Der Bund will einen Riesen-KI-Gipfel – bezahlen sollen die Firmen
Benno Tuchschmid, Sonntagszeitung, 26.07.2026
Die Schweiz holt den wichtigsten internationalen Gipfel für künstliche Intelligenz nach Genf. Der Bundesrat will aber aus Spargründen keine Staatschefs einladen und nur einen Bruchteil der Kosten früherer Austragungen aufwenden. Das zeigen interne Dokumente, Aussprachepapiere und Budgetentwürfe, die die Redaktion der «Sonntagszeitung» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz des Bundes erhalten hat. Das Gesamtbudget für den KI-Weltgipfel liegt gemäss einem Entwurf von Dezember 2025 bei 5,4 Millionen Franken. Zum Vergleich: Die Vorgängerkonferenz in Grossbritannien kostete rund 43 Millionen Franken, jene in Frankreich 13 Millionen. Der Grünen-Nationalrat und IT-Unternehmer Gerhard Andrey bezeichnet die Pläne des Bundesrats als «verpasste Chance». Von dem Gesamtbudget von 5,4 Millionen Franken zahlt der Bund gerade einmal 3,4 Millionen selbst. Der Rest soll aus der Wirtschaft kommen. Wie das funktionieren soll, zeigt ein Dokument mit dem Titel «Sponsoring-Gegenleistungen KI-Gipfel 2027 in Genf». Darin listen Beamte tabellarisch auf, wie viel der Zugang zum wohl wichtigsten diplomatischen Event des Jahres 2027 auf Schweizer Boden kostet.




















