Whatsapp und Co. stellen Ermittler vor Probleme

Lukas Mäder, NZZ, 04.07.2022

Dass die digitale Kommunikation zunehmend verschlüsselt geschieht, stellt Strafverfolgungsbehörden vor Probleme. Sie können – im Unterschied zur herkömmlichen Telefonie – nicht mehr einfach so mithören, wenn sich Verdächtige unterhalten. Auch populäre Messenger-Apps führten nach und nach die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, welche das Mitlesen durch Dritte verhindert. Um keine teure Govware (staatliche Spionageprogramme) einsetzen zu müssen, wollten die Schweizer Behörden vor vier Jahren auf eine einfachere Weise die Verschlüsselung der Internetkommunikation knacken. Und scheiterten. Das geht aus dem Bericht «Proof of Concept Counter Encryption» hervor, den die «NZZ» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz in einer geschwärzten Version erhalten hat. Die entwickelte Software sei nicht nur nicht praxistauglich, sondern funktioniere fast wie Govware. Anders als der Dienst ÜPF, der die gesetzlichen Vorgaben im Blick behielt, waren vor allem die kantonalen Strafverfolgungsbehörden an der günstigen Lösung interessiert.

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