Georgier sollen freiwillig nach Hause
Raphael Rauch, Blick, 28.11.2025
Dutzende Fälle von Personen aus Georgien, die in die Schweiz fliegen, Asyl beantragen und während der Zeit des Asylverfahrens eine Spitalbehandlung in Anspruch nehmen, sind in den letzten Jahren bekannt geworden. Dies hat den Bund veranlasst, zusammen mit Österreich eine Studie bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Auftrag zu geben. Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz konnte der Blick Einsicht in eine vom Bund und Österreich in Auftrag gegebene IOM-Studie nehmen. Die Studie zeigt, weshalb weiterhin Georgier aus medizinischen Gründen in die Schweiz kommen. Obwohl die Zahl solcher Fälle zuletzt zurückging, bleibt das Problem bestehen, weil das georgische Gesundheitssystem grosse Versorgungslücken aufweist. Die Studie empfiehlt dem Bund, freiwillige Rückreisen gezielt zu fördern, indem sichergestellt wird, dass die medizinische Betreuung der Betroffenen in Georgien weitergeführt werden kann. Zudem fordert sie Verbesserungen im georgischen Gesundheitssystem: mehr spezialisierte Behandlungszentren, erweiterte Versicherungsleistungen, geringere Zuzahlungen, bessere Information der Bevölkerung sowie Unterstützung für chronisch Kranke etwa durch Telemedizin und internationale Kooperation. Auch die Pharmabranche wird kritisiert, weil sie den Zugang zu günstigen Medikamenten erschwere.




















