Nichts los im grössten Flüchtlingscamp

Andreas Marti, Berner Zeitung, 23.07.2022

Ursprünglich plante der Kanton auf dem Berner Viererfeld die Unterbringung von bis zu 1000 Flüchtlingen. Weil der Kanton zuvor überdurchschnittlich viele Flüchtlinge aufgenommen hat, auch Dank des Engagements der Gastfamilien, werden seit einiger Zeit kaum noch Neuankömmlinge vom Bund nach Bern überwiesen. Statt fünf stellt der Kanton deshalb vorerst nur drei Wohnblocks in der Containersiedlung fertig. Wie viel der Kanton dabei einspart, gibt er nicht bekannt. Wegen gestiegener Materialkosten und Lieferengpässen rechnete er noch im Juni mit höheren Baukosten von 25 Prozent. Zudem hat ein Lieferant mangelhafte Betten und Matratzen zum Preis von 400 000 Franken geliefert. Weil der Verkäufer einen Rücktritt vom Kaufvertrag nicht akzeptiert, muss der Kanton die Angelegenheit juristisch abklären. Dies steht in den Protokollen des kantonalen Ukraine-Sonderstabs, welche der «Bund», gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, einsehen konnte.

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