Ignazio Cassis’ EDA schwärzt E-Mails zum Fall Jacques Baud. Die Offenlegung gefährde «aussenpolitische Interessen» der Schweiz

Rafael Lutz, Die Weltwoche, 31.01.2026

Im Fall des von der EU sanktionierten ehemaligen Obersts Jacques Baud stellt sich die Frage, wie die Schweizer Behörden intern reagierten und ob sie sich für ihn einsetzten. «Die Weltwoche» erhielt gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einsicht in interne E-Mails zwischen dem EDA und dem SECO. Daraus geht hervor, dass sich die Behörden in der heissen Phase vor allem auf eine gemeinsame «Sprachregelung» für Medien- und Parlamentsanfragen konzentrierten. Sie hielten fest, dass die Schweiz die EU-Sanktionen zur Kenntnis nehme, sich ihnen aber nicht anschliesse. Allerdings wurden zentrale E-Mails – darunter ein Austausch vom 13. Dezember – vom EDA vollständig geschwärzt. Begründet wurde dies damit, dass eine Offenlegung «aussenpolitische Interessen und die internationalen Beziehungen der Schweiz» gefährden würde.

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