«Kernkraftwerke sind nicht unzerstörbar»

Gery Schwager, saldo, 28.09.2021

Verkraften Schweizer Kernkraftwerke einen vorsätzlich herbeigeführten Flugzeugabsturz? Während das Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI diese Frage vor drei Jahren noch mit «Ja» beantwortete, hält die Atomaufsichtsbehörde nun erstmals fest: Die Kernkraftwerke sind nicht unzerstörbar. «saldo» verlangte unter Berufung auf das Öffentlichkeitsgesetz Einblick in die Überprüfungsunterlagen. Das ENSI lehnte ab. Nach Konsultierung des Öffentlichkeitsbeauftragten willigte das ENSI immerhin ein, ein paar Informationen zu publizieren. Auf seiner Website wurde daraufhin ein von der Behörde verfasstes Interview mit dem stellvertretenden Direktor Georg Schwarz aufgeschalten. Der Schutzgrad der AKWs Gösgen und Leibstadt entspreche demnach nicht dem Standard der neuesten Kernkraftwerke. Die Schweizer AKWs gehörten zwar zu den robustesten Gebäuden des Landes. Trotzdem könnten die Anlagen bei einem terroristischen Flugzeugabsturz Schaden nehmen. Im Rahmen einer Simulation testeten die Behörden mit Flugzeugtypen aus acht Grössenklassen die Auswirkung eines Flugzeug-Anschlags auf Schweizer AKW.

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