«Sieg Heil» – Rechtsextreme und Gefährder in der Armee

Lukas Lippert, Beobachter, 07.08.2026

Ein Soldat rief beim Küchendienst «Sieg Heil». Ein anderer wurde kurz vor Beginn seiner Rekrutenschule von der Polizei festgenommen. Beide Männer wurden aus dem Armeedienst entlassen. Diese Fälle gehören zu den 61 Meldungen, die 2025 bei der Fachstelle Extremismus in der Armee eingingen. Rund drei Viertel davon betrafen Rechtsextremismus, wie es im Tätigkeitsbericht der Fachstelle heisst. Das entspreche dem Muster der Vorjahre. Zugenommen habe hingegen der ethno-nationalistische Extremismus. Die Armee führt dies auch auf die Verbreitung radikaler Haltungen in sozialen Medien zurück. Die Fachstelle betont, keiner der gemeldeten Fälle habe ein Sicherheitsrisiko dargestellt. Der Redaktion «Beobachter» liegen jedoch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes Akten zu fünf besonders schweren Fällen vor. Sie zeigen: Das Verteidigungsdepartement (VBS) verhinderte nur knapp und eher zufällig, dass ein Russlandfreund Zugang zu sensiblen Informationen erhielt oder die Verurteilung eines Gewalttäters unbemerkt blieb.

Link zum Beitrag


Weitere Geschichten