Parmelin und Rösti verhinderten strengere Regeln, die Jans wollte
Jorgos Brouzos, Tagesanzeiger, 27.06.2026
Ursprünglich waren im Gegenvorschlag zur zweiten Konzernverantwortungsinitiative strengere Regeln für den Schweizer Rohstoffsektor vorgesehen. Dieser Punkt wurde jedoch nach der Ämterkonsultation gestrichen. Das zeigen Dokumente, welche die Redaktion des «Tagesanzeigers» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielt. Gemäss Bundesamt für Justiz unter Beat Jans weist der Rohstoffsektor ein hohes Risiko für menschenrechtliche und umweltbezogene negative Auswirkungen auf, weshalb spezifische Vorgaben für Rohstofffirmen geplant waren. Darauf folgte deutliche Kritik aus dem Wirtschaftsdepartement unter Guy Parmelin. Auch das Uvek von Bundesrat Albert Rösti stellte den Gegenvorschlag grundsätzlich infrage. Diese Kritik setzte sich durch: Die Sonderregelung für den Rohstoffsektor wurde aus dem Gegenvorschlag gestrichen. Die Abstimmung findet voraussichtlich 2028 statt.




















