Heikler Datenaustausch: Schweiz meldet eritreische Geflüchtete ans Herkunftsland

Petar Marjanović, Watson, 19.09.2020

Die Schweiz verrät Daten von abgelehnten Asylsuchenden eritreischen Behörden und gerät mit dieser fragwürdigen Praxis unter Kritik. Der Kontakt mit dem Herkunftsstaat dürfe laut EDÖB nämlich nur dann aufgenommen werden, wenn eine Wegweisung auch tatsächlich stattfindet oder stattfinden kann. Bisherige Bemühungen der Schweiz, ein Rücknahmeabkommen mit Eritrea auszuhandeln, blieben aber bislang ohne politischen Erfolg. In einem internen Deza-Bericht, den «Watson» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat, heisst es, dass Eritreas Regierung keine Rückkehrenden aus dem Ausland aufnehmen möchte.

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