Zuger Polizei am Anschlag?

Zoe Gwerder, Schweiz am Wochenende, 16.07.2022

Im Kanton Zug sind die Neueingänge bei der Strafverfolgung seit 2017 rückläufig. Trotz wachsender Bevölkerung und Wirtschaft. Ist die ein Hinweis auf eine Überlastung der Polizei? Die «Zuger Zeitung» hat Berichte des Obergerichts per Öffentlichkeitsgesetz erfragt und daraus die Anzahl der Eingänge von Strafbefehlen entnommen. Innert zweier Jahre sank die Anzahl neu eröffneter Strafverfahren um rund 1000 Fälle pro Jahr. 2020 und 2021 ging die Anzahl jährlicher Neueingänge gar um 1500 zurück. Eine Detailanalyse aller ausgestellten Strafbefehle seit 2010 zeigt, dass es bei Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz zu weniger Strafbefehlen kam. Es verdichten sich Hinweise, dass es der Polizei im Kanton Zug an der Front an Leuten fehlt. Der Verband Zuger Polizei bestätigt diesen Verdacht: Es fehle an Personal. Der Zuger Sicherheitsdirektor hingegen ist überzeugt, dass der Rückgang bei den Neueingängen der Strafverfolgung sowie die eher unterdurchschnittliche Polizeidichte keine Hinweise für eine Abnahme der Sicherheit im Kanton darstellten.

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