Die Universität Zürich legt erstmals Zahlen zu sexuellen Belästigungen offen
Zeno Geisseler, NZZ, 26.04.2024
Während andere Bildungsinstitutionen ihre Zahlen zu sexuellen Belästigungen aus eigenem Antrieb oder auf Anfrage veröffentlichen, hat sich die grösste Universität der Schweiz bisher zurückgehalten. Die Universität Zürich begründete ihre Geheimhaltung mit Datenschutzbedenken. Es war eine Haltung, welche nicht einmal die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich nachvollziehen konnte. Aus ihrer Sicht ist nicht ersichtlich, wie nach einer blossen Nennung der Fallzahlen Rückschlüsse auf die Betroffenen möglich sein können. Die «NZZ» reichte in der Folge mit Berufung auf das Öffentlichkeitsprinzip einen Antrag auf Akteneinsicht bei der Universität Zürich ein. Diese hat dem Gesuch nun stattgegeben und die Fallzahlen der letzten zehn Jahre und die fünf jüngsten Jahresberichte der internen Kommission zum Schutz vor sexueller Belästigung geliefert. Die Dokumente zeigen: Der Trend zeigt stark nach oben. Im Jahr 2023 wurde mit 43 registrierten sexuellen Belästigungen ein neuer Höchststand erreicht. Wie sich die Fallzahlen auf die fünf Schweregrade aufteilen, geht aus den freigegebenen Unterlagen nicht hervor.
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