Chlorothalonil: six ans après, 280 distributeurs suisses toujours non conformes
Bastien von Wyss, Mathieu Truffer, RTS On en parle, 12.09.2026
Rund 280 Schweizer Wasserversorger liefern nach wie vor Wasser, das einen zu hohen Gehalt an Metaboliten des Fungizids Chlorothalonil aufweist und damit den Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter überschreitet. Obwohl die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Jahr 2024 gesetzte Frist von zwei Jahren bereits abgelaufen ist. Das zeigen Dokumente, die RTS «On en parle» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes vorliegen. Darin ist ersichtlich, dass davon zwei westschweizerische Kantone betroffen sind: Waadt mit 83 Wasserversorgern und Freiburg mit 30 Wasserversorgern. Es ist schwer zu sagen, um welche Wasserversorger es sich handelt; sie wurden alle anonymisiert. Die vom Kanton übermittelte Tabelle zeigt, dass bereits gewisse Massnahmen ergriffen wurden: ausser Betrieb genommene Quellen, neue Bohrungen im Gange, Vermischungen von sauberen und verschmutzten Quellen, um unter dem gesetzlichen Grenzwert zu bleiben, oder auch Aufbereitungsanlagen, die gerade installiert oder in Betrieb genommen werden, zum Beispiel mit Aktivkohle. Die Wasserversorger sind zudem aufgefordert, bis zum 30. November einen Zeitplan vorzulegen.




















