Diese Möbelriesen sind die schlimmsten Holzlabel-Sünder

Lukas Lippert, Beobachter.ch, 30.11.2025

War die Eiche in Wirklichkeit eine Buche? Stammt sie wirklich aus der Schweiz oder doch eher aus Rumänien, Finnland oder Polen? Solche Angaben müssen Baumärkte, Onlinemöbelhändler oder Schreinereien seit 2012 machen. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz konnte der «Beobachter» Einsicht in die Kontrollberichte des eidgenössischen Büros für Konsumentenfrage nehmen. Die Dokumente zeigen: Viele Unternehmen halten sich nicht an die Deklarationspflicht. Die Verstösse haben gar zugenommen. Verschlechtert hat sich das Ergebnis der Kontrollen vor allem bei kleineren Onlineshops und KMU-Betrieben wie Gartencentern, Schreinereien und Zimmereien. Insgesamt war letztes Jahr bei rund der Hälfte der Betriebe kein einziges der kontrollierten Holzprodukte korrekt deklariert. Ein Jahr zuvor schnitt immerhin nur jedes dritte Unternehmen dermassen schlecht ab. Gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmen, die alle überprüften Produkte korrekt deklariert hatten, von 40 Prozent 2023 auf noch 25 Prozent im letzten Jahr. Auch bei den grösseren Baumärkten und Möbelhändlern, die vielfach auch Onlineshops betreiben, gab es in den letzten Jahren viele falsche Holzlabel. Der Möbeldiscounter Maxi Bazar schnitt besonders schlecht ab. Von den letzten 15 Kontrollen war keine einzige ohne Beanstandung. Auch bei der Baumarktkette Obi entsprachen die Holzlabel nur bei zwei der letzten 27 Kontrollen den gesetzlichen Anforderungen. In den Läden der Billig-Möbelketten Lipo und Ikea fand die Kontrolleurin des Bundes nur bei rund jedem zehnten Besuch korrekte Label.

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