Wie der Bundesrat Verteidigungsminister Martin Pfister ausbremste
Dominik Meier, SRF Rendez-vous, 14.07.2026
Der Bundesrat Martin Pfister liess sich an seiner Medienkonferenz nach der Bundesratssitzung vom 24. Juni nichts anmerken. Sachlich und kollegial informierte er die Öffentlichkeit darüber, dass der Bundesrat mittelfristig ein weiteres Luftabwehrsystem grösserer Reichweite kaufen wolle – zusätzlich zum bereits bestellten US-System Patriot. Doch eigentlich hätte der Verteidigungsminister massiv schneller vorgehen wollen. Das zeigen Dokumente, die «SRF Rendez-vous» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes vorliegen. Darin steht, was Pfister wirklich wollte: Die Schweiz verfüge über keinen nennenswerten Schutz vor Angriffen aus der Distanz. Es bestehe ein «dringlicher Bedarf» für ein zusätzliches Luftverteidigungssystem. Der Bundesrat solle deshalb dem Parlament in der ersten Sitzung nach den Sommerferien mit einer «Sonderarmeebotschaft» fünf Milliarden Franken beantragen. Das Parlament wiederum solle im Eilverfahren bereits im Dezember darüber entscheiden. Schlussendlich rückte Pfister offenbar kurz vor der Bundesratssitzung von seinen Plänen ab.




















