Die Loterie romande beweist endlich Transparenz

Von Titus Plattner. Nach einem Urteil des Waadländer Verwaltungsgerichts publiziert die Loterie romande ab sofort die Nutzniesser von Lotteriegeldern. Bis jetzt machte nur Genf diese Zahlen bekannt. Die andern Kantone hielten sie unter Verschluss.

2010 fast 170 Millionen Franken verteilt : Jean-Pierre Beuret, Präsident der Loterie Romande. (Foto : Keystone)

 

 

Die Waadtländer Justiz hat den den kantonalen Lotteriefonds, die Société vaudoise d’aide sociale et culturelle (SVASC), im vergangenen Januar verpflichtet, Zugang zur Liste mit den Zuwendungen in den Jahren 2008 und 2009 zu geben. Ein Bürger aus Vevey hatte am 10. Februar 2010 auf sein Einsichtsrecht gepocht und gegen eine Verfügung der SVASC rekuriert. Er argumentierte, der Waadtländer Lotteriefonds sei dem kantonalen Öffentlichkeitsgesetz  unterstellt. Elf Monate später gab ihm das kantonale Verwaltungsgericht recht.

Bis zum Urteil publizierte nur der Kanton Genf die Zahlungen aus dem Lotteriefonds im Amtsblatt. Die Loterie romand, die 2010 beinahe 170 Millionen Franken verteilte, weigerte sich, die ganze Liste der Zuwendungen zu veröffentlichen. In den in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Jura und Wallis (total 58 Millionen Frannken Beiträge) blieben sie deshalb geheim.  Mehr…