Was von den sexuellen Missbrauchsfällen übrig bleibt

Niklaus Herzog, swiss-cath.ch, 31.10.2024

Im Kan­ton Zürich besteht seit dem 20. Novem­ber 2023 eine von der Kir­che unab­hän­gige Mel­de­stelle für Miss­brauchs­fälle. Recher­chen von swiss​-cath​.ch doku­men­tie­ren dabei eine über­ra­schend hohe Fehlerquote. Die von der Kirche unabhängige Ansprechperson Andrea Gisler hat in der Zeitspanne von ihrem Stellenantritt (20. November 2023) bis zum 31. Mai 2024 26 Meldungen erhalten.  Unter dem Strich verbleiben laut swiss-cath.ch zwei von 26 Meldungen, welche als sexuelle Missbrauchsfälle (im weiteren Sinne) einzustufen sind. In der am 12. September 2023 veröffentlichten Pilotstudie zum sexuellen Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche wird behauptet, man habe 1‘002 Fälle sexuellen Missbrauchs «identifiziert und teilweise analysiert». Aus wissenschaftlicher Sicht stossend dabei ist insbesondere, dass der Begriff «sexueller Missbrauch» (und damit das zentrale Studienobjekt!) in der Pilotstudie nirgends definiert wird, was einer willkürlichen Interpretation der gemeldeten Fälle Vorschub leistet.

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