Niemand will den letzten Dreck

Martin Stoll, Sonntagszeitung, 26.12.2021

Laut den Umweltbehörden des Bundes steuert die Schweiz auf einen Abfallengpass zu. Die Entsorgung der Siedlungsabfälle sei gefährdet, weil es politischen Widerstand gegen Deponieprojekte gibt. Solche seien nur schwer umsetzbar und der «vorausschauende Betrieb» der Schweizer Kehrichtverbrennungen gefährdet, schreibt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in einem neuen für die Kantone verfassten Faktenblatt. Bereits heute stehen in einigen Kantonen keine gesicherten Deponiekapazitäten mehr zur Verfügung – beispielsweise im Aargau, in Freiburg, Solothurn oder im Tessin. Diese Kantone müssen ihre Verbrennungsrückstände ausserkantonal deponieren. Besonders knapp dran sind die Westschweizer Kantone Genf, Waadt und Wallis, die sich zu einem Entsorgungsverbund zusammengeschlossen haben. Laut dem Bafu ist das verfügbare Deponievolumen laut einem mit dem Öffentlichkeitsgesetz des Bundes losgeeisten Dokument hier praktisch aufgebraucht.

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