Der Mann, von dem niemand wusste

Leo Eiholzer, Daniel Foppa, NZZ am Sonntag, 01.09.2024

Interne Dokumente zeigen, wie eine vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bezahlte Privatperson im Geheimen versuchte, politische Einflussnahme zu betreiben. Laut Vertrag war der externe Berater von 2010 bis 2018 vom NDB angestellt. Sein sehr allgemein gefasster Auftrag umfasste Beratung und Expertise bei der Terrorbekämpfung sowie «exklusive und zeitgerechte Weiterleitung von vertraulichen und sicherheitspolitisch relevanten Informationen der ND-Community an den NDB». Diese bemerkenswert vagen Tätigkeiten stehen im Vertrag zwischen dem NDB und der Person, den die «NZZ am Sonntag» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz von der Eidgenössischen Finanzkontrolle erhalten hat. «ND-Community» ist ein offener Begriff, der Personen im nachrichtendienstlichen Umfeld erfasst. Der externe Berater hat offenbar auch im Sold des NDB regelmässig an einem «runden Tisch» von Parlamentariern, kantonalen Politikern und Beamten von Bund und Kantonen aus der Sicherheitspolitik teilgenommen und war war an diesen Treffen ein aktiver Teilnehmer.

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