Gemeinden schicken die Hälfte ihrer Sonderschüler an ein privates Institut
Giorgio Scherrer, NZZ, 08.04.2025
Gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip konnte die «NZZ» bisher unveröffentlichte Zahlen der Zürcher Bildungsdirektion einsehen, die zeigen: Im Kanton Zürich werden 847 Sonderschülerinnen und -schüler nicht in staatlich anerkannten, sondern in privaten Instituten unterrichtet. Das entspricht etwa einem Fünftel aller separiert geführten Sonderschüler. Dabei bestehen je nach Gemeinde erhebliche Unterschiede. Während in über 50 Gemeinden keine Sonderschülerin oder -schüler an ein privates Institut geht, gehen in über 20 Gemeinden über einem Drittel aller Sonderschülerinnen und -schüler an ein privates Institut. Die Problematik liegt insbesondere darin, dass die privaten Institute - anders als die staatlich anerkannten Sonderschulen - keine fixen Vorgaben haben. Sie werden auch nicht durch den Kanton akkreditiert, wie das bei den staatlichen Anbietern der Fall ist. Die Gemeinden können die Kontrolle nach Gutdünken ausgestalten.




















