Extremsommer bringt den Bundesrat an seine Grenzen: Was interne Dokumente zeigen

Benjamin Rosch, CH Media Inland und Bundeshaus, 18.10.2026

Am Dienstag, 18. August, um 19.49 Uhr flattert eine E-Mail in die Postfächer von Bundeskanzlei, Bevölkerungsschutz, Armeestab, MeteoSchweiz und einem Dutzend weiterer Bundesstellen. Dringlichkeit: hoch. Betreff: Hitze und Trockenheit in der Schweiz. Das Bundesamt für Umwelt will Szenarien, Zuständigkeiten und neue Massnahmen klären. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz des Bundes hat die Redaktion von «CH Media» die Herausgabe verwaltungsinterner Dokumente erwirkt und rekonstruiert, wie der Bundesrat die Schweiz durch eine nie dagewesene Dürre steuerte. 38 Stunden und 11 Minuten blieb den Ämtern zur Antwort. Bis Donnerstagmorgen soll die Verwaltung wissen, wie schlimm es noch werden kann – und was der Bund dagegen tun soll. Die Schweiz erlebte an jenem Tag dank einer Kaltfront die erste Entspannung seit Monaten. Die Bundesverwaltung hingegen wurde zum Hochdruckgebiet.

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