IT-Puff mit Ansage

Annalena Müller, Sonntagsblick, 19.07.2026

Im Januar ging bei den Arbeitslosenkassen nichts mehr. Tausende Arbeitslose warteten auf ihre Leistungen – vielfach monatelang. Der Grund: Das brandneue, 200 Millionen Franken teure IT-System Asal 2.0 des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) funktionierte nicht. Interne Dokumente, die dem «Sonntagsblick» dank des Öffentlichkeitsgesetz des Bundes vorliegen, zeigen: Seco-Chefin Helene Budliger Artieda und Projektleiter Jérôme Cosandey wussten von den massiven Problemen der Plattform und entschieden dennoch, sie online zu schalten. Aus dem Bericht geht hervor, dass weder die Sicherheit noch die Architektur der Plattform von den Testern grünes Licht erhielten. Bis heute spielen die Verantwortlichen den Skandal herunter. Obwohl das IT-Debakel zahlreiche Menschen um ihre Existenz fürchten lässt und künftig zu massiven Mehrkosten für die Kantone führt.

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