Stadt Zürich lädt einen weiteren ukrainischen Sänger aus

Daniel Schneebeli, Tages-Anzeiger, 22.06.2023

Der ukrainische Rockmusiker Oleg Skripka hätte im Juni 2023 mit seiner Band im Jugendhaus Dynamo auftreten sollen. Das Konzert wurde aber abgesagt. Die Begründung ist bei Skripka gleich wie bei dem ebenfalls ukrainischen Musiker Artem Piwowarow. Weil auf seiner Website Fahnen und Embleme zu sehen waren, die in der Ukraine von Rechtsextremen genutzt werden, besteht der Verdacht, dass die beiden Sänger Teil der Faschistenszene sind oder dass sie dieser zumindest nahestehen. Der «Tages-Anzeiger» hat gestützt auf das Zürcher Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) Einblick in den Schriftverkehr zwischen dem Künstler Piwowarow und den Behörden verlangt. Im Absagebrief an die Vertreterin von Piwowarow äussern die Behörden die Befürchtung, dass sein Auftritt stark polarisieren könnte. Weiter heisst es: «Nach unserer Einschätzung und der Einschätzung von Expertinnen und Experten gibt es Hinweise, dass Artem Piwowarow Gruppen nahesteht, die rechtsextremes Gedankengut gutheissen.» Nicht auszuschliessen sei, dass er selbst hinter dieser Haltung stehe.

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