Heikle Deals der Hochschulen
Andreas Maurer, Schweiz am Wochenende, 20.05.2023
Drei Universitäten haben der Credit Suisse exklusive Namensrechte verkauft. Die Bank finanziert schweizweit zehn Lehrstühle mit insgesamt 3,6 Millionen Franken pro Jahr. Die «Schweiz am Wochenende» hat, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, Einsicht in alle Verträge zwischen Schweizer Hochschulen und der Credit Suisse verlangt und erhalten. Die Universität St. Gallen verleiht der Credit Suisse den exklusiven Status als «Campus Bank» und als Gründungspartner des «Center for Financial Services Innovation». Dafür erhält sie 20 Millionen Franken in zehn Jahren. Die Universität Basel gibt einer Professur für insgesamt 5,5 Millionen Franken den Namen «Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG – Professur für DLT/Fintech». Auch die Universität Zürich muss die Bank für drei Millionen Franken im Namen einer Professur erwähnen. Die ETH Zürich verbietet die Namensnennung von Sponsoren in der Bezeichnung von Professuren – die Credit Suisse erhält von der ETH Wissenstransfer, aber keine Namensrechte.
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