Von null bis mehrere hundert
Raphael Karpf, Solothurner Zeitung, 25.06.2026
Es bleiben markante Unterschiede, obwohl der Kanton Solothurn versucht, Menschen im Asylverfahren möglichst gleichmässig auf die Gemeinden zu verteilen. Das zeigen Analysen der «Solothurner Zeitung» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen. Während Kleinstgemeinden wie Balm bei Günsberg, Biezwil oder Kammersrohr mangels bezahlbarem Wohnraum kaum Flüchtlinge beherbergen, weisen Gemeinden mit mehr günstigem Wohnraum wie Gerlafingen, Olten oder Zuchwil deutlich höhere Asylquoten auf. Das kantonale Modell mit Sozialregionen, Ausgleichsverträgen und der Entlastung von Zentrumsgemeinden durch Asylzentren soll diese Ungleichgewichte mittelfristig abfedern.




















