Krawallmacher müssen einen Preis bezahlen

Tobias Marti, NZZ, 19.02.2025

Die NZZ hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz bei der Stadtpolizei Zürich Einsicht in die Polizeikosten für Fussballspiele verlangt. Dabei zeigt sich, dass die Klubs nur einen Teil der Kosten tragen. Sie profitieren von einer 50-prozentigen Reduktion der Polizeirechnung und zusätzlich von 200 Einsatzstunden pro Spiel, die die Polizei als Grundauftrag nicht verrechnet. Zudem sind die Kosten gedeckelt: Die Klubs müssen maximal 500'000 Franken pro Jahr bezahlen – egal, wie viele Einsätze nötig sind. 2024 haben sowohl FCZ als auch GC diese Grenze erreicht. Alle weiteren Polizeikosten übernahm die Allgemeinheit. Seit 2014 hat der FCZ sechsmal, die Grasshoppers dreimal diese Obergrenze erreicht. Wie hoch die tatsächlichen Kosten darüber hinaus sind, kann die Polizei nicht genau berechnen, doch klar ist: Im letzten Jahrzehnt wurden mindestens 4,5 Millionen Franken für den FCZ und 3,8 Millionen Franken für GC aus Steuergeldern bezahlt – dazu kommt eine weitere Million für internationale Spiele.

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