Amherds Beraterin verdient mehr als der US-Präsident
David Biner, NZZ, 29.10.2024
Zuerst sollte es geheim bleiben, jetzt ist klar: Der Rat von Brigitte Hauser-Süess kostet pro Tag 1140 Franken. Die Art und Weise, wie Amherd und Hauser-Süess Kritik am Mandat verwedeln wollten, wirkt wenig präsidial. So haben die beiden veranlasst, dass der Vertrag ausserhalb des BGÖ-Prozesses ausgehändigt wird. Die Höhe des Kostendachs und die anderen Beträge waren zunächst aber geschwärzt. In der offiziellen Sprachregelung hiess es damals, dass der definierte Tagesansatz auf dem bisherigen Lohn basiere – was sich nun als nachweislich unkorrekt herausstellt. Als persönliche Mitarbeiterin von Bundesrätin Amherd war sie in der Lohnklasse 31 eingestuft, das entsprach einem maximalen Monatslohn von «nur» 17 000 Franken (224 015 Franken im Jahr). Für den dreimonatigen Mandatsvertrag haben sich die beiden nun auf ein Kostendach von 97 000 Franken geeinigt. Mit Spesen und Sozialversicherungsbeiträgen kommt das auf ein Gehalt von rund 420'000 Franken pro Jahr. Damit ist Hauser-Süess die wohl am besten verdienende Bundesratsberaterin der Geschichte.
Download Artikel Link zum Beitrag


















