Wie Rösti und Co. die SRG in die Enge treiben
Dennis Bühler, Republik, 20.07.2026
Obwohl die Halbierungsinitiative im Frühling klar abgelehnt worden ist, steht das Schweizer Radio und Fernsehen weiterhin unter massivem Druck von rechts. Dabei setzen die Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf eine neue Waffe: KI-gestützte Analysen. Mithilfe künstlicher Intelligenz soll bewiesen werden, dass die Berichterstattung der SRG eine starke linke Schlagseite habe. Dokumente, die der Redaktion der «Republik» dank des Öffentlichkeitsgesetz des Bundes vorliegen, zeigen, dass das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Mitte Mai einen Brief erhalten hat, in dem ihm eine Datengrundlage des Schweizerischen Vereins für ausgewogene Berichterstattung (SVFAB) angeboten wurde. Das Ergebnis der Analysen lässt sich online nachlesen, auch wenn die Webseite des Vereins ziemlich unübersichtlich ist: Mittels KI-Prompts und Texten aus Sendungstranskriptionen lasse sich anhand von 15 Kriterien nachweisen, dass SRF systematisch unausgewogen berichte – und zwar mit einer linken Tendenz. Die beiden Medienforscher Vinzenz Wyss von der ZHAW und Linards Udris von der Universität Zürich sagen jedoch auf Anfrage der «Republik», dass es den Untersuchungen des SVFAB an Transparenz fehle. Beide beschäftigen sich seit Langem intensiv mit Qualitätsmessungen und der SRG.




















