Espion ou touriste: nouvelles révélations sur le citoyen suisse décédé en Iran
François Ruchti, RTS Mise au Point, 29.06.2025
Anfang Januar stirbt ein Schweizer Staatsbürger in einem iranischen Gefängnis. Der Mann war offiziell als Tourist im Iran unterwegs, das Mullah-Regime beschuldigte ihn jedoch der Spionage für die USA. Dank des BGÖ konnte Mise au Point interne Dokumente der Eidgenossenschaft einsehen, darunter E-Mail-Austausch zwischen der Schweizer Botschaft im Iran und dem EDA in Bern. Diese Dokumente zeigen, dass Teheran die Verhaftung wochenlang geheim hielt. Dies stellt eine Verletzung des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen dar. Auch der ursprünglich von den Iranern übermittelte Name war falsch. Anschliessend wurden zwei Treffen der Schweizer Diplomaten mit der iranischen Generaldirektion für konsularische Angelegenheiten abgesagt. Erst telefonisch konnten die Schweizer schlussendlich mit den iranischen Behörden über den Fall sprechen. Ein Besuch beim Gefangenen war nie möglich. Der Mann blieb somit über zwei Monate lang ohne Kontakt zu den Schweizer Behörden. Schliesslich starb er Anfang Januar, ohne dass ein konsularischer Besuch stattgefunden hatte. Der Leichnam wurde mit grossem diplomatischem Aufwand in die Schweiz überführt. Viele Fragen bleiben offen, ebenso wie die genauen Umstände seines Todes.




















