Schweizer Waffen landeten im Separatistengebiet

Roland Gamp, Tages-Anzeiger, 25.02.2022

Die Ukraine und Russland kauften in der Schweiz Kriegsmaterial in Millionenhöhe – geliefert wurden die Waffen in mehreren Tranchen ab dem Jahr 2007. Bei einer Inspektion durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im Oktober 2014 in Kiew befanden sich allerdings nicht mehr alle Maschinenpistolen vor Ort. Stattdessen landete ein Teil in einer von Separatisten kontrollierten Zone in der Ostukraine. Das geht aus einem Bericht der eidgenössischen Rüstungskontrolle hervor, den der «Tages-Anzeiger» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnte. Gerade einmal 25 Prozent des zu überprüfenden Kriegsmaterials konnte physisch identifiziert werden, ein Teil der Nachweise erfolgte per Foto. Dennoch wurde die Note «genügend» vergeben, wie aus dem Kontrollbericht hervorgeht. Verschiedene Angaben wurden geschwärzt, beispielsweise welche Firma die Maschinenpistolen geliefert hatte.

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