ETH im Dienste des Pentagons

Rafael Lutz, Die Weltwoche, 23.01.2025

Die ETH Zürich kooperiert bei gewissen Forschungsprojekten mit dem US-Verteidigungsministerium. Projekte in Bereichen wie KI, Quantenforschung und Sicherheitsstudien werden mit Millionenbeträgen unterstützt. Gleichzeitig hat die Hochschule die Zulassungskriterien für Studierende aus sanktionierten Ländern wie China, Russland oder dem Iran deutlich verschärft. Die ETH Zürich lehnt Studierende ab, wenn sie aus militärnahen Hochschulen kommen, in heiklen Forschungsbereichen wie Nukleartechnologie tätig sind oder ein Stipendium aus «bedenklichen Quellen» wie dem China Scholarship Council (CSC) beziehen. Wie die Weltwoche gestützt auf ein Einsichtsgesuch nach dem Öffentlichkeitsgesetz erfahren hat, werden CSC-Studierende in kritischen Fachgebieten weder an der ETH noch an der EPFL zugelassen. Dies steht im Widerspruch zu früheren strategischen Zielen des Bundesrats, die eine engere Zusammenarbeit mit asiatischen Ländern vorsahen. Die ETH begründet ihr Vorgehen mit Spionagegefahren und dem Zugriff chinesischer Behörden auf Forschungsdaten.

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