Transperson wurde aus Frauenbereich eines Berner Freibads weggewiesen. Die Stadt entschuldigte sich: Dies sei «falsch» gewesen. Ein internes Papier zeigt, wie der Zutritt geregelt ist
Joan Meier, Weltwoche, 30.06.2026
Eine Transfrau wurde nach Beschwerden anderer Badegäste in Handschellen aus dem Paradiesli, dem Frauenbereich im Berner Marzili, abgeführt. Der Vorfall wurde von der Stadt später als «falsch» bezeichnet, denn die Person habe «die Zutrittsregelung erfüllt». Der Redaktion der «Weltwoche» liegen dank des kantonalen Öffentlichkeitsgesetzes die massgebende «interne Orientierungshilfe» des Sportamts vor. Diese hält fest, dass sich das Personal bei strittigen Situationen in erster Linie an der Selbstdeklaration der betroffenen Person orientieren soll und nur im Härtefall der amtliche Geschlechtseintrag beigezogen wird. Die Stadt stellt klar, dass für Transfrauen, die sich als Frauen identifizieren, der Zutritt auch dann gelten soll, wenn sie «männlich gelesen» werden, und stuft deren blosse Anwesenheit nicht als Belästigung ein.
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