Wie das Unispital Basel plötzlich Schutz vor hohen Strompreisen suchte

Sebastian Schanzer, Basler Zeitung, 06.02.2024

Das Unispital Basel (USB) verbraucht jedes Jahr mehr als 30 Millionen Kilowattstunden Strom. Entsprechend gross muss im Betrieb die Sorge gewesen sein, als die Strompreise ab Februar 2022 insbesondere als Folge des Krieges in der Ukraine auf Rekordhöhe anstiegen. Seit der Teilliberalisierung des Strommarktes können Grosskunden wie das USB den Strom am freien Markt beziehen, sofern sie das wollen. Sie treten dann für immer aus der staatlich geschützten Grundversorgung aus und vereinbaren individuelle Verträge mit den Anbietern. Dabei profitieren sie in der Regel von tieferen Tarifen als Kunden in der Grundversorgung, sind allerdings möglichen Turbulenzen am Markt schutzlos ausgeliefert. Dem USB war angeblich gar nicht bewusst, dass es 2014 auf eigenen Wunsch aus der Grundversorgung ausgetreten ist und sich am freien Markt befindet. Mittels Gesuch gemäss dem Öffentlichkeitsgesetz konnte die «Basler Zeitung» ein Dokument der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) einsehen. Aus der Verfügung ist zu erfahren: Das Unispital wollte nicht nur zurück in die Grundversorgung, es forderte von den IWB auch Beiträge in Millionenhöhe zurück.

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