Ein Sitzungszimmer für 3,8 Millionen

Catherine Duttweiler, Berner Zeitung, 10.02.2025

Der 3,8 Millionen Franken teure Besucherpavillon des Astra steht nach der Ablehnung mehrerer Autobahnprojekte weitgehend ungenutzt da. Interne Dokumente, die der Tages-Anzeiger gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnte, zeigen, dass das Astra trotz des drohenden Referendums den Bau des Pavillons voran getrieben hat. Ursprünglich für zehn Jahre geplant, soll der Pavillon nun 30 Jahre genutzt werden, um die hohen Kosten zu rechtfertigen. Während im Pavillon eigentlich vier Autobahnprojekte visualiert werden sollten, werden stand heute bereits drei der vier Projekte nicht mehr umgesetzt. Die Dokumente zeigen auch, dass das Astra Millionen in PR-Massnahmen investierte. Wichtige Unterlagen wurden bis nach der Abstimmung zurückgehalten. Die Finanzkontrolle rügte das Astra mehrfach wegen intransparenter Vergaben an externe Berater.

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