Jans fährt VBS-Pfister in die Panzer-Parade

Daniel Ballmer, Blick, 24.07.2026

Mehr Cyberkrieger, weniger Panzer: Verteidigungsminister Martin Pfister muss die Armee auf die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen ausrichten. 80 Prozent der Mittel sollen künftig in Cyberabwehr und Luftverteidigung fliessen. Für den ganzen Rest bleiben noch 20 Prozent. So sieht es die neue Strategie des Bundesrats vor. Jetzt zeigen interne Dokumente, die Blick gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz des Bundes vorliegen: Einige Bundesräte wollten noch deutlich weiter gehen. Vor allem das Justizdepartement (EJPD) von SP-Bundesrat Beat Jans macht in seiner Stellungnahme keinen Hehl daraus, dass es Kampfpanzer für veraltet hält und am liebsten die ganze Flotte einmotten würde. Das schwere Gerät sollte durch modernere und günstigere Drohnen und Robotik ersetzt werden: «Angesichts der technologischen Entwicklung und der finanziellen Möglichkeiten ist das aus unserer Sicht alternativlos.» Es ist nicht das erste Mal, dass die anderen Departemente dem VBS das Handwerk der Landesverteidigung erklären wollen. Schon Pfisters Pläne zum Ausbau der Flugzeugflotte hatten sie in der Luft zerrissen. Weitere Flieger seien gar nicht nötig.

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