Neue Nato-Kooperationen geplant: Warum Martin Pfisters VBS die Neutralitätsinitiative so vehement bekämpft

Rafael Lutz, Die Weltwoche, 19.09.2026

Nicht nur Ignazio Cassis’ EDA bekämpft die Neutralitätsinitiative: Einen schweren Stand hat die Vorlage auch in Martin Pfisters VBS. Das zeigt die schonungslos ehrliche Stellungnahme eines Beamten des Staatssekretariats für Sicherheitspolitik (SEPOS), die der Redaktion der «Weltwoche» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes vorliegt. Über die Vorlage schrieb er: «Eine Zusammenarbeit nur unmittelbar vor oder bei einem Angriff verunmöglicht grösste Teile heutiger und geplanter Kooperation mit der Nato und faktisch auch Nachbarstaaten. Die Initiative geht hier über Neutralitätsrecht/Beitrittsfrage hinaus.» In anderen Worten: Die Top-Kader in Pfisters Staatssekretariat haben längst weitere Kooperationen mit dem Kriegsbündnis geplant. Im SEPOS nennt man diesen Nato-Anbindungskurs heute «Handlungsfreiheit». Diese würde die Schweiz verlieren, sollte die Neutralitätsinitiative Erfolg haben, behauptete etwa SEPOS-Chef Markus Mäder an der Pressekonferenz zur Vorlage im vergangenen August.

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