KI entlarvt verdächtige Forschungsarbeiten - Zürcher Uni-Professorin betroffen

Roland Gamp, Tagesanzeiger, 09.06.2026

Die Niederländerin Elisabeth Bik hat sich dem Kampf gegen wissenschaftliches Fehlverhalten verschrieben. Nun hat sie mögliche Bildmanipulationen in mehreren Fachartikeln der Zürcher Professorin und Lehrstuhlinhaberin Sina Coldewey identifiziert. Bereits zuvor wurden vier Publikationen, an denen sie als Co-Autorin beteiligt war, wegen problematischer Abbildungen zurückgezogen. Dokumente, welche die Redaktion des «Tagesanzeigers» dank des kantonalen Öffentlichkeitsgesetzes einsehen konnte, zeigen, wie die Universität Zürich den Fall beurteilte: Es wurde eine Voruntersuchung eingeleitet und kritisiert, dass die Fachzeitschrift den Rückzug unzureichend begründet habe. Zugleich werden die Autoren in die Pflicht genommen. Coldewey weist die Vorwürfe zurück. Die Resultate erachte sie als verlässlich und erklärt, dass die beanstandeten Abbildungen stammten aus einem anderen Labor.

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