300’000 Nutzer betroffen: Debakel um Impfdaten kostet Millionen

Philipp Felber-Eisele, Tages-Anzeiger, 28.05.2022

Hunderttausende haben sich auf das elektronische Impfbüchlein verlassen. Im Nachhinein gesehen, war das ein Fehler. Nach dem Zusammenbruch im vergangenen Jahr ist nun klar: Die hinterlegten Daten bei der Stiftung Meineimpfungen werden gelöscht. Bitter wird es für Betroffene, die ihr papierenes Impfbüchlein verloren oder enstsorgt haben – und nun keine Aufzeichnungen mehr über ihre Impfungen haben. Um den Impfschutz bei jemandem, der seinen Impfausweis nicht mehr hat, wiederherzustellen, ging man bei der Stiftung Meineimpfung intern von Kosten von etwa 500 Franken aus. Interne Dokumente, die der «Tages-Anzeiger» über das Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat, zeigen, was beim wohl grössten Datenskandal der Schweiz hinter den Kulissen passierte. Der interne E-Mail Verkehr zeigt auf, wie die Stiftung Meineimpfungen und das BAG um eine gütliche Lösung rangen und wie die Diskussion am Ende in einem Streit eskalierte. Eine Lösung zum Versand der Daten an die Nutzerinnen und Nutzer wurde nicht gefunden.

Download Artikel


Weitere Geschichten