Walliser Wildhüter erschossen im Goms säugende Wölfin
Norbert Zengaffinen, Thomas Jossen, Walliser Bote, 10.10.2026
Die 2025 im Goms erlegte Fähe hatte Welpen gesäugt. Das belegt ein Bericht, den die Redaktion des «Walliser Boten» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhalten hat. Der Prüfungsbericht zeigt den veterinärmedizinischen Befund: In der Gebärmutter stellten die Pathologen mindestens neun sogenannte Plazentanarben fest. Die Forscher schätzen, dass die Wölfin vermutlich Ende Mai 2025 Welpen zur Welt gebracht hatte. Damit steht fest: Die am 4. August 2025 von Walliser Wildhütern erschossene Wölfin hatte Welpen gesäugt. Dass die Wölfin Welpen führte, kommt nicht aus heiterem Himmel. Wie Recherchen des «Walliser Boten» in den kantonalen Monitoringdaten bereits im Vorjahr zeigten, lagen der Dienststelle früh deutliche Hinweise vor. Am 24. April 2025 vermerkte ein Wildhüter im Protokoll unmissverständlich: «Weiblicher Wolf, eventuell trächtig oder vollgefressen. Sichtbare Zitzen.»




















