Zürcher Pensionskassen investieren klimaschädlich – trotz anderer Versprechen
Oliver Christe, Balz Oertli, Sven Niederhäuser, Tsüri.ch, 16.12.2024
Eine Recherche von WAV und CORRECTIV, gestützt auf Dokumente, die über das Öffentlichkeitsgesetz angefordert wurden, zeigt, dass die Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH) ein Vermögen von rund 21 Milliarden Franken verwaltet. Davon sind fast zehn Milliarden Franken in Aktien und Obligationen angelegt. Während die PKZH kein Geld in Kohleunternehmen investiert, fliessen über 40 Millionen Franken in die fünf grössten Fracking-Konzerne der Welt (Öl- und Gassektor) – das entspricht etwa 1.000 Franken pro versicherte Person. Neben Aktien hält die PKZH von vielen dieser Fracking-Unternehmen auch umfangreiche Obligationen, die in den letzten Jahren erworben wurden. Zudem zählen mehrere der Öl- und Gaskonzerne, in die investiert wird, laut dem Plastic Waste Maker Index zu den weltweit grössten Plastikproduzenten. Im Vergleich zur städtischen Pensionskasse zeigt sich die Vorsorgeeinrichtung des Kantons Zürich (BVK) deutlich weniger transparent. Sie argumentiert, dass sie nicht dem Öffentlichkeitsgesetz unterliege, und verweigert detaillierte Einblicke in ihre Investitionen.
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