Ziel erst zu 0,04 Prozent erreicht – Schweizer Klimastrategie scheitert

Tina Berg, Beobachter.ch, 12.09.2025

Die Schweiz hat sich im Pariser Klimaabkommen verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 bis 2030 um 50% zu reduzieren. Ein ganzer Drittel dieser CO₂-Einsparungen – konkret: 34 Millionen Tonnen – soll im Ausland realisiert werden. Die Projekte werden über die Stiftung Klik umgesetzt. Das erste Projekt dieser Art setzte der Bund in Thailand um. Mit dem Geld der Treibstoffimporteure, die dafür 5 Rappen pro Liter Benzin von den Autofahrerinnen und -fahrern verlangen dürfen, wurden dort Erdgasbusse durch ökologische Elektrobusse ersetzt. Ein weiteres solches Projekt wurde in Ghana lanciert. Seither wurde kein neues Projekt mehr geschaffen. Die Stiftung Klik brauche etwa 30 Projekte, um die gesetzliche Kompensationspflicht zu erfüllen. Weil immer etwas schiefgehen könne, plane man aber 70 Projekte. Dass die Klik gut daran tut, möglichst breit zu denken, dokumentiert nicht nur das E-Bus-Projekt in Thailand. Auch das Kocherprojekt in Ghana läuft nicht reibungslos, der Klik-Stiftungsrat hatte es vorübergehend sogar sistiert. Das zeigen Dokumente, die der Beobachter, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, erhalten hat. Es ist deshalb höchst fraglich, ob die Schweiz ihre Klimaziele bis 2030 erreicht.

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