Steuermillionen für Eier-Aktionen

Roger Müller, Marc Meschenmoser, saldo, 10.05.2022

Jedes Jahr fliessen rund 500 000 Franken aus der Bundes­kasse in den Eierhandel. Migros und Coop weigerten sich bisher, ihre Zahlen zu den Eier-Subventionen offenzulegen. Eine Liste des Bundesamts für Landwirtschaft, in die «Saldo» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einblick hatte, zeigt nun: Die grösste Profiteurin ist Migros. 3,8 Millionen Franken erhielt die Migros-Tochter Lüchinger + Schmid zwischen 2017 und 2021. Das entspricht rund 40 Prozent der Eier-Subventionen. Der Luzerner Eierproduzent für die Lebensmittelindustrie Fischer Eier bekam 2 Millionen Franken Bundesgelder. Die Ei AG, eine Kundin von Coop, erhielt 778 000 Franken. Sitzungsprotokolle zeigen zudem, dass keine Interessensvertretung der Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen an den Subventionsgesprächen des Bundes mit der Industrie teilnahm.

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