Powerplay gegen den Bundesrat

Thomas Angeli, Beobachter, 16.07.2021

Gastrosuisse gehörte während der Pandemie zu den lautesten Kritikern des Bundesrats. Nun zeigen Dokumente erstmals, wie der Verband die Regierung unter Druck setzte. Der «Beobachter» konnte, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, E- Mails zwischen Gastrosuisse und dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) erhalten. Diese dokumentieren, mit welchen Mitteln der Branchenverband den Bundesrat zu früheren Lockerungen zu nötigen versuchte: Der Präsident des Verbands beklagte sich beim EDI über fehlende Kooperation, drohte an die Medien zu gehen und schrieb von einer «dramatischen Situation» der Gastrobetriebe. Zudem wurde fehlende wissenschaftliche Evidenz für die Rolle der Gastronomie in der Pandemie angeführt und mit einer eigens in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage der Druck auf den Bundesrat erhöht.

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