Steuerzahler subventionieren Schlachthöfe von Coop und Migros
Daniel Bütler, K-Tipp, 03.06.2026
Die Fleischbranche erhält aus der Bundeskasse rund 50 Millionen Franken pro Jahr für «Entsorgungsbeiträge». Im März wollte der Nationalrat diese Subventionen zunächst halbieren; nach einer Wiederholung der Abstimmung kippte der Entscheid jedoch hauchdünn zugunsten der Beibehaltung. Dokumente, welche die Redaktion «K-Tipp» dank des Öffentlichkeitsgesetzes erhielt, zeigen, welche Unternehmen profitieren: Am meisten Gelder gehen an Bell, gefolgt vom Schlachtbetrieb St. Gallen und der Migros-Tochter Micarna für die Entsorgungs von Fleischabfällen. Auch Bauern erhalten zusätzlich Gelder von bis zu 20 Millionen Franken pro Jahr. Laut Bundesamt für Landwirtschaft dienen diese jedoch nicht der Entsorgung, sondern als «Anreiz», sämtliche Tiere zu erfassen und deren Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.




















