH à la lumière de l’art. 4 a LTrans, les documents relevant de l’application de la loi sur l’Etat hôte ne tombent pas dans le champ d’application la loi sur la transparence. Justification : Le Préposé arrive à la conclusion que les dispositions spéciales priment l’art. 4 let. b LTrans uniquement si elles vont plus loin en matière d’accès à l’information que la loi sur la transparence. En d’autres termes, si une règle spéciale institue un régime d’accès plus sévère que ce que prévoit la loi sur la transparence, elle ne peut pas déroger à cette dernière au sens de son art. 4 let. b. L’art. 30 LEH n’est pas une disposition spéciale réservée au sens de l’art. 4 let. b LTrans permettant d’exclure toute application de la loi sur la transparence. Le Préposé constate qu’il subsiste une contradiction entre le régime d’accès à l’information prévu par la loi sur l’Etat hôte et celui de la loi sur la transparence. Il convient dès lors de coordonner l’application L’art. 30 LEH figure dans une loi fédérale au sens de l’art. 163 al. 1 Cst. Il ne contient pas explicitement les termes « secret » ou « confidentiel », mais instaure des conditions d’accès à l’information plus strictes que celles prévues par la loi sur la transparence. Pour ces raisons, le Préposé est d’avis que lors de l’adoption de l’art. 30 LEH, l’intention du législateur était de soustraire de la loi sur la transparence les documents concernés par l’application de la loi sur l’Etat hôte dans la mesure où il appartient au DFAE seul de se prononcer à ce propos. |
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| 23.12.2016 |
Empfehlung EDA : Rapport sur la Fondation des immeubles pour les organisations internationales
Sur le devoir d’informer des motifs d’exception lors de la médiation… Mehr… Sur le devoir d’informer des motifs d’exception lors de la médiation Recommandation du fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : En 2015, le Contrôle fédéral des finances a informé la délégation des finances qu’un audit effectué à sa demande par la Cour des comptes du canton de Genève avait révélé de graves lacunes au niveau de l’organisation et de la gestion de la Fondation des immeubles pour les organisations internationales (FIPOI). Suite à ces révélations, le DFAE a passé un contrat de mandat avec l’ancien juge fédéral Claude Rouiller portant sur les éventuels dysfonctionnements au sein de la FIPOI. Conformément à la LTrans, un journaliste a déposé, le 14 avril 2016, une demande d’accès adressée au DFAE concernant « le rapport commandé par le Contrôle fédéral des finances à l’ancien juge fédéral Claude Rouiller portant sur le fonctionnement de la Fondation des immeubles pour les organisations internationales (FIPOI) ». Par courriel du 22 avril 2016, le DFAE a pris position sur la demande d’accès et a indiqué au demandeur qu’il n’était pas en mesure de lui fournir le document souhaité du fait que la question de l’accès à ce dernier faisait l’objet d’une procédure de médiation devant le Préposé suite à une demande d’accès au même document déposée par un autre journaliste. Le DFAE a également signalé au demandeur qu’il avait, le cas échéant, refusé d’accorder l’accès au rapport car selon la LTrans, l’accès à des documents officiels peut être refusé si l’accès en question est en mesure de compromettre les intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales de même que si un accès risque de compromettre les relations entre la Confédération et les cantons ou pour des raisons de protection des données personnelles et de protection de la personnalité. Articles de la LTrans : Exécution de mesures concrètes prises par une autorité (art. 7 al. 1 let. b LTrans) - Intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans) - Relations entre la Confédération et les cantons (art. 7 al. 1 let. e LTrans) - Protection de la sphère privée (art. 7 al. 2 LTrans) Décision : Le Préposé arrive à la conclusion que le DFAE, lors de la procédure de médiation, n’a pas su suffisamment motivé l’applicabilité des motifs d‘exception invoqués prévus à l’art. 7 LTrans. En ce qui concerne les données personnelles contenues dans le rapport Rouiller, le Préposé recommande au DFAE d’en réexaminer l’accès en tenant compte de la jurisprudence et des dispositions légales y relatives. Si cela s’avère nécessaire, il consulte les personnes concernées au sens de l’art. 11 LTrans. Dans l’éventualité d’une anonymisation ou d’un refus d’accès, le DFAE, pour des raisons d’économie de procédure, rend directement une décision à ce propos. Justification : L’accès au rapport Rouiller ne peut pas être refusé sur la base de l’art. 7 al.1 let. b LTrans. Le risque de compromission des intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure au sens de l’art. 7 al. 1 let. d LTrans – résultant de la publication du rapport Rouiller – n’a pas été suffisamment démontré. Le DFAE n’a pas suffisamment démontré en quoi la publication du rapport Rouiller risquerait de compromettre les relations entre la Confédération et le canton de Genève au sens de l’art. 7 al. 1 let. e LTrans. |
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| 11.05.2016 |
Empfehlung EDA : Respecter l’entier de la procédure LTrans est indispensable même si la demande est partielle ou peu clairement formulée
Respecter l’entier de la procédure LTrans est indispensable même si la… Mehr… Respecter l’entier de la procédure LTrans est indispensable même si la demande est partielle ou peu clairement formulée Recommandation du fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : Fin 2014, un journaliste a posé une série de questions au Service Information du DFAE, en lien avec les votes de la Suisse à la 3ème Commission de l’AG de l’ONU concernant la résolution (A/RES/69/160) “Lutte contre la glorification du nazisme, du néonazisme et d’autres pratiques qui contribuent à alimenter les formes contemporaines de racisme, de discrimination raciale, de xénophobie et de l’intolérance qui y est associée”. Le DFAE a répondu en allemand à ces questions et a transmis au demandeur la déclaration conjointe remise par la Suisse, le Liechtenstein et l’Islande à l’occasion du vote onusien correspondant. Sur ce, le demandeur a posé sept questions par courriel. Dans cette demande, il s’est explicitement référé à la loi sur la transparence: «Aux yeux de la Loi sur la transparence [...] sommes-nous autorisés à consulter les documents officiels de l’administration fédérale relatifs à la résolution L56 (Lutte contre la glorification du nazisme, du néonazisme et d’autres pratiques), notamment les réponses des organismes compétents à la procédure de consultation?» Le DFAE a répondu en janvier 2015 et fourni des explications détaillées sur les enjeux pour la Suisse, la position de celle-ci, le processus de consultation interne et la suite des opérations Le demandeur a alors pris position par courriel et posé plus de douze questions supplémentaires, tout en répétant les questions posées précédemment. Il s’est à nouveau référé à la LTrans. Sur ce, le Service Information DFAE a proposé d’organiser un entretien, qui a eu lieu le 16 mars 2015 et a réuni le demandeur, un de ses collègues, l’ambassadeur en charge du dossier et le chef de l’information du DFAE. En juin 2015, le demandeur a fait savoir au Service Information DFAE qu’il attendait encore les renseignements suivants: 1.) qui décide des votes de la Suisse à la Commission de l’Assemblée générale de l’ONU; 2.) ainsi que le nom de la personne du Liechtenstein qui a expliqué, à l’ONU, la position de la Suisse ainsi que les modalités de consultation du dossier des consultations relatives à cette résolution. Par un courriel du 4 juin, le DFAE a fait parvenir trois documents «off record» (un document accompagné de deux annexes) au demandeur. Le 17 juin 2015, le demandeur a publié l’article «Etrange : la Suisse ne condamne pas le nazisme à l`ONU». Le même jour, il a déposé une demande en médiation auprès du Préposé qui a informé le Service Transparence DFAE du dépôt de la demande en médiation et lui a imparti un délai de dix jours pour lui transmettre les documents concernés ainsi qu’une prise de position détaillée. Le 31 août 2015, le Service Information DFAE a signalé notamment l’absence de demande d’accès et fait savoir qu’il n’existait pas non plus de motif pour déposer une demande en médiation. Simultanément, il a communiqué au Préposé le document et les deux annexes « off record » que le Service Information DFAE avait fournis au demandeur. Le 15 janvier 2016, le DFAE a pris position et maintenu son refus partiel d’accorder l’accès aux documents requis. Il a allégué qu’il s’agit de documents n’ayant pas atteint leur stade définitif d’élaboration, LTrans, qu’il s’agit de documents officiels exprimant une prise de position dans le cadre de négociations en cours ou futures et qu’une éventuelle divulgation de ces documents risquerait de compromettre les intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales. Articles de la LTrans : Document officiel (art. 5 LTrans) - Intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans) - Prise de position dans le cadre de négociations en cours ou futures (art. 8 al. 4 LTrans) - Obligation de collaborer à la médiation (art. 12b OTrans) Décision : Le Préposé estime que le DFAE n’a, en l’espèce, pas traité la demande d’accès conformément aux dispositions de la LTrans. En outre, le DFAE ne lui a pas démontré pour quelle raison les différents documents ne seraient pas des documents officiels au sens de Justification : Le Préposé retient que le DFAE n’a pas traité la demande d’accès conformément aux dispositions de la LTrans. En particulier, il n’a pas respecté l’obligation de motiver sommairement sa prise de position prévue à l’art. 12, al. 4, LTrans. Dans ses prises de position des 15 janvier et 31 août 2015, le DFAE s’est contenté de répéter globalement au Préposé les raisons exposées au demandeur pour lui refuser l’accès, à savoir l’invocation des art. 5, al. 3, let. b, 7, al. 1, let. d, et 8, al. 4, LTrans, et n’a donc pas fourni de prise de position différenciée, élément par élément. Dans sa motivation, il n’a pas distingué non plus entre les documents officiels existants et les renseignements demandés concernant les informations contenues dans des documents officiels. Dans le cas présent, le DFAE n’a en outre pas fourni tous les documents. Le Préposé retient que le DFAE n’a pas respecté en l’espèce son obligation, prévue à l’art. 12b OTrans, de collaborer à la médiation. De ce fait, il ne peut juger concrètement pour chaque question et chaque document si la LTrans est applicable ou non et si le principe de la présomption d’accès a pu être réfuté par le DFAE. N’ayant pas reçu la totalité des documents liés à l’affaire administrative en question, le Préposé ne peut pas juger quels sont les documents qui remplissent les critères fixés à l’art. 5, al. 1 et 2, LTrans et quels sont ceux qui ne les remplissent pas. Le Préposé ne se prononce par conséquent que sur les raisons invoquées par le DFAE pour refuser l’accès et formule ensuite sa recommandation concernant la suite à donner à la procédure |
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| 18.12.2015 |
Empfehlung EDA : Documents officiels concernant une réception officielle organisée à l’ambassade de Washington
La liste des participants à une réunion du SRC à Washington est d'inté… Mehr… La liste des participants à une réunion du SRC à Washington est d'intérêt public Recommandation du fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : Le 7 mai 2015, un journaliste dépose une demande d’accès adressée au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) demandant l’accès aux documents suivants : 1) « La liste des invités lors des réceptions officielles (y compris apéros, petits déjeuners, déjeuners et dîners) organisés à l’ambassade de Suisse à Washington dans la semaine du 26 août au 1er septembre 2013 ; 2) les e-mails de l’ambassadeur alors en poste concernant la préparation et le débriefing de ces réceptions ; 3) le calcul final concernant les coûts de ces réceptions ». Par email du 17 juin 2015, le DFAE a consulté le Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports (DDPS) sur cette demande, celle-ci le concernant également. Le 23 juin, le DDPS, et le SRC ont communiqué au DFAE leur prise de position et les différents passages des documents concernés qu’il conviendrait de caviarder. Le 8 juillet, le DFAE a accordé l’accès complet à trois documents (deux e-mails concernant la visite du Directeur du SRC, M. Markus Seiler, ainsi qu’un document intitulé « Coffee and Press Conference hostes by Ambassador Sager »). Par contre, le DFAE a expliqué restreindre l’accès à quatre documents: le DDPS souhaite d'un côté que toutes les informations permettant de déterminer le nombre de participants soient caviardées, ainsi que leur identité; et de l'autre côté le DFAE est de l’avis que les informations caviardées sont à même de porter atteinte aux intérêts de politique étrangère de la Suisse. Articles de la LTrans : Exécution de mesures concrètes prises par une autorité (art. 7 al. 1 let. b LTrans) - Sûreté intérieure et extérieure de la Suisse (art. 7 let. c LTrans) - Intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans) - Données personnelles (art. 9 LTrans , art. 19 LPD) Décision : Le Préposé arrive à la conclusion que le DFAE doit consulter selon l’art. 11 LTrans les Etats-Unis et, s’il l’estime nécessaire, les participants suisses concernant l’accès aux données personnelles contenues dans la « Guest List » et dans le « courriel du 28 août 2013 20:10 » puis rend une décision. Par contre, le DFAE accorde l’accès dans le « courriel daté du 28 août 2013 20:10 » au contenu matériel de la première phrase. Pour le surplus, le Préposé est d’avis que le DFAE doit accorder l’accès au reste de ce document et aux autres documents. Justification : Sur la liste des présents, il est possible que le gouvernement américain n’apprécie pas que la Suisse révèle avec quelles agences et personnes spécifiques elle entretient des relations. Pour cette raison de diplomatie, le Préposé pense que le DFAE devrait consulter les Etats-Unis concernant l’accès à la liste des invités américains puis rendre une décision à ce sujet. Le Préposé estime que l’autorité n’a pas apporté de preuve suffisante permettant de renverser la présomption d’accès aux documents officiels instaurée à l’art. 6 al. 1 LTrans concernant les informations sur le nombre de personnes invitées à la réception officielle et sur les noms et fonctions des participants suisses. Le Préposé est d’avis qu’il existe en l’espèce un intérêt public prépondérant à ce qu’il soit accordé l’accès aux noms, prénoms et fonctions des participants suisses (art. 7 al. 2 LTrans et art. 19 al. 1bis LPD). Le dernier document demandé est ce courriel qui contient trois phrases. La première a été entièrement caviardée alors que dans les deux dernières, seuls les noms de deux personnes ont été caviardés. Concernant la première phrase, le Préposé estime que la divulgation du nom, prénom et de la fonction d’un des invités américains pourrait compromettre les relations internationales (art. 7 al. 1 let. d LTrans) et qu’il conviendrait de consulter une nouvelle fois les Etats-Unis. Par contre, concernant le reste de la première phrase ainsi que des deux dernières phrases, le Préposé, contrairement à l’avis exprimé par le DFAE dans sa prise de position, ne voit pas en quoi la divulgation du contenu de ce courriel pourrait, de manière générale ou du moins de manière notable, compromettre les intérêts de la Suisse en matière de politique extérieure et ses relations internationales. En l’occurrence, pour une réception officielle qui a eu lieu il y a plus de deux ans, le contenu du courriel (c’est- à-dire des questions purement organisationnelles) ne paraît réellement pas problématique et ne justifie pas d’admettre les caviardages. Le courriel concerné contenant également les données personnelles (nom, prénom et fonction) de deux participants suisses, il faut analyser la question de leur accès au regard des art. 9 LTrans, 19 LPD et 7 al. 2 LTrans. |
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| 06.10.2015 |
Recommandation Département fédéral des affaires étrangères (DFAE): Liste des parlementaires en possession d'un passeport diplomatique
Liste des parlementaires en possession d'un passeport diplomatique
Re… Mehr… Liste des parlementaires en possession d'un passeport diplomatique Recommandation du fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) du 6 octobre 2015 Qui : Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Quoi : Le 2 septembre 2014, un journaliste dépose une demande d’accès auprès du DFAE concernant « la liste des parlementaires qui sont ou ont été en possession d’un passeport diplomatique ». Il précise qu’il souhaiterait également « la destination et la durée des voyages effectués avec ces passeports diplomatiques ». Deux semaines plus tard, le DFAE prend position sur la demande: « le Bureau des passeports du Département chargé de l’établissement des passeports diplomatiques ne tient pas de liste des titulaires de passeports. La personne responsable de l’établissement des passeports diplomatiques au bénéfice de parlementaires dispose d’une liste créée par ses soins et destinée à son strict usage personnel de manière à l’aider dans l’accomplissement de ses tâches. Il s’agit dès lors d’un instrument personnel qui n’est utilisé que par l’employé qui en dispose et qui le crée, ou, en cas d’absence, par son suppléant ». Le DFAE refuse l’accès à cette liste en expliquant qu’elle ne constitue pas un document officiel. Il explique que cette base de données est en permanence mise à jour, il est impossible de fournir des informations relatives au passé. Articles de la LTrans : Document officiel (art. 5 LTrans) - Compétence pour examiner la demande d’accès (art. 10 LTrans) - Données personnelles (art. 9 LTrans ; 19 LPD) – Protection de la sphère privée (art. 7 al. 2 LTrans) Décision : Le Préposé arrive à la conclusion que le DFAE devrait analyser la question d’un prélèvement éventuel d’émoluments pour élaborer cette liste, consulter le demandeur conformément à l’art. 16 al. 2 LTrans. Ensuite, s’il n’y a point d’émoluments ou si le demandeur a confirmé sa demande d’accès dans un délai de dix jours, le DFAE élabore et donne en principe l’accès à cette liste. Justification : Le DFAE explique au Préposé que cette liste n’est pas un document officiel et qu’il n’est pas possible pour ses services d’en établir une car seuls les voyageurs sont en mesure de savoir avec quel document d’identité ils ont effectués leurs déplacements. La Centrale des Voyages de la Confédération possède différentes informations sur les voyages qu’elle organise (notamment pour des parlementaires), mais pas concernant le type de document d’identité utilisé à la douane. Le Préposé constate que selon les explications du DFAE, il n’existe pas de document officiel au sens de l’art. 5 LTrans. Concernant la liste des parlementaires détenteurs actuels et passés d’un passeport diplomatique, il faut distinguer deux documents : 1.) la liste continuellement mise à jour des parlementaires en possession d’un passeport diplomatique tenue par le DFAE considérée comme personnelle au sens de l’art. 5 al. 3 let. c LTrans, 2.) la liste des parlementaires qui sont/ont été en possession d’un passeport diplomatique qu’il serait possible de créer à partir de la banque de données ISA qui selon Fedpol ne peut pas être établie par un traitement informatisé simple au sens de l’art. 5 al. 2 LTrans. Le Préposé estime que la liste en question n’est pas un document destiné à l’usage personnel au sens de l’art. 5 al. 3 let. c LTrans et constitue un document officiel soumis à la loi sur la transparence au sens de l’art. 5 LTrans. En l’espèce, les parlementaires en possession d’un passeport diplomatique sont liés au DFAE par un rapport de droit qui leur permet de jouir des avantages que procure un tel document d’identité. Etant élus par les citoyens pour représenter le pays, il existe un intérêt public prépondérant à connaître quels parlementaires détiennent un tel passeport car lors de leurs voyages, ce n’est plus leur propre personne qu’ils représentent mais la Suisse. Le Préposé conclut que le DFAE devrait en principe accorder au demandeur un accès complet à leur liste des parlementaires en possession d’un passeport diplomatique. Il pense que la liste souhaitée par le demandeur peut être établie par un traitement informatisé simple au sens de l’art. 5 al. 2 LTrans. |
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| 21.09.2015 |
Empfehlung Aussendepartement EDA: Visaentscheid
Interne Richtlinien zur Visaerteilung sollen teilweise zugänglich sein… Mehr… Interne Richtlinien zur Visaerteilung sollen teilweise zugänglich sein Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) vom 21. September 2015 Wer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was: Eine Privatperson stand im Zusammenhang mit einem ablehnenden Visaentscheid der Schweizer Botschaft in Indonesien in Kontakt mit den Behörden. Sie verlangte Zugang zu den geltenden, nicht bereits öffentlich verfügbaren Visa-Vorschriften. Das EDA verweigerte den Zugang zu den vertretungsinternen Visa-Weisungen. Die freie Meinungs- und Willensbildung sowie die aussenpolitischen Interessen oder internationalen Beziehungen der Schweiz könnten beeinträchtigt werden. BGÖ-Artikel: Wesentliche Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung der Behörde (Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ) – Beeinträchtigung der zielkonformen Durchführung konkreter behördlicher Massnahmen (Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ) – Gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ) – Beeinträchtigung der aussenpolitischen Interessen oder der internationalen Beziehungen der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) Entscheid: Das EDA gewährt einen teilweisen Zugang zu den vertretungsinternen Visa-Weisungen. Begründung: Gemäss Ausführungen des EDA enthalten vertretungsinterne Visa-Weisungen die für das jeweilige Land relevanten Verfahrensfragen im Visa-Bereich „unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten“. Das EDA argumentiert, dass aussenpolitische Interessen der Schweiz tangiert sein können, da das Dokument Angaben über die Verbreitung von gefälschten Dokumenten, über die Korruption oder über die Zweifel an der Echtheit der von örtlichen Behörden ausgestellten Dokumente enthalten können. Indonesien könne darin ein offizielles Werturteil der Schweiz über sie sehen. Bei einem Zugang zum Dokument könnten die Beziehungen zum Land mit grosser Wahrscheinlichkeit negativ belasten werden. Zudem argumentierte das EDA, der Schutz der freien Meinungs- und Willensbildung einer Behörde sei bei einer Offenlegung beeinträchtigt. Das Dokument diene nämlich der Sicherstellung einer einheitlichen und konstanten Bewilligungspraxis. Zudem würde eine Offenlegung des Dokuments die Sicherheit der Mitarbeitenden der Vertretung und ihrer Angehörigen gefährden. Der EDÖB kam in seiner Beurteilung zum Schluss, dass eine komplette Zugangsverweigerung nicht zu rechtfertigen sei. Das Dokument enthalte auch allgemeine organisatorische und betriebliche Abläufe ohne direkten Bezug zum Visa-Verfahren. Einzelne Passagen seien schützenswert, insbesondere Informationen über konkrete Zuständigkeiten der im Visa-Prozess involvierten Personen. |
Privatperson | |
| 20.08.2015 |
Empfehlung Aussendepartement EDA: Protokollentwurf Sitzung Elternbeirat Schweizer Schule Bangkok
Das Wortprotokoll einer Versammlung gilt nicht als Dokument zum Eigeng… Mehr… Das Wortprotokoll einer Versammlung gilt nicht als Dokument zum Eigengebrauch Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) vom 20. August 2015 Wer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was: Eine Privatperson hat von der Schweizer Botschafterin in Bangkok (Thailand) den Entwurf eines Protokolls herausverlangt, in dem eine in der Botschaft abgehaltene Sitzung mit Elternbeiräten der Schweizerschule zusammengefasst ist. Die Botschafterin stelle nur einen Teil des Protokollentwurfs zur Verfügung. Das EDA argumentierte, beim restlichen Teil handle sich um ein nicht fertig erstelltes Dokument, beziehungsweise um eine interne Notiz, die zum persönlichen Gebrauch bestimmt sei. BGÖ-Artikel: Zum persönlichen Gebrauch bestimmtes Dokument (Art. 5 Abs. 3 Bst. c BGÖ i.V.m. Art. 1 Abs. 3 VBGÖ) – Schutz von Personendaten (Art. 9 Abs. 1 BGÖ) Entscheid: Das EDA gewährt den Zugang zum verlangten Sitzungsprotokoll. Die Namen der Sitzungsteilnehmersollen – mit Ausnahme des Namens der Botschafterin der Protokollführerin – pseudonymisiert werden. Begründung: In der Auseinandersetzung um den Zugang zum fraglichen Dokument argumentiert das EDA, die Sitzung sei in zwei Teile gegliedert gewesen: einen Informationsaustausch und die daran anschliessende Wahl des neuen Vorsitzenden des Elternbeirats. Der Entscheid, nur einen Teil der Sitzung, den Wahlteil, zu protokollieren, sei wegen der konfliktgeladenen Situation gefällt worden. Die Tatsache, dass nicht die Botschafterin, sondern eine Protokollführerin das der Wahl vorausgegangene Gespräch (im selben Dokument) protokollierte, heisse nicht, dass es sich trotzdem um persönliche Notizen handeln könne, welche vom BGÖ ausgenommen sind. Der EDÖB bezweifelte nach der Konsultation des ganzen Dokuments, dass eine Zweiteilung der Sitzung in ein klärendes Gespräch und in einen Wahlteil von Beginn an vorgesehen war. Vielmehr könne davon ausgegangen werden, dass die Neuwahl des Eltenratsvorsitzenden spontan erfolgte, und dass ein Protokoll der ganzen Sitzung zum vornherein vorgesehen war. Laut geltender Rechtspraxis können «Persönliche Notizen» vom Zugang ausgenommen werden. Diese dürfen aber grundsätzlich nur dem Verfasser, allenfalls einem begrenzten Personenkreis vorbehalten sein. Die Beschränkung eines Dokumentenverteilers auf einen eng begrenzten Personenkreis sei für sich alleine betrachtet aber nicht ausschlaggebend. Sonst – so der EDÖB – könne das BGÖ leicht ausgehebelt werden. Wichtiger sei der Charakter des Dokuments. In diesem Fall sei es sauber zusammengetragen, strukturiert und gedanklich weiterentwickelt worden; der Charakter des Dokuments spreche gegen die Vermutung, dass es sich um ein Dokument zum persönlichen Gebrauch handle. |
Privatperson | |
| 23.01.2015 |
Empfehlung EDA: Zugang zu Dokumenten zu Recht verweigert
Für ein Amtshilfeverfahren erstellte Dokumente fallen nicht unter das… Mehr… Für ein Amtshilfeverfahren erstellte Dokumente fallen nicht unter das BGÖ Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) vom 23. Januar 2015 Wer: Eidg. Departement des Äusseren Was: Ein Journalist verlangt Zugang zu Dokumenten über Geschäftsbeziehungen von DDR-Bürgern mit Schweizer Banken, die die Schweiz der Bundesrapublik Deutschland 2010 im Rahmen eines Amtshilfeverfahrens übergeben hat. Das Seco verweigert den Zugang, denn Dokumente aus Amtshilfeverfahren fielen nicht unter des BGÖ. BGÖ-Artikel: Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 3 BGÖ Entscheid: Das Seco hat den Zugang zu Recht verweigert. Begründung: Dokumente, die eigens für ein Amtshilfeverfahren erstellt worden sind, unterstehen dem BGÖ nicht – auch dann nicht, wenn das Verfahren abgeschlossen ist. |
Medienschaffender | |
| 10.11.2014 |
Empfehlung Eidg. Departement des Äusseren (EDA): Dokumente zum Steuerstreit Schweiz-USA bleiben vorläufig geheim
Dokumente zum Steuerstreit Schweiz-USA bleiben vorläufig geheim
Empfe… Mehr… Dokumente zum Steuerstreit Schweiz-USA bleiben vorläufig geheim Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) vom 10. November 2014 Wer: Eidg. Departement des Äußeren (EDA) Was: SRF-Redaktor Hansjürg Zumstein stellte im Herbst 2013 beim Bundesamt für Justiz (BJ) den Antrag auf Zugang zu Korrespondenzen im Zusammenhang mit dem Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA. Das BJ wollte dem Gesuch zuerst stattgeben, sprach sich dann aber mit den mitbetroffenen SIF ab und übergab das Gesuch an dieses. Das SIF verweigerte den Zugang. Gegen die Übergabe des Gesuchs verlangte Zumstein eine Schlichtung. In seiner Empfehlung vom 18. Dezember 2013 kam der EDÖB zum Schluss, dass das BJ das Gesuch bzgl. der meisten Dokumente selber zu beurteilen habe, was das BJ in der Folge tat. Für einige Dokumente sei indes das SIF, für andere das EDA zuständig. Dieses lehnte den Zugang zu zwei E-Mails ab, wogegen Zumstein erneut eine Schlichtung verlangte. BGÖ-Artikel: Art. 3 Abs. 1 Bst. a; Art. 5, insbes. Abs. 3 Bst. b (i.V. mit Art. 1 Abs. 2 VBGÖ) und Abs. 3 Bst. c (i.V. mit Art. 1 Abs. 3 VBGÖ); Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ. Entscheid: Das EDA schiebt den Zugang zu den Dokumenten auf, bis die Verhandlungen in der Sache zwischen der Schweiz und den USA abgeschlossen sind. Begründung: Das EDA argumentiert, zwei der verlangten Dokumente stünden im Zusammenhang mit einem Amtshilfeverfahren der USA an die Schweiz und seien deshalb nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a vom Öffentlichkeitsprinzip ausgenommen. Der EDÖB folgt dieser Argumentation. Was die weiteren Dokumente angeht – es handelt sich um E-Mails –, argumentiert das EDA, diese seien zum persönlichen Gebrauch bestimmte Arbeitsmittel und mithin keine Dokumente i.S. des Gesetzes. Außerdem würde ihre Offenlegung die internationalen Beziehungen und wirtschaftlichen Interessen der Schweiz beeinträchtigen. Im ersten Punkt widerspricht der EDÖB: Die E-Mails seien als fertiggestellte Dokumente zu betrachten und nicht als zum bloßen persönlichen Gebrauch bestimmt, seien sie doch keineswegs nur einem engen Personenkreis zugänglich gewesen. Die E-Mails enthielten aber Informationen aus den nicht abgeschlossenen Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA. Es sei stichhaltig anzunehmen, dass ihre Offenlegung die USA verärgern und letztlich auch wirtschaftliche Interessen der Schweiz verletzen könnte – umso mehr, als davon auszugehen sei, dass auch ein Zugangsgesuch nach dem Freedom of Information Act in den USA abgelehnt würde. Die Dokumente seien aber zugänglich zu machen, sobald die Verhandlungen abgeschlossen seien. In der gleichen Sache hat Zumstein auch gegenüber dem Bundesamt für Justiz sowie gegenüber dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) eine Schlichtung beantragt. Vgl. die Empfehlungen des EDÖB vom 10. November 2014 an das BJ und das SIF. Vor Bundesverwaltungsgericht hängig ist in der selben Sache eine Beschwerde Zumsteins gegen die Finanzmarktaufsicht (Finma). Das ursprüngliche Gesuch umfasste auch Dokumente, die sich im Besitz des BJ befinden, aber von der Finma stammen. Die Finma ist dem BGÖ nicht unterstellt. Der EDÖB kam aber in seiner Empfehlung vom 18. Dezember 2013 zum Schluss, das BJ müsse diese Dokumente offenlegen. Die Finma erließ eine Verfügung, die Zumstein angefochten hat. Am 4. Dezember 2014 erklärt das BVGer die Finma als nicht zuständig und die von der Finma ausgestellte Verfügung für nichtig. |
Medienschaffender | |
| 22.12.2011 |
Urteil Bundesverwaltungsgericht - EDA: Interview Bundesrätin Calmy-Rey
Interview-Korrekturen sind nicht öffentlich
Urteil des Bundesverwaltu… Mehr… Interview-Korrekturen sind nicht öffentlich Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Dezember 2011 Wer Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was Gesuch um Zugang zu den Quelldaten eines Interview, das der Tages-Anzeiger mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey geführt hatte. Der Antragssteller verlangte Einsicht in die Korrespondenz zwischen dem Tages-Anzeiger und dem EDA, in Dokumente der Pressestelle der EDA-Vorsteherin sowie in allfällig vorhandene Tonbandaufnahmen. BGÖ-Artikel Art. 7 Abs. 1 Bst. g, Art.5 Abs.3 Bst. b und c, Art.5 Abs.2 Entscheid Gesuch abgelehnt Begründung Das Bundesverwaltungsgericht lehnt das Einsichtsbegehren mit der Begründung ab, die zwischen dem EDA und der Zeitungsredaktion ausgetauschten Dokumente zum Interview seien nicht fertig gestellt. |
Medienschaffender | |
| 22.12.2010 |
Empfehlung EDA Beglaubigungsschreiben eines Botschafters
Zugang zum Beglaubigungsschreiben für Botschafter empfohlen
Empfehlun… Mehr… Zugang zum Beglaubigungsschreiben für Botschafter empfohlen Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 22. Dezember 2010 Wer Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was Der Antragsteller verlangte Zugang zum Visum und Reisedokument des deutschen Botschafters in der Schweiz sowie zu Dokumenten, die belegen, wie und wo er Handelsbefugter der BRD ist und ob er im Namen einer Regierung handelt. BGÖ-Artikel Art. 7 Abs. 1 Bst. d Entscheid Zugang empfohlen Begründung Das EDA lehnte das Gesuch mit der Begründung ab, dies würde die aussenpolitischen Interessen respektive die internationalen Beziehungen der Schweiz beeinträchtigen. Ausserdem enthielten die Dokumente Personendaten. Der Beauftragte kommt aber zum Schluss, dass die Veröffentlichung des Beglaubigungsschreibens zu keiner Beeinträchtigung der Beziehungen mit Deutschland führe, da auch Deutschland das Öffentlichkeitsprinzip kenne. |
Privatperson | |
| 09.12.2010 |
Empfehlung EDA Autorisiertes Interview
Interview-Korrekturen nicht öffentlich
Empfehlung des eidgenössischen… Mehr… Interview-Korrekturen nicht öffentlich Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 9. Dezember 2010 Wer Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Was Gesuch um Zugang zu Dokumenten betreffend ein Interview, das die Zeitung Y mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey geführt hatte. Der Antragssteller verlangte Einsicht in die Korrespondenz zwischen Y und dem EDA, in Dokumente der Pressestelle der EDA-Vorsteherin sowie in allfällig vorhandene Tonbandaufnahmen. BGÖ-Artikel Art. 7 Abs. 1 Bst. g Entscheid Gesuch abgelehnt Begründung Das EDA lehnte das Gesuch mit der Begründung ab, bei der Korrespondenz im Zusammenhang mit der Schlusskorrektur des Interviews handle es sich nicht um amtliche Dokumente im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes. Zudem sei das Geschäftsgeheimnis des EDA tangiert. Laut Beauftragten liegt kein Geschäftsgeheimnis vor. Einzelne Emails beurteilt der Beauftragte als fertige Dokumente, zu denen Zugang gewährt werden müsse – andere seien keine Dokumente im Sinne des BGÖ. |
Medienschaffender | |
| 15.06.2009 |
Empfehlung DFAE : Accord de restitution daté d'avant 2006 n'entre pas dans le contexte de la LTrans
L'Accord de restitution datant d'avant 2006 avec l'Angola n'est pas un… Mehr… L'Accord de restitution datant d'avant 2006 avec l'Angola n'est pas un document soumis à la LTrans Recommandation du Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Qui : Département Fédéral des Affaires Etrangères (DFAE) Quoi : Une représentante indépendante des milieux intéressés, a déposé le 10 juillet 2008 une demande d’accès concernant un « Accord de restitution entre la Suisse et l’Angola de 21 millions de dollars américains, du 1 novembre 2005 ». Le 7 août 2008, le Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) a répondu à la demanderesse : « Wir haben Kenntnis davon erhalten, dass Sie in der Zwischenzeit, am 14. Juli 2008, von Herrn Botschafter Y, Direktor der DEZA, empfangen worden sind und dass Sie in diesem Zusammenhang über den Inhalt sowie den Sinn und Zweck des betroffenen Vertrages im Detail informiert worden sind. Wir gehen daher davon aus, dass sich Ihre Anfrage somit erledigt hat ». Le jour même, l'association a informé immédiatement le DFAE par écrit, qu’elle était toujours intéressée au document. Articles de la LTrans : Délai légal (art. 13, al. 2 LTrans) - Document produit avant l'entrée en vigueur de la LTrans (art. 23, LTrans) Décision : A compléter Justification : A compléter
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| 23.12.2008 |
Empfehlung EDA: Visa-Inspektionsberichte
Personendaten in Visa-Inspektionsberichten teilweise öffentlich
Empfe… Mehr… Personendaten in Visa-Inspektionsberichten teilweise öffentlich Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 23. Dezember 2008 Wer Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was Ein Antragsteller wünschte Zugang zu den Visa-Inspektionsberichten der Schweizer Botschaft in Moskau und dem Schweizer Generalkonsulat in Mumbai. Das EDA stellte die Berichte mit Einschwärzungen zur Verfügung. Der Antragsteller verlangte Schlichtung, weil anzunehmen sei, dass „ungerechtfertigte Schwärzungen vorgenommen worden“ seien. Das EDA begründete die Einschwärzungen mit dem Schutz von Personendaten, mit aussenpolitischen Interessen und Beziehungen. BGÖ-Artikel Art. 9 BGÖ, u.a. Entscheid Der EDÖB empfielt, die Abdeckungen einzuschränken Begründung Der Beauftragte ist u.a. der Ansicht, dass die Namen und Funktionsbezeichnungen der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Inspektionsberichten nicht abgedeckt werden müssen, da für die Betroffenen keine konkreten nachteiligen Folgen erkennbar seien. Die Entscheidungsträger hätten in Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe gehandelt. Somit bestehe keine Anonymisierungspflicht. |
Medienschaffender | |
| 29.08.2008 |
Empfehlung EDA: Bericht zur Schweizerischen Energieaussenpolitik
EDA-Diskussionspapier über Energiepolitik kein Geheimnis
Empfehlung d… Mehr… EDA-Diskussionspapier über Energiepolitik kein Geheimnis Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 29. August 2008 Wer Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was Gesuch um Zugang zum Dokument „Energieversorgung und Aussenpolitik – Herausforderungen und mögliche Massnahmen“. BGÖ-Artikel Art. 7 BGÖ Entscheid Zugang mit Einschränkung zu gewähren Begründung Das EDA lehnte den Zugang ab, mit der Begründung, es handle sich um ein internes Grundlagenpapier, welches in der Absicht verfasst wurde, einen Beitrag zur EDA-internen Diskussion über Fragen der Energieaussenpolitik zu leisten. Zudem kämen verschiedene Ausnahmebestimmungen des BGÖ zur Anwendung. Der Beauftragte kommt zu einem anderen Schluss. Seiner Ansicht nach ist grundsätzlich kein ernsthaftes Schadensrisiko gegeben, wenn allgemein bekannte Informationen und Ansichten über die Energieversorgung und die Aussenpolitik der Schweiz zugänglich gemacht werden, gewisse Abdeckungen seien aber zulässig. |
Medienschaffender | |
| 28.07.2008 |
Empfehlung EDA: Projektunterlagen DEZA
Gesuch zu umfangreich und ungenau – muss präzisiert werden
Empfehlung… Mehr… Gesuch zu umfangreich und ungenau – muss präzisiert werden Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 28. Juli 2008 Wer Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Was Der Antragsteller verlangt u.a. Auskunft über alle laufenden Projekte vom Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe, DEZA, inklusive aller relevanten Projektdaten: Art, Ziel, Begründung, Begünstigte, Spesenabrechungen, usw. BGÖ-Artikel Art. 7 BGÖ Entscheid Der EDÖB kommt u.a. zum Schluss, dass das EDA eine Präzisierung des Gesuches verlangen darf. Begründung Die Behörde muss aufgrund der vom Gesuchsteller im Zugangsgesuch erwähnten Angaben in der Lage sein, das verlangte amtliche Dokument zu identifizieren (Art. 7 Abs. 2 VBGÖ). Gelingt ihr dies nicht, so kann sie den Gesuchsteller zu einer Präzisierung seines Gesuchs auffordern (Art. 7 Abs. 3 VBGÖ). |
Unklar | |
| 02.07.2007 |
Empfehlung EDA: Protokoll Freizügigkeitsabkommen EU
Zugang zu EDA-Sitzungprotokoll teilweise empfohlen
Empfehlung des eid… Mehr… Zugang zu EDA-Sitzungprotokoll teilweise empfohlen Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 2.Juli 2007 Wer Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten Was Der Antragsteller verlangte beim EDA Zugang zum Protokoll der Sitzung vom 6. Juli 2006 des Gemischten Ausschusses zum Freizügigkeits-Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits. . BGÖ-Artikel Art. 7 Abs. 1 Bst. d Entscheid Zugang teilweise empfohlen Begründung Das EDA lehnte den Zugang zum Sitzungsprotokoll vollumfänglich ab, weil das gewünschte Dokument noch nicht fertig gestellt sei und damit kein amtliches Dokument vorliege. Zudem enthalte das Dokument Positionen über laufende und künftige Verhandlungen, welche in keinem Fall zugänglich seien. Der Beautragte empfielt, dass das EDA den Zugang zum Protokoll aufschiebt, bis der Gemischte Ausschuss über die Aufhebung der Vertraulichkeit des Protokolls befinden kann. Zudem gewährt das EDA dem Antragsteller umgehend Zugang zum Dokument, das die Mitglieder der Schweizer Delegation (Name, Funktion, Bundesbehörde) auflistet. |
Unklar | |
| 27.11.2006 |
Empfehlung EDA: Visamissbrauch
EDA-Korruptionsliste ist öffentlich
Empfehlung des eidgenössischen Öf… Mehr… EDA-Korruptionsliste ist öffentlich Empfehlung des eidgenössischen Öffentlichkeitsbeauftragten vom 27. November 2006 Wer Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Bern Was Zugang zur «Korruptionsliste des EDA». Das Papier zeige laut Antragsteller die Korruptionsanfälligkeit der schweizerischen Auslandvertretungen auf. BGÖ-Artikel Art. 7 Entscheid Zugang teilweise empfohlen Begründung Laut EDA beziehe sich die Liste nicht auf die Korruptionsanfälligkeit der Vertretungen, sondern enthalte «eine Einschätzung der Situation» in jenen Staaten. Das EDA verweigerte den Zugang, weil «eine Veröffentlichung der Liste die Beziehung der Schweiz zu bestimmten Staaten belasten und den aussenpolitischen Spielraum der Schweiz einschränken könnte» (Ausnahmefall Art. 7). Der Beauftragte kommt zum Schluss, dass der Zugang zur Visastatistik als solche nicht verweigert werden darf, denn mit den darin enthaltenen Kriterien werde eine Einstufung der einzelnen schweizerischen Vertretungen, nicht aber einzelner Staaten vorgenommen. Art. 7 komme also nicht zur Anwendung, das Dokument müsse zumindest teileweise offengelegt werden. |
Unklar |
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Marc Menichini, RTS Forum, 27.03.2026 Terrains de foot au Proche-Orient: la collaboration entre la Suisse et la FIFA fait jaser en interneDas «RTS Forum» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz mehrere interne E-Mails aus dem EDA einsehen und erhielt damit Einblick in die departementsinternen Diskussionen über ein gemeinsam mit der FIFA geplantes Projekt zum Bau von Mini-Fussballfeldern im Nahen Osten. Aus diesen Unterlagen ging hervor, dass Mitarbeitende des EDA erhebliche Vorbehalte äusserten und insbesondere Reputationsrisiken für die Schweiz, den fraglichen Nutzen für Kinder im damaligen Kontext sowie den Widerspruch zwischen einem Fussballprojekt und der Gewaltlage vor Ort thematisierten. Zugleich wurde aus den E-Mails ersichtlich, dass das Vorhaben innert kurzer Zeit vorangetrieben und schliesslich eine Vereinbarung über die Finanzierung von zunächst zwei Mini-Fussballfeldern im Westjordanland abgeschlossen wurde. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 15.02.2026 Cassis in grande formaIgnazio Cassis steht nach einer Phase der Kritik wieder im politischen Scheinwerferlicht. Im US-Zollstreit spielte das EDA keine grosse Rolle. Um das Heft wieder in die Hand zu bekommen, machte er Gabriel Lüchinger zum USA-Sondergesandten. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz rekonstruierte der «SonntagsBlick», dass Lüchinger 2025 sieben Mal in die USA flog. |
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Charlotte Walser, Berner Zeitung, 13.05.2025 Cassis’ Departement informiert falsch über Palästina-NGOAl-Shabaka hat über ein Gesuch nach Öffentlichkeitsgesetz Einsicht in interne Dokumente des EDA erhalten. Diese Dokumente liegen auch der «Tamedia-Redaktion» vor. Die Dokumente zeigen klar: Die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit der NGO nicht zu verlängern, fiel bereits vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 – aus strategischen Gründen. Dennoch stellte das EDA in seiner Medienmitteilung vom 22. November 2023 die Situation so dar, als sei Al-Shabaka wegen problematischer Äusserungen nach dem Angriff betroffen gewesen. Diese falsche Darstellung wurde später korrigiert, nachdem Al-Shabaka rechtliche Schritte in Erwägung gezogen hatte. Eine öffentliche Entschuldigung oder eine transparente Richtigstellung lehnte das EDA jedoch ab. Al-Shabaka kritisiert, dass dadurch ein falscher Eindruck entstanden sei, der ihrer Glaubwürdigkeit und Arbeit langfristig schade. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 20.04.2025 Bund verkauft Palazzo Trevisan doch nichtGestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz zeigt der Sonntagsblick: Der Verkauf des Palazzo Trevisan in Venedig ist vom Tisch – «Variante Verkauf kommt nicht infrage», heisst es in einem Protokoll. Das EDA erarbeitet nun gemeinsam mit Pro Helvetia und weiteren Partnern ein neues Nutzungskonzept bis Juni. |
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Lukas Lippert, Beobachter, 14.03.2025 Wie die Schweiz vor Russland einknickteDokumente, die der Beobachter dank des Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte, zeigen, dass der Bundesrat Kriegsmaterialexporte mit einem Trick genehmigte. 2008 wurde eine Waffenlieferung an den russischen FSB zunächst abgelehnt, da sie gegen die Kriegsmaterialverordnung verstiess. Doch nach einer Anpassung des Verwendungszwecks von «Police Applications» auf «VIP Protection» wurde die Ausfuhr bewilligt – trotz interner Bedenken. Diese Praxis ermöglichte später weitere Exporte in heikle Staaten. Erst nach der Annexion der Krim 2014 endeten die Waffenlieferungen an Russland. |
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Jan Jirát, WOZ, 16.01.2025 Militärisch indoktriniertDie Schweiz hat sich entschieden, dem Uno-Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) nicht beizutreten, obwohl sie 2017 noch dafür gestimmt hatte. Neue, durch die WOZ gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz eingesehene Protokolle zeigen, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) den Entscheid dominierte. Während das EDA zwar Bedenken äusserte und humanitäre Argumente einbrachte, setzte das VBS durch, dass sicherheitspolitische Aspekte im Vordergrund standen. Es drängte darauf, negative Auswirkungen eines Nichtbeitritts auf die Glaubwürdigkeit der Schweiz als neutrale Vermittlerin nicht zu erwähnen und den Ausschluss vom TPNW ohne zeitliche Einschränkung zu beschliessen.
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Céline Zahno, Blick, 15.11.2024 Aussenminister Cassis nimmt seinen Leuten die BeinfreiheitVon den Kitas über den Zugverkehr bis hin zur Entwicklungshilfe soll gespart werden. In allen Bereichen soll der Rotstift angesetzt werden. Mit dem Sparpaket will der Bundesrat das Loch im Bundeshaushalt stopfen. Eine Massnahme hat es allerdings nicht ins Sparpaket geschafft: Aussenminister Ignazio Cassis (63, FDP) wollte den Bundesangestellten Flüge in der Businessclass verbieten. Das zeigen verwaltungsinterne Dokumente, die Blick gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat. Bis zu vier Millionen Franken könne man damit sparen, merkte sein Departement an. Bei der Expertengruppe, die den Bundeshaushalt nach Sparpotenzial durchleuchtet hat, ist dieser Vorschlag offenbar auf taube Ohren gestossen. Während der Ämterkonsultation musste das EDA-Generalsekretariat feststellen, dass es der Vorschlag nicht ins Sparpaket geschafft hatte. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 15.09.2024 Coop ändert Hummus-EtikettDer Internationale Gerichtshof hat im Sommer 2024 Israels völkerrechtswidrige Siedlungspolitik verurteilt. In einer ersten Analyse, die «Sonntagsblick» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte, kommt das Aussendepartement EDA zum Schluss: «Das Urteil ist sehr klar und scheint juristisch robust begründet. Die Besetzung des Westjordanlands, Ostjerusalems und Gazas wird als illegal bewertet.» Weiter heisst es: «Alle Länder dürfen die illegale Situation nicht als legal anerkennen und dürfen keine Unterstützung für die Fortsetzung der illegalen Situation leisten.» |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 08.09.2024 Cassis lässt Historikerinnen im StichVor einem Jahr ging ein Beben durch die katholische Welt. Historikerinnen der Uni Zürich stiessen in einer Pilotstudie auf mehr als 1000 Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. In den kommenden drei Jahren soll dieses Thema eingehender untersucht werden – doch dabei sind die Geschichtsforscherinnen auf Vatikan-Akten angewiesen. Sie vermuten, dass in der vatikanischen Botschaft in Bern und im Vatikan selbst Akten liegen, deren Originale von den Schweizer Bischöfen geschreddert wurden. Ein grosser Teil der Missbrauchsakten «dürfte vernichtet worden sein, bei gewissen lässt sich eine Vernichtung nachweisen», schreiben die Historikerinnen an Bundesrat Ignazio Cassis in einem Brief, den «Sonntagsblick» aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte. Doch Cassis winkt im Brief ab und stellt nicht in Aussicht, beim Vatikan eine Akteneinsicht zu erwirken. |
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Marc Guéniat, Le Temps, 23.08.2024 Hamas: la voie risquée du Conseil fédéralDer Gesetzesentwurf, der der die Hamas im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts verbietet, verstösst gegen die bis zum 7. Oktober 2023 geltende Linie in der Terrorismusbekämpfung und der Aussenpolitik. Laut l’Appel de Genève, einer humanitären Organisation zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten, ist dies ein schwerer Präzedenzfall, mit dem die Schweiz von ihrer historischen Praxis abweicht, keine schwarzen Listen von Terrororganisationen zu führen, die über die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übernommenen hinausgehen. Dies hätte zur Folge, dass «der diplomatische Vorteil, den die Schweiz derzeit gegenüber allen ihren Nachbarn genießt, [...] endgültig verloren ginge». Dies erklärt die Uneinigkeit in einigen Bundesämtern im Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, wie zwei gut informierte Quellen in Bern berichten. Diese bestätigen eine RTS-Berichterstattung, die sich auf die Protokolle der Task Force Naher Osten stützte, welche ab dem 11. Oktober auf Druck von Aussenminister Ignazio Cassis mit der Mehrheit des Bundesrates eingesetzt wurde. Auch «Le Temps» erhielt diese Dokumente dank des Öffentlichkeitsgesetzes.
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Simon Marti, NZZ am Sonntag, 07.07.2024 Wieder nettDer Aussenminister Ignazio Cassis krebst zurück und verzichtet künftig auf ein Grundsatzpapier zur Politik gegenüber Peking. An die Stelle eines ausschliesslich auf China ausgerichteten Grundsatzpapiers, das punktuell durchaus kritisch formuliert war, tritt eine denkbar breite Auslegeordnung, die die grossen asiatischen Volkswirtschaften gemeinsam abhandelt. Tatsächlich löste das Papier in der Verwaltung, also bei jenen, denen es hätte Orientierung bieten sollen, wenig Begeisterung aus. Das zeigt eine Meinungsumfrage der Departemente Äusseres, Wirtschaft und Justiz. «Die NZZ am Sonntag» konnte die Ergebnisse gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen. Die Beamten bewerteten die China-Strategie einerseits als nützliches «Referenzdokument». Befragt nach der Wirksamkeit der Strategie bei der Verteidigung der Schweizer Prinzipien und ihrer aussenpolitischen Prioritäten, bewertet die Verwaltung den Nutzen jedoch als «mässig». |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 09.06.2024 Die TrümmerfrauPräsidentin Mirjana Spoljaric Egger muss beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf für Ordnung sorgen – und vor allem sparen. Interne Dokumente zeigen: Ihr Vorgänger Peter Maurer hat die Mittel der weltweiten Hilfsorganisation zu stark beansprucht. «Sonntagsblick» liegt ein Schreiben aus dem Jahr 2015 vor, in dem Maurer vor den finanziell gefährlichen Folgen seiner Expansionsstrategie gewarnt wurde. Spätestens 2018 war das hausgemachte Desaster absehbar. Dies zeigt ein interner Bericht des Aussendepartements (EDA) in Bern, der mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes losgeeist werden konnte: Demnach schrieb das IKRK seit 2018 wachsende Defizite. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 02.06.2024 Stets zu DienstenDas Ausland fremdelt mit der Schweizer Aussenpolitik. Für den Westen ist die Schweiz nicht westlich genug; für die EU nicht europäisch genug; für Russland und den globalen Süden nicht neutral genug. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs musste der Bundesrat schmerzhaft lernen, dass die geopolitischen Gewissheiten von einst nicht mehr funktionieren. In Zeiten des Multilateralismus konnte die Schweiz noch als neutrales Land punkten. Doch die Ära globaler Kompromisse scheint beendet. «Die USA ziehen die Schaffung flexibler Koalitionen vor», schreibt das EDA in einem internen Dokument, das «Sonntagsblick» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte. Doch ob Ukraine-Taskforce, G7 oder G20: Die Schweiz macht entweder nicht mit oder sitzt, wie bei der Konferenz der zwanzig führenden Wirtschaftsmächte, am Katzentisch. «Die USA haben sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Schweiz nicht genug tut», steht in einem internen EDA-Papier. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 31.03.2024 Wie Cassis Putin schontDer UNO-Menschenrechtsrat macht Russlands Präsidenten für den Tod des Oppositionellen Alexei Nawalny verantwortlich. Die Schweiz sah das als einziges EFTA-Land anders. Nun zeigen Dokumente, die «Sonntagsblick» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte: Bern ignorierte die Empfehlungen der Schweizer Vertretung beim UNO-Menschenrechtsrat in Genf. Das Aussendepartement EDA erachtete den Resolutionstext für zu scharf formuliert und wollte Putin nicht beim Namen nennen: «Wir könnten mit der Formulierung ‹russische Behörden› leben», heisst es in einem internen Papier. Der Tonfall passe nicht zur Schweiz und die Resolution enthalte «Sätze/Passagen, die für uns problematisch sind». |
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Michael Maccabez, RTS 19h30, 28.03.2024 Une ONG palestinienne mise à l’index par Berne demande un rectificatifNach den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 hatte der Bundesrat die Zusammenarbeit mit drei palästinensischen NGOs beendet weil diese den Verhaltenskodex des Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nicht eingehalten hätten. Einer dieser Organisationen war jedoch bereits vor der Hamas-Offensive mitgeteilt worden, dass ihr Vertrag «aus Budgetgründen» nicht verlängert worden sei. Das zeigen Dokumente, die «RTS» nach einem mehrmonatigen Verfahren herausverlangen konnte. Die betroffene NGO in New York, welche seit 2017 finanzielle Unterstützung aus der Schweiz erhält, versteht nicht, warum sie mit der Verherrlichung von Gewalt in Verbindung gebracht wird. «Wir wissen immer noch nicht, ob die Veröffentlichung solcher Fehlinformationen auf wiederholte Fahrlässigkeit oder auf eine absichtliche Falschaussage zurückzuführen ist», antwortet sie schriftlich auf die Fragen von RTS. |
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Raphael Rauch, Sonntagsblick, 17.03.2024 «Wir müssen die Sprache verschärfen»Der Schweizer Botschafter in Armenien drängte nach dem aserbaidschanischen Angriffskrieg auf eine klare Stellungnahme des Bundes. Aussenminister Ignazio Cassis wollte davon nichts wissen. Recherchen von «Sonntagsblick» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz zeigen: Das Aussendepartement entschied sich bewusst für ein moderates Statement und ignorierte Warnungen der Schweizer Botschaft in Armenien. Die hatte intern Alarm geschlagen und für ein verschärftes Statement plädiert. Das Risiko von Massenvertreibungen im grossen Stil solle direkt angesprochen werden. Weiter heisst es in der Depesche aus Eriwan: «Ganz allgemein scheint uns, dass wir die Language nach dem Angriff von gestern verschärfen müssen.» |
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Leo Eiholzer, NZZ am Sonntag, 21.01.2024 Bund ignorierte Warnungen vor Gaza-ResolutionEine Resolution, eingebracht von arabischen Staaten, fordert eine humanitäre Waffenruhe und beklagt ganz allgemein «Terrorakte» gegen palästinensische und israelische Zivilisten. Sie enthält keine namentliche Verurteilung der Hamas oder des Terroranschlags. Dennoch stimmte die Schweiz zu und die Kritik folgte prompt: Die Entscheidung war so umstritten, dass sich Cassis dafür im Bundesrat und in der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats erklären musste. Der «NZZ am Sonntag» liegen E-Mails und Dutzende Nachrichten einer internen Behördenplattform vor, die zeigen, wie es dazu kam. Herausgegeben wurden sie aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes. Primär handelt es sich um einen Austausch zwischen Dienststellen des Aussendepartements sowie Schweizer Botschaften. Die Nachrichten zeigen, wie das Aussendepartement (EDA) kritische Stimmen von innen wie von aussen beiseitewischte. |
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Renato Beck, WOZ, 11.01.2024 Schneller gecancelt wurde nieAlarmiert hatte Bundesrat Ignazio Cassis offenbar ein Text über Unterstützungsgelder des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für palästinensische Menschenrechtsorganisationen in der «Sonntagszeitung» . Der Titel des Artikels: «Palästinenser hetzen gegen Israel und kassieren Geld von der Schweiz». Umgehend beauftragte Cassis seinen Generalsekretär Markus Seiler damit, die Auszahlung der Gelder an drei im Text genannte NGOs sistieren zu lassen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die «WOZ», gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, erhalten hat. Das EDA enthielt in der Folge temporär acht weiteren palästinensischen und israelischen NGOs Unterstützungsgelder vor und veröffentlichte deren Namen auf einer schwarzen Liste – was zu grossen Schwierigkeiten für die betroffenen Organisationen führt. |
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Christoph Bernet, Schweiz am Wochenende, 25.11.2023 Hamas-Verbot als SicherheitsrisikoSicherheitsrisiko für Synagogen und Schweizer Botschaften im Ausland: Die «Schweiz am Wochenende» hat, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, Einblick in die Sitzungsprotokolle der Nahost-Taskforce erhalten. Die vom Aussendepartement EDA ausgehändigten Dokumente sind teilweise geschwärzt. Dennoch erlauben die Protokolle Einblicke in die Überlegungen des bundesrätlichen Beratergremiums. |
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Anna-Theresa Bachmann, Anina Ritscher, Fabian Urech, NZZ am Sonntag, 01.10.2023 Geld aus Bern für einen KriegstreiberKurz vor Ausbruch des Sudan-Kriegs engagiert die Schweizer Botschaft in Khartum eine Sicherheitsfirma mit direkten Verbindungen zu einer berüchtigten Miliz, den Rapid Support Forces (RSF). Dies belegen E-Mails, welche die «NZZ am Sonntag» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnte. Im Juli 2022 trat die Schweizer Botschaft mit der Sicherheitsfirma Shield Protective Solutions in Kontakt und liess sich eine Offerte für die Bewachung der Botschaft zustellen. Shield-Wächter sollten das bestehende Sicherheitsteam, das direkt vom EDA angestellt ist, ergänzen. Ob Shield gewisse Mindeststandards erfülle, etwa mit Blick auf die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte, bleibt gemäss E-Mail-Austausch fragwürdig. Warum keine alternative Sicherheitsfirma, welche Mitglied der Vereinigung des Kodexes (ICoCA) ist, beauftragt wurde, ist unklar. Ebenso, ob die Verbindung zur RFS zum Zeitpunkt des Vertragabschlusses tatsächlich nicht bekannt war, wie das EDA auf Nachfrage angibt. |
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Simon Marti, NZZ am Sonntag, 01.10.2023 Still und leise: Sanktionen gegen China sind vom TischIm Frühling 2021 sanktionierte die EU vier chinesische Funktionäre und ein Unternehmen wegen ihrer Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen gegen die ethnische Minderheit der Uiguren. Die Betroffenen dürfen nicht mehr in die EU-Mitgliedstaaten einreisen. Allfällige Vermögen werden eingefroren. Das Vorgehen brachte die Schweiz in Zugzwang: Sollte sie mit der EU mitziehen? Regelmässig tauschten sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren Vertreter des Seco, des EDA, des Nachrichtendienstes und des Bundesamtes für Justiz darüber aus. Im Sommer 2021 legten sie ein vertrauliches Aussprachepapier vor, das dem Bundesrat die Vor- und Nachteile der thematischen Sanktionen detailliert darlegt und der Regierung als Entscheidungsgrundlage diente. Die «NZZ am Sonntag» konnte das Dokument gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen. Nun zeigt sich: Die Regierung hat im Stillen beschlossen, dass der Bund die Massnahmen nicht mitträgt. |
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Simon Marti, NZZ am Sonntag, 30.07.2023 Schwieriger Umgang mit der GrossmachtDie Schweizer Regierung überprüft ihre Politik gegenüber China. Doch ob der Bundesrat die auslaufende Strategie erneuert, ist offen. Eine interdepartementale Arbeitsgruppe, die der Bundesrat eigens im Zuge der China-Strategie ins Leben rief, tagte zuletzt Ende April. Die «NZZ am Sonntag» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz das Sitzungsprotokoll einsehen. Das Protokoll zeigt anschaulich den Anspruch der Schweizer Diplomatie, international die guten Dienste spielen zu lassen und den Dialog zu fördern zwischen China, seinen Nachbarn und dem Westen. Zugleich dokumentiert es eine Blockbildung, der sich neutrale Staaten nicht mehr so einfach entziehen können. |
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Simon Marti, NZZ am Sonntag, 09.07.2023 Ein nicht mehr so guter FreundDer Ukraine-Krieg und die diffuse Schweizer Neutralitätspolitik sind für Berns PR-Strategen mittlerweile ein Grund zur Besorgnis. Das geht aus internen Dokumenten hervor, welche die «NZZ am Sonntag» gestützt auf Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnte. Weltweit geniesse die Schweiz zwar eine hohe Reputation, doch in Europa beklagt man sich über sinkende Werte. Man müsse entscheiden, ob es verstärkte Massnahmen zur Stützung des Images der Schweiz brauche. Europäische Diplomaten hatten dem Bundesrat neulich klargemacht, was sie von der restriktiven Haltung der Schweiz bei der Weitergabe von Waffen ins Kriegsgebiet halten: nämlich gar nichts. Das Aussendepartement kläre ab, wie die «Ukraine-Missionen» des Bundes besser vermittelt werden könnten, vermerkt das Sitzungsprotokoll. Ob die in Aussicht gestellten PR-Massnahmen inzwischen angelaufen sind, lässt das Aussendepartement auf Anfrage offen. |
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Sophie Reinhardt, Blick, 03.06.2023 Cassis ist der Überflieger im BundesratKein anderer Bundesrat braucht den Bundesratsflieger so oft wie Ignazio Cassis – vor allem nicht für Reisen innerhalb der Schweiz. «Blick» hat, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, von allen Departementen die Passagierlisten verlangt und ausgewertet. Bei 44 von 95 seiner Reisen handelte es sich um Inlandflüge. Rund jeder zweite von Cassis’ Flügen startete oder landete in Lugano-Agno, dem nächstgelegenen Flughafen von seinem Zuhause in Montagnola (TI). Durchschnittlich einmal im Monat reiste der Aussenminister mit dem Jet von Bern-Belp ins Tessin oder zurück. Die anderen Bundesrätinnen und Bundesräte nutzen innerhalb der Landesgrenzen praktisch immer den Helikopter, wenn es schnell gehen muss. Am wenigsten hat die damalige Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga 2022 den Flieger genutzt: nur 13-mal. |
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Sophie Reinhardt, Blick.ch, 03.06.2023 Même pour les trajets les plus courts, Ignazio Cassis prend volontiers l\'avion |
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Fabian Eberhard, Sonntagsblick, 26.02.2023 Parmelin drängte, Cassis bremste6000 Schuss Kampfjetmunition lieferte die Schweiz an Katar. Der «Sonntagsblick» forderte im Anschluss an den Deal, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, die Herausgabe der internen Dokumente des Bundes an. Knapp vier Monate dauerte es, bis die Akten geliefert wurden. Diese offenbaren: Zuvor kam es zu einem monatelangen Hin und Her zwischen dem Amt für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und Wirtschaftsdepartement (WBF). Das EDA, unter der Führung von Ignazio Cassis, wehrte sich gegen die Exportbewilligung. Katar steht seit langem wegen Verletzung von Menschrecht in der Kritik und ausserdem wurden Bedenken zur regionalen Konflikten in der Golfregion ausgedrückt. Ausserdem sei die Lieferung von Kampfjetmunition nicht mit der Neutralitätspolitik der Schweiz vereinbar. In den Diskussionen um Lieferungen der Schweiz an die Ukraine sowie der Freigabe von Lieferungen anderer Staaten wird rund um die Neutralität ähnlich argumentiert. Das SVP-geleitete WBF beurteilt die Lage im Fall des wichtigsten Waffenabnehmers der Schweiz, Katar, anders. Die Risiken in der Region seien nur «hypothetisch». Am Ende der Diskussion stimmte der Gesamtbundesrat für die Bewilligung der Lieferung. |
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Fabian Eberhard, Blick.ch, 25.02.2023 Déchirement au Conseil fédéral après l\'envoi de munitions au Qatar6000 Schuss Kampfjetmunition lieferte die Schweiz an Katar. Der «Sonntagsblick» forderte im Anschluss an den Deal, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, die Herausgabe der internen Dokumente des Bundes an. Knapp vier Monate dauerte es, bis die Akten geliefert wurden. Diese offenbaren: Zuvor kam es zu einem monatelangen Hin und Her zwischen dem Amt für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und Wirtschaftsdepartement (WBF). Das EDA, unter der Führung von Ignazio Cassis, wehrte sich gegen die Exportbewilligung. Katar steht seit langem wegen Verletzung von Menschrecht in der Kritik und ausserdem wurden Bedenken zur regionalen Konflikten in der Golfregion ausgedrückt. Ausserdem sei die Lieferung von Kampfjetmunition nicht mit der Neutralitätspolitik der Schweiz vereinbar. In den Diskussionen um Lieferungen der Schweiz an die Ukraine sowie der Freigabe von Lieferungen anderer Staaten wird rund um die Neutralität ähnlich argumentiert. Das SVP-geleitete WBF beurteilt die Lage im Fall des wichtigsten Waffenabnehmers der Schweiz, Katar, anders. Die Risiken in der Region seien nur «hypothetisch». Am Ende der Diskussion stimmte der Gesamtbundesrat für die Bewilligung der Lieferung. |
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Dimitri Zufferey, RTS Temps Présent, 22.01.2022 Comment Nestlé influence les autorités suissesEin neues mexikanisches Gesetz verlangt, dass in Mexiko eine Nährwertkennzeichnung auf die Vorderseite der Verpackungen gedruckt wird, die die Gesundheitsrisiken von Produkten mit einem hohen Gehalt an Zucker, Kalorien, Salz und Fett klar beschreibt. Die Schweiz lehnt dieses Gesetz, ebenso wie die USA und Europa, vehement ab. Dokumente, die «Temps Présent» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat, zeigen, dass sich die Schweizer Opposition weitgehend auf die Argumente der Schweizer Lebensmittelindustrie, insbesondere Nestlé, stützt. In einer E-Mail der Schweizer Botschaft in Mexiko wird von einem Treffen zwischen Vertretern von Nestlé, Ricola, Lindt & Sprüngli und Schweizer Beamten berichtet. Argumentiert wurde, dass der neue Standard zu streng sei und die wissenschaftliche Grundlage fehle. Weiter geht aus einer E-Mail des EDA hervor, dass sich Nestlé direkt an das SECO gewandt hat, um die Unterstützung der offiziellen Schweiz zu erbitten. |
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Lukas Lippert, Ladina Triaca, Blick, 16.09.2021 Mit den Waffen bekommt Katar auch Schweizer TrainingDie Schweizer Rüstungsfirma Rheinmetall Air Defence liefert zwei hochmoderne Flugabwehrkanonen nach Katar – für knapp 250 Millionen Franken. Damit die Katarer die Waffen bedienen können, werden auch Schweizer Firmenarbeiter nach Katar reisen. Sie sollen die katarischen Militärs während 52 Wochen ausbilden. Das geht aus Dokumenten des Aussendepartements hervor, die der «Blick» und der «Beobachter» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnten. Zwischen den vielen geschwärzten Zeilen wird zudem ersichtlich, dass zwei Mitarbeitende für die technische Assistenz permanent vor Ort stationiert werden sollen. |
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Fabian Eberhard, Sonntagsblick, 15.05.2021 Bund lässt Villen in Ägypten leer stehenDer Bund besitzt gleich mehrere Prachthäuser in Ägypten. Zwei davon stehen seit 43 Jahren leer, ein drittes – das Büro der Deza in Kairo – ist verlottert. «Sonntagsblick» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einen internen Bericht einsehen, den das Aussendepartement (EDA) anlässlich einer Prüfung der Schweizer Vertretungen in Ägypten erstellt hat. Darin zeigen sich die EDA-Inspektoren irritiert über die leer stehenden Villen und legen den Verantwortlichen einen baldigen Verkauf nahe. Im Keller einer Villa wurden von einem ehemaligen Botschafter seit sieben Jahren private Möbel eingelagert, welche nun auf Anweisung des EDA entfernt werden müssen. |
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Boris Busslinger, Le Temps, 26.02.2021 Le rapport du DFAE qui contredit Ignazio CassisSeit einigen Monaten wird interne Kritik im EDA gegen das Departement geübt. Mangelndes Vertrauen in die Struktur, undurchsichtige Entscheidungen und hohe Stressbelastung: Ein interner Bericht, den «Le Temps» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat, bestätigt die Kritikpunkte der Mitarbeitenden. Kürzlich behauptete EDA-Chef Ignazio Cassis, diese Vorwürfe seien nichts weiter als ein nicht verifiziertes Gerücht. |
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Ruedi Studer, Blick.ch, 01.09.2020 Das EDA flog noch weiter Schweizer heimTrotz der offiziell als beendet erklärten Rückholaktion von Schweizer Reisenden aus dem Ausland wegen der weltweiten COVID-19-Pandemie hat das EDA seither zahlreiche Menschen zurückfliegen lassen. Das geht aus EDA-Protokollen hervor, in die «Blick» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einsicht nehmen konnte. Aus Furcht vor weiteren Begehrlichkeiten und einem Imageschaden wurden die zusätzlichen Sonderflüge im Stillen durchgeführt. |
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Ruedi Studer, Blick, 26.08.2020 Cassis bewahrte Amherd vor 120-Millionen-FlopDas mit der Beschaffung von Schutzmasken beauftragte VBS hatte hatte bereits einen Deal mit einem chinesischen Verkäufer aufgegleist. Im letzten Moment intervenierte das Aussendepartement: Die Schweizer Botschaft in Peking hatte laut einem Dokument, welches «Blick» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz beschafft hatte, festgestellt, «dass die Firma von den chinesischen Behörden in den letzten drei Jahren siebenmal gebüsst wurde wegen undichter Masken». In der Folge wurde das Geschäft abgeblasen. |
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Tobias Gafafer, NZZ, 13.07.2020 Überrissene Löhne für EntwicklungshelferDer Bund engagiert sich in Simbabwe für die Verbesserung der Ernährungssicherheit – nun aber kritisiert ein interner Bericht die fürstlichen Saläre der lokalen Partner von Hilfsprojekten. Die NZZ hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einsicht in den zum Teil geschwärzten Bericht der internen Revision des Aussendepartements (EDA) erhalten. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die überhöhten Löhne nicht regelkonform seien und ein wirtschaftlicherer Mitteleinsatz von Entwicklungsgeldern möglich sein sollte. |
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Tobias Gafafer, NZZ, 06.04.2020 Harsche Kritik an Deza-Projekt in BurmaMillionenprojekt der Schweiz in Burma: Für 16 Millionen finanziert die Deza im südostasiatischen Land ein Projekt für Kleinbauern. Nun stellt ein vertraulicher Bericht des Aussendepartements, den die «NZZ» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten konnte, erhebliche Mängel fest. Die Revisoren stellen nicht nur die Zukunft des Projekts infrage, sondern üben auch grundsätzlich Kritik am Länderprogramm. |
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Maja Briner, Aargauer Zeitung, 06.02.2020 Eritrea-Unterstützung harztNur eines von drei Eritrea-Hilfsprojekten zur Berufsbildung läuft gut. Das zeigt ein externer Evaluationsbericht, den die Deza erstellen liess und den die CH-Media-Redaktion gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz des Bundes erhalten hat. Die Unterstützung soll dennoch fortgesetzt werden. |
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Fabian Eberhard, Sonntagsblick, 26.01.2020 Sie wollen mehr Apéros und Happy HoursDas Personal der Schweizer Botschaft in Teheran ist unzufrieden – und wünscht sich mehr Apéros und Happy Hours. Das geht aus einem internen Bericht des Aussendepartements (EDA) hervor, welcher der «Sonntagsblick» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetz loseisen konnte. Das Team der Schweizer Vertretung in Teheran würde zwar engagiert und kompetent arbeiten, heisst es im Bericht, sich aber mehr Wertschätzung und Gemeinschaftsgefühl wünschen. |
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Lorenz Honegger, Schweiz am Wochenende, 25.01.2020 Die Flüge der Schweizer SpioneN’Djamena, Casablanca, Peking, Cancun: Die Bundesreisezentrale gibt Einblick in die Buchungslisten aus den Jahren 2017 und 2018. Die «Schweiz am Wochenende» hat den Datensatz gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten und enthüllt wohin die Agenten des Schweizer Geheimdienstes reisen. |
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Lorenz Honegger, Balthasar Sager, Schweiz am Wochenende, 28.12.2019 Das echte CO2-Problem beim Bund: Beamte in der Business-KlasseBundesangestellte müssen Zug fahren statt fliegen, wenn die Destination weniger als sechs Bahnstunden entfernt ist. Doch wie viele Destinationen sind davon tatsächlich betroffen? Die «Schweiz am Wochenende» hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Flugdaten der zivilen Bundesverwaltung verlangt und nach einem halben Jahr Wartezeit umfassenden Einblick erhalten. |
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Lorenz Honegger, Aargauer Zeitung, 13.11.2019 So wurde Philip Morris Pavillon-SponsorNach öffentlicher Kritik stoppte Bundesrat Ignazio Cassis im Sommer 2019 einen Sponsoring-Deal mit dem Tabakkonzern Philip Morris. Ein Mail-Austausch zwischen Aussendepartement und Tabakkonzern zeigt: Die Verhandlungen waren weiter fortgeschritten, als dargestellt. Die Redaktion CH Media hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einblick in die E-Mail eines Mittelsmanns von Philip Morris mit Präsenz Schweiz erhalten. So lässt sich nachzeichnen, dass das EDA das Millionensponsoring von Philip Morris keineswegs als unverbindliche Option betrachtet hat, sondern von einer «bestätigten Partnerschaft» ausgegangen ist. |
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Philippe Boeglin, La Liberté, 30.10.2019 Parrains encombrantsLe Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) recourt parfois à des sociétés controversées pour parrainer ses manifestations. Entre 2016 et 2019, treize événements dans les ambassades suisses à l’étranger ont été sponsorisés par des entreprises comme le géant du négoce de matières premières Glencore, Hankook Shell Oil, le fabricant d’armes américain Raytheon ou le cigarettier Philip Morris. Ces données ont été obtenues par «La Liberté» grâce à la loi sur la transparence. Les montants versés sont compris entre 4750 et 120'000 francs – plutôt modestes par rapport au 1,8 million de Philipp Morris pour le Pavillon suisse à l’Exposition universelle 2020 à Dubai. Un sponsoring auquel le chef du département, Ignazio Cassis, a renoncé cet été en raison de la polémique. |
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Andreas Schmid, NZZ am Sonntag, 29.09.2019 Expo in Dubai: Bund pocht auf Schutz der ArbeiterDie Schweiz wird sich 2020 an der Weltausstellung in Dubai beteiligen. Die «NZZ am Sonntag» erhielt dank dem Öffentlichkeitsgesetz des Bundes die Sponsorenliste des Schweizer Pavillions und den Mustervertrag mit den Sponsoren. Daraus geht hervor: Die Partner des Bundes für die Weltausstellung 2020 sind vertraglich verpflichtet, Arbeitnehmerschutz und gleichen Lohn für Mann und Frau zu garantieren. Hauptpartner für die Weltausstellung ist der Lifthersteller Schindler. |
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Pascal Tischhauser, Blick, 23.08.2019 Wie sich das EDA in den UN-Sicherheitsrat dribbeln willDas Schweizer Aussendepartement (EDA) konferiert regelmässig mit Spitzenvertretern des Weltfussballverband Fifa. Laut einem von «Blick» vom Aussendepartement herausverlangten Mailverkehr standen die Türen beim EDA für Fifa-Präsident Gianni stets weit offen. So traf er sich 2017 mit Bundesrat Ignazio Cassis und Bundeskanzler Walter Thurnherr zu Gesprächen. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 30.06.2019 Miserables Arbeitsklima bei der Schweizer Mission in GenfLaut internen Berichten des Aussendepartements EDA, welche die «Sonntagszeitung» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz herausverlangt hat, herrscht in der ständige Mission der Schweiz in Genf dicke Luft: Mitarbeitende seien überlastet und frustriert, zwischenmenschliche Spannungen würden den Arbeitsalltag belasten. Das Arbeitsklima in der Schaltstelle der Schweizer Diplomatie wird von den Angestellten als «gesundheitsschädigend» bewertet. |
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Lorenz Honegger, Schweiz am Wochenende, 30.03.2019 Bundesbeamte flogen 845 Mal zwischen Zürich und GenfGestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz hat die Redaktion CH Media Einblick in die Flugstatistik der Bundesverwaltung zwischen 2012 und 2017 erhalten und dabei festgestellt: Im besagten Zeitraum flogen Angestellte des Bundes mindestens 432 Mal von Zürich nach Genf und 413 Mal in die umgekehrte Richtung. |
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Lea Senn, Camille Kündig, Watson, 13.03.2019 Vom EDA nimmt kein Einziger den Zug nach Brüssel: So reisen die Schweizer BeamtenDas Nachrichtenportal «Watson» hat das Reiseverhalten der Schweizer Bundesangestellten unter die Lupe genommen. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, stellte der Bund für das EDA, das UVEK und das WBF die Anzahl Flug- und Bahnreisen an ausgewählte Destinationen der Jahre 2015, 2016 und 2017 zusammen. Fazit: Geht’s nach Brüssel, nimmt kein einziger Angestellter des Aussendepartments den Zug. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 20.01.2019 Teures Parkett für Schweizer DiplomatenIm Jahr 2018 hat die Schweiz für angemietete Botschaftsgebäude, Konsulate und Residenzen 14,3 Millionen Franken ausgegeben. 1,2 Millionen Franken bezahlt das Aussendepartement pro Monat für Mietrechnungen. Am teuersten ist das Generalkonsulat in San Francisco. Hier kosten die Büros monatlich 89 538 Franken. Das zeigt eine Aufstellung, welche die «Sonntagszeitung», gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, von der Bundesverwaltung verlangt hat. |
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Lorenz Honegger, St. Galler Tagblatt, 31.12.2018 E-Mails bringen Licht in Pilatus-AffäreDas Aussendepartement (EDA) verdächtigt den Schweizer Flugzeughersteller Pilatus, Supportverträge mit den Luftwaffen von am Jemen-Krieg beteiligten Nahost-Staaten nicht ordnungsgemäss gemeldet zu haben. Der Journalist hat E-Mails zwischen dem EDA und dem Pilatus-Verwaltungsratpräsiden Oscar J. Schwenk, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, beim Aussendepartement angefordert – und diese mit wenigen Schwärzungen auch erhalten. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 30.12.2018 Schrumpfkur für die Botschaft in KuwaitIn Berichten des Aussendepartements, in welche die «Sonntagszeitung» Einsicht verlangt hatte, kritisieren Inspektoren einen sorglosen Umgang mit Steuergeldern. Teure und repräsentative Räume in der Schweizer Botschaft in Kuwait würden viel zu wenig genutzt. Für einen einzigen Arbeitsplatz fallen laut dem Prüfbericht Kosten von mehr als 4000 Franken pro Monat an. |
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Marc Renfer, RTS La Matinale, 17.10.2018 La Suisse a financé une organisation internationale défaillante et sous influence russeWegen Vetternwirtschaft und einem Monatsgehalt von 35 000 Franken geriet der russische Generalsekretär der Internationale Zivilschutzorganisation ICDO in Genf im Oktober 2018 in die Kritik. Ein Bericht, den RTS mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes erhältlich machte, zeigt, dass die Schweizer Behörden von ihrer Uno-Vertretung Jahre gewarnt worden waren. Trotzdem leisteten sie weiterhin Unterstützung in Millionenhöhe. |
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Marcel Gyr, NZZ, 02.07.2018 Viele Finanzflüsse führen nach PalästinaEine vom Rechtsdienst des Aussendepartements (EDA) für die NZZ erstellte Liste nennt die Organisationen, welche das EDA in Israel und in den besetzten Gebieten finanziell unterstützt. Darunter sind auch solche, die sich in Israel regierungskritisch betätigen. Die Angaben erhielt die Zeitung nach einem Zugangsgesuch, das mit dem Öffentlichkeitsgesetz des Bundes argumentierte. In einem ersten Bericht war von 70 Organisationen die Rede. Später wurde die Zahl korrigiert. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 01.10.2017 Der Facebook-Konsul von KarachiEin Schweizer Diplomat avancierte in Pakistan dank Facebook und guter Inszenierung zu einer lokalen Berühmtheit. Mit Verweis auf das Öffentlichkeitsprinzip erhielt die «Sonntagszeitung» Einblick in einen Bericht des Aussendepartements EDA. Es sind «klar exzessive Ausgaben» festgestellt worden - insbesondere für eine 1.-August-Feier mit 800 Gästen. |
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Christoph Lenz, Blick, 11.08.2016 Wie du mir, so ich DidierFDP-Bundesrat Didier Burkhalter hat SP-Ständerat Didier Berberat zu einem lukrativen Nebenmandat verholfen: Er machte ihn zum Sondergesandten der Schweiz für den Sahel. Für den Job kassierte Berberat 178 000 Franken. Laut Parlamentsgesetz wäre das Engagement nicht zulässig gewesen. Zu den Informationen kam «Blick» dank dem Öffentlichkeitsgesetz des Bundes. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 18.12.2011 Riskanter Visa-SchlendrianIn den Schweizer Botschaften in Kamerun und Bangkok ist es zu Verfehlungen gekommen. Laut Dokumenten, welche die «Sonntagszeitung» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes beschaffte, wurde mit Visaetiketten und sensiblen Akten grobfahrlässig umgegangen. Inspektoren des Aussendepartements stellten unter anderem fest, dass die fälschungssicheren Visaetiketten statt im Tresor in einem einfachen Büroschrank aufbewahrt wurden. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 29.08.2010 Missstände beim BundesreisebüroSchlampige Planung, überhöhte Gebühren, unzufriedene Mitarbeiter: In der Bundesreisezentrale, die jährlich für Verwaltung und Parlament gegen 16 000 Reisetickets bucht, hat eine interne Überprüfung Missstände ans Licht gebracht. Happige Kritik üben die Revisoren des Aussendepartements laut der «Sonntagszeitung» in der Chefetage. Hier bestehe «umfassender Handlungsbedarf», heisst es im Prüfbericht – er wurde mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes beschafft. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 04.04.2010 Calmy-Rey entlässt BotschafterDer Diplomat – Spross einer angesehenen Familie – war Missionsleiter in Islamabad, als die «Visa-Affäre» platzte: Einreisebewilligungen gegen Schmiergeld und Sex. Auch an seinem nächsten Posten in Rabat versagte er: «Bei einer Inspektion mussten nicht weniger als 21 Beanstandungen ausgesprochen werden», heisst es in einem Bericht, den die «Sonntagszeitung» mit dem Öffentlichkeitsgesetz beschafft hat. Der Diplomat wurde nach dem schlechten Prüfergebnis entlassen. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 28.02.2010 Visa-Sicherheit noch immer mangelhaftAuch nach mehreren Korruptionsskandalen gibt es in Visaabteilungen der Schweizer Auslandvertretungen gravierende Mängel. Das geht aus einem internen Papier des Aussendepartements hervor, zu dem die «Sonntagszeitung», gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, Zugang verlangt hat. Mangelhaft ist die Aufbewahrung der fälschungssicheren Visa-Etiketten, die auf dem Schwarzmarkt Tausende Franken wert sind. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 03.05.2009 Harte Kritik am wichtigsten Schweizer BotschafterDie grösste Auslandvertretung der Schweiz, die Botschaft in Washington, muss harte Kritik aus der Berner Zentrale einstecken. Die Berichterstattung der Schweizer Diplomaten zu politischen Themen ist laut einem internen Bericht des Aussendepartements dürftig. Dessen Inspektoren halten die Arbeit des Botschafters für «nicht berauschend». Das Dokument wurde der «Sonntagszeitung» wegen des beim Bund geltenden Öffentlichkeitsprinzips zugänglich gemacht. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 23.09.2007 Diplomaten ignorieren Korruptions-VorschriftenSchweizer Diplomaten foutieren sich um die internen Regeln gegen Korruption. Vor allem in den Auslandsvertretungen werden die Anti-Korruptions-Weisungen missachtet. Zum Beispiel im Generalkonsulat in der Dominikanischen Republik. Das geht aus internen Unterlagen des Aussendepartements hervor, welche die «Sonntagszeitung» mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes herausverlangt hat. |
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Martin Stoll, Sonntagszeitung, 16.09.2007 Visa-Schlendrian in SkopjeSechs Tage durchforstete der Inspektor die Registraturen, danach fiel sein Urteil über die Schweizer Visapraxis in Skopje vernichtend aus. Das geht aus einem Bericht hervor, welchen die «Sonntagszeitung» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz herausverlangt hat. Die Visaabteilung verzichtete auf die buchstabengetreue Prüfung von Gesuchen auch aus Angst vor Rekursen. Die Beamten wollten vermeiden, dass sich Antragsteller in der Zentrale in Bern beschwerten. |
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Simon Bärtschi, Andrea Bleicher, Sonntagszeitung, 10.12.2006 Zwei Jahre mit Visa gedealt33 Auslandvertretungen sind vom Schweizer Aussenministerium (EDA) als korruptionsgefährdet klassifiziert worden. Die meisten befinden sich in Afrika, Asien und Osteuropa. Zur Erhebung kam es, nachdem die Bundeanwaltschaft Verfahren gegen mehrere Schweizer Visaangestellte eröffnen musste. Die Liste hätte geheim bleiben sollen – doch der Öffentlichkeitsbeauftragte des Bundes zwang das EDA, sie der «Sonntagszeitung» zugänglich zu machen. |
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Simon Bärtschi, Andrea Bleicher, Sonntagszeitung, 13.08.2006 Korruptionsgefahr in BotschaftenRund 20 von insgesamt 224 Schweizer Botschaften und Konsulaten sind hoch gefährdet für Korruption, darunter Missionen in Pakistan, Nigeria und Russland. Dies geht aus einer Liste hervor, welche die Ex-Aussenministerin Micheline Calmy-Rey erstellen liess. Das vertrauliche Papier hat die «Sonntagszeitung» von den Behörden herausverlangt – gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz des Bundes. Gestützt auf die Erhebung verstärkte das Aussendepartement seine Kontrollen. |
Einstieg in die Geschäftsverwaltung der Behörde
Das hier dargestellte Ordnungssystem (OS) dient als Einstiegspunkt in die Geschäftsverwaltung (GEVER) der Verwaltungseinheit und ermöglicht die gezielte Suche nach Dokumenten. Mehr zu GEVER


















